Ein Horrorfilm ist ein Witz dagegen - Rette sich wer kann
Gut am Arbeitgeber finde ich
-4 Tage Homeoffice
-Arbeitszeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Frage ist eher: was ist nicht schlecht
Verbesserungsvorschläge
BITTE stellt nicht irgendwelche Personen ein, nur damit sie eingestellt wurden. Schaut euch die Vorgesetzten genau an. Das sind Personen, die für uns zuständig sind, die uns unterstützen und helfen sollten – und nicht uns fertig machen. Kein Wunder kündigt gefühlt jede Woche jemand.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen habe ich als sehr schlecht und belastend empfunden. Man fühlte sich unwohl, da ständig gelästert und schlecht über Kolleginnen und Kollegen geredet wurde. Oft wurde vor einer Person über jemand anderen negativ gesprochen, und im nächsten Moment wurde dieselbe Person hinter deren Rücken schlecht dargestellt. Dieses Verhalten hat sich immer wiederholt und prägte den gesamten Umgang im Team.
Die Stimmung war dadurch sehr unangenehm, und es entstand kaum ein gutes Miteinander. Kollegiale Zusammenarbeit war praktisch nicht möglich. Zudem wurde man sogar kritisiert oder ins Büro zitiert, wenn man ein gutes Verhältnis zu einzelnen Kolleginnen oder Kollegen hatte oder diese privat treffen wollte. Stattdessen wurde hinterfragt, weshalb man sich mit einer bestimmten Person versteht und mit anderen nicht.
Insgesamt war das Arbeitsklima dadurch äußerst ungesund und demotivierend.
Image
Besser als verdient
Work-Life-Balance
Das Einzige Positive im Hinblick auf die Work-Life-Balance war, dass der Arbeitstag bereits um 16 Uhr endete und es die Möglichkeit gab, an vier Tagen pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Im Vergleich zu anderen Arbeitgebern ist das grundsätzlich sehr positiv zu bewerten.
Leider hatte man jedoch kaum etwas von diesen Vorteilen, da ein ständiger Druck aufgebaut wurde. Man konnte die Arbeit nicht richtig loslassen und dachte auch in der Freizeit permanent daran. Zudem hat das negative Arbeitsklima stark auf die persönliche Stimmung gedrückt und verhindert, dass man die freie Zeit wirklich genießen konnte.
Karriere/Weiterbildung
Positiv hervorzuheben ist, dass Visana gewisse Weiterbildungen übernimmt und diese sogar während der Arbeitszeit absolviert werden können.
Kollegenzusammenhalt
Einen echten Kollegenzusammenhalt gab es im Unternehmen praktisch nicht. Anstatt miteinander zu arbeiten, wurde vielmehr gegeneinander gearbeitet. Ein unterstützendes oder verständnisvolles Miteinander war nicht vorhanden.
In Teamsitzungen kam es regelmäßig dazu, dass einzelne Personen vor allen anderen kritisiert oder bloßgestellt wurden. Oft wurde über Kolleginnen und Kollegen gelästert, anstatt Probleme konstruktiv anzusprechen oder gemeinsam Lösungen zu suchen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war katastrophal und kaum als professionell zu bezeichnen. Statt Führung oder Unterstützung zu erfahren, wurde man ständig kontrolliert und schikaniert.
Es herrschte ein permanenter Vertrauensmangel. Man erhielt beinahe täglich Nachrichten mit der Aufforderung, minutengenau darzulegen, was man in einem bestimmten Zeitraum getan oder erledigt hatte. Anstatt Vertrauen in die Mitarbeitenden zu zeigen, wurden sie dadurch systematisch unter Druck gesetzt.
Wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden grundsätzlich kein Vertrauen entgegenbringt, sollte er konsequenterweise die Zusammenarbeit beenden und nicht sie im Unternehmen behalten, nur um sie fortlaufend kleinzumachen.
Die Kritik seitens der Vorgesetzten war konstant und abwertend. Man wurde immer wieder telefonisch, in persönlichen Gesprächen oder in Teamsitzungen bloßgestellt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen an sich wären grundsätzlich nicht schlecht gewesen. Hätte es die massiven Probleme mit den Kolleginnen und Kollegen sowie dem Verhalten der Vorgesetzten nicht gegeben, wäre die Stelle durchaus attraktiv und gut gewesen. Leider haben diese Umstände jedoch sämtliche positiven Aspekte der Arbeitsbedingungen überschattet.
Kommunikation
Auch die Kommunikation im Unternehmen war sehr unprofessionell. Informationen wurden nie rechtzeitig oder offen weitergegeben, sondern erst dann, wenn es bereits zu spät war. Häufig wurde man in solchen Situationen ins Büro zitiert und bekam nur Vorwürfe zu hören, wie schlecht man sei. Innerhalb des Teams war die Kommunikation ebenfalls katastrophal: Themen wurden ausschließlich in den Teamsitzungen angesprochen, niemand traute sich, direkt das Gespräch zu suchen oder Probleme persönlich zu klären. Obwohl es sich um erwachsene Mitarbeiterinnen handelte, war das Verhalten eher kindisch und unreif.
Insgesamt war das Arbeitsklima von fehlender Offenheit, Misstrauen und Respektlosigkeit geprägt und dadurch äußerst ungesund und demotivierend.
Gehalt/Benefits
Könnte besser sein, dafür dass man sich mit diesem Gehalt die Psychotherapiestunden bezahlen muss, welche von der Visana verursacht werden.
Gleichberechtigung
Eine Gleichbehandlung der Mitarbeitenden hat es im Unternehmen nicht gegeben. Es wurden immer dieselben Personen bevorzugt, während der Rest deutlich schlechter behandelt wurde.
Man selbst wurde permanent kontrolliert, ausspioniert und regelmäßig ins Büro zitiert, um Erklärungen abzugeben – sei es darüber, was man zu einer bestimmten Zeit getan hatte oder wie man Aufgaben erledigt hat. Bei den bevorzugten Personen wurde dieses Verhalten jedoch nie angewendet.
Interessante Aufgaben
Die eigentliche Arbeit hat mir grundsätzlich Freude bereitet, und ich wäre gerne länger in dieser Position geblieben.
Das Problem lag jedoch klar im Umfeld: Mit den Vorgesetzten, deren Verhalten einem Horrorfilm glich, sowie den schwierigen Kolleginnen war es kaum möglich, dauerhaft in diesem Job zu bleiben. Das Arbeitsklima war so belastend, dass es alle positiven Aspekte der Tätigkeit zunichtemachte.
Unter besseren Bedingungen hätte diese Stelle für mich durchaus langfristiges Potenzial gehabt. Angesichts der Atmosphäre ist es aber absolut nachvollziehbar, dass niemand freiwillig Zeit in einem solchen Umfeld verbringen möchte.