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Mehr über schlechte Führung gelernt als über den Beruf

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT in Luzern gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gratis Wasser + Kaffee

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass Kontrolle grossgeschrieben wurde, Unterstützung und Vertrauen dagegen eher kleingeschrieben.

Verbesserungsvorschläge

Ich würde mir deutlich mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden und weniger Micromanagement wünschen. Homeoffice sollte zumindest teilweise ermöglicht werden. Ausserdem braucht es klarere Strukturen, eine richtige Einarbeitung und mehr erfahrene Mitarbeitende, damit die vorhandenen Aufgaben und Kunden professionell betreut werden können.

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte bei der Arbeit ständig das Gefühl, kontrolliert zu werden. Uns wurde sogar offen gesagt, dass ein Mitarbeiter notiert, wann die anderen kommen und wieder gehen. Selbst kurze private Gespräche waren nicht erwünscht. Für mich war die Stimmung deshalb sehr angespannt. Ich konnte mich nie wirklich wohlfühlen, weil ich immer das Gefühl hatte, beobachtet zu werden.

Work-Life-Balance

Allgemein habe ich in dieser Firma sehr viel Stress erlebt. Nach meinem persönlichen Eindruck war das Team im Verhältnis zur Anzahl der Kunden personell zu knapp aufgestellt. Mehrfach kam es vor, dass ich wegen weit entfernter Kundentermine erst gegen 23 Uhr zu Hause war.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Über Weihnachten galt ein Ferienstopp, was ich persönlich sehr wenig mitarbeiterfreundlich fand. Gerade in dieser Zeit hätte ich mir mehr Verständnis für die Wünsche und familiären Verpflichtungen der Mitarbeitenden gewünscht.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden zumindest unterstützt bzw. zu einem gewissen Teil bezahlt.

Kollegenzusammenhalt

Das einzig wirklich Positive an meiner Zeit in dieser Firma war der starke Zusammenhalt unter den Kollegen. Wir hatten viel gegenseitigen Respekt und unterstützten einander, weil wir alle im selben Boot sassen. Gerade deshalb entstand trotz der schwierigen Umstände ein sehr gutes Verhältnis untereinander.

Vorgesetztenverhalten

Bei der Zeiterfassung wurde sehr genau kontrolliert, teilweise sogar wegen einzelner Minuten. Gleichzeitig fehlte mir im Arbeitsalltag genau diese Aufmerksamkeit, wenn ich Unterstützung oder eine klare Ansprechperson gebraucht hätte. Für mich passte es nicht zusammen, bei der Arbeitszeit so streng kontrolliert zu werden, während ich bei fachlichen Fragen und Problemen häufig auf mich allein gestellt war.
Micromanagement hoch 10

Arbeitsbedingungen

Im Büro habe ich mich nie wirklich wohlgefühlt. Es wirkte auf mich wenig einladend und teilweise unorganisiert, wodurch keine angenehme Arbeitsatmosphäre entstand.

Kommunikation

Von einer richtigen Einarbeitung kann ich eigentlich nicht sprechen, weil es praktisch keine gab. Normalerweise nimmt sich ein Betrieb zumindest etwas Zeit, um einem die Abläufe und Aufgaben zu erklären. Hier musste ich den Support direkt am Kunden lernen und fühlte mich dabei oft völlig aufgeschmissen. Bei einem wichtigen Tool hiess es immer wieder, dass wir uns zusammensetzen und es gemeinsam anschauen würden. Dazu kam es jedoch nie, weshalb ich mir auch das selbst beibringen musste.

Gehalt/Benefits

Benefits gab es praktisch keine. Abgesehen von kostenlosem Wasser wurde den Mitarbeitenden nichts Besonderes angeboten.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und hätten mir eigentlich Spass machen können. Allerdings fehlte sehr oft eine klare fachliche Begleitung. Bei Fragen oder neuen Aufgaben war ich häufig auf mich allein gestellt und musste selbst herausfinden, wie ich vorgehen sollte. Dadurch fühlten sich selbst interessante Aufgaben unnötig stressig und überfordernd an.

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