2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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Ich kann hier ausschließlich meine persönliche Erfahrung mit der Workmanagement AG in Zürich schildern. Wie an anderen Standorten gearbeitet wird, kann ich nicht beurteilen.
Meine Erfahrung mit der Workmanagement AG war jedoch ausgesprochen negativ. Ich rate Arbeitssuchenden, sehr genau zu prüfen, mit wem sie es hier zu tun haben und sich mündliche Zusagen unbedingt schriftlich bestätigen zu lassen.
Der Erstkontakt verlief zunächst freundlich und professionell. Eine junge Mitarbeiterin kontaktierte mich telefonisch und fragte, ob ich Interesse an einer Stelle bei einer renommierten Krankenkasse hätte und ihr meinen CV zukommen lassen könne. Da ich zu diesem Zeitpunkt auf Arbeitssuche war und über rund 20 Jahre Berufserfahrung im Krankenkassenbereich verfüge, war mein Interesse selbstverständlich vorhanden.
Bereits im ersten Gespräch wurde meine Lohnvorstellung thematisiert. Mir wurde ausdrücklich mitgeteilt, dass meine Vorstellung zwar etwas zu hoch sei, man sich aber unterhalb meiner Lohnvorstellung auf eine Lösung einigen könne. Auf dieser Grundlage stellte ich meine Unterlagen zur Verfügung.
Kurz darauf wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch bei der Krankenkasse eingeladen. Dieses verlief erfolgreich und ich erhielt die Zusage für die Stelle. Da es sich um eine Temporäranstellung handelte, konnte ich die Lohnkonditionen nicht direkt mit der Krankenkasse verhandeln.
Nachdem die Krankenkasse offenbar gegenüber der Workmanagement AG bestätigt hatte, dass sie mich einstellen möchte, wurde ich zu einem Gespräch bei der Workmanagement AG eingeladen, um den Arbeitsvertrag beziehungsweise die Konditionen zu besprechen.
Schon der Termin begann enttäuschend: Obwohl ich pünktlich erschien, musste ich rund 30 Minuten warten, weil die interne Kommunikation offenbar nicht funktioniert hatte.
Was anschließend folgte, hat mich allerdings noch deutlich mehr irritiert. Das Gespräch empfand ich als ausgesprochen unfreundlich und von oben herab. Einen solchen Umgang habe ich in meiner bisherigen Berufslaufbahn nur selten erlebt. Besonders fragwürdig fand ich zudem, dass das Gespräch nicht in einem geschützten Besprechungsraum, sondern in einer Art Kantinenbereich stattfand, in dem andere Personen jederzeit mithören konnten.
Beim anschließenden Vertragsangebot stellte ich fest, dass der angebotene Lohn nicht dem entsprach, was mir im ersten Telefonat in Aussicht gestellt worden war. Als ich darauf hinwies und erklärte, dass ich mir die Angelegenheit nochmals überlegen müsse, war die Workmanagement AG offenbar nicht mehr bereit, über die Konditionen zu sprechen.
Einige Tage später erhielt ich dann eine E-Mail mit der Mitteilung, dass die Workmanagement AG dem RAV melden werde, dass ich eine Arbeitsstelle abgelehnt hätte, wenn ich das Angebot nicht annehme.
Das empfand ich als massiven Druck und als völlig unangemessenen Umgang mit einem Stellensuchenden. Aus meiner Sicht wurde hier versucht, mich unter Androhung möglicher Konsequenzen zur Annahme eines Arbeitsvertrags zu bewegen.
Was die Workmanagement AG offenbar nicht wusste: Zu diesem Zeitpunkt war ich aufgrund meiner Freistellung noch gar nicht offiziell beim RAV angemeldet. Ich konnte das Angebot deshalb ablehnen. Die Meldung an das RAV erfolgte dennoch.
Besonders enttäuschend ist für mich, dass ich während des gesamten Prozesses lediglich mit zwei Personen Kontakt hatte – und es sich dabei ausgerechnet um Führungskräfte handelte. Das Vorgehen wurde aus meiner Wahrnehmung nicht etwa korrigiert, sondern von diesen Personen mitgetragen.
Mein Fazit:
Ich würde mich nach dieser Erfahrung nicht noch einmal an die Workmanagement AG wenden. Wer auf Arbeitssuche ist, sollte sich meiner Meinung nach jede Zusage schriftlich bestätigen lassen und sich keinesfalls allein auf mündliche Aussagen verlassen.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier die Situation von Arbeitssuchenden ausgenutzt wird, um möglichst günstige Konditionen durchzusetzen. Besonders die aus meiner Sicht widersprüchlichen Aussagen zum Lohn und der anschließende Druck über eine mögliche Meldung an das RAV haben bei mir einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen.
Ich hatte aufgrund meiner persönlichen Situation das Glück, nicht unmittelbar von einer solchen Meldung abhängig zu sein. Andere Stellensuchende könnten sich jedoch in einer deutlich schwierigeren Lage befinden. Genau deshalb schreibe ich diese Bewertung: Damit andere wissen, worauf sie sich möglicherweise einlassen.
Meine Empfehlung: Alles schriftlich festhalten, Zusagen dokumentieren und sich bei Druck oder Drohungen nicht einschüchtern lassen.
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