Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Würth 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Personalmangel, wenig Wertschätzung, veraltete Strukturen und kaum Perspektive

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Würth AG in Arlesheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Pünktliche Lohnzahlung
13 Monatslohn
Vereinzelt tolle Kolleg:innen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen zusammenhalten

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Extrem hoher Personalwechsel in fast allen Abteilungen – wird intern als „normal“ betrachtet
Kaum Förderung oder Wertschätzung der Mitarbeitenden
Toxisches Arbeitsklima mit Missgunst, Neid und Rücksichtslosigkeit
Kommunikation intern chaotisch, oft zu spät oder fehlerhaft
Keine echte Karriere- oder Weiterbildungsperspektive, externe Weiterbildungen werden blockiert
Geiz-Mentalität trotz Millionen-Umsätzen, fehlende Investitionen in moderne Arbeitsplätze
Führung ohne fundierte Führungsausbildung, teils mit kontraproduktiven Kontrollmechanismen (z. B. wöchentliche 1:1s und Jour fixe)
Bürogebäude veraltet, unhygienisch und nicht zeitgemäß
Ungerechte und widersprüchliche interne Entscheidungen bei Beförderungen
Ungleichbehandlung im Team, Low Performer werden mitgeschleppt, Leistungsträger ausgebrannt

Verbesserungsvorschläge

Führungsebene professionalisieren: Gelernte und qualifizierte Teamleiter einsetzen, um das bestehende Kulturproblem nachhaltig anzugehen.

Kommunikation verbessern: Klare, rechtzeitige und korrekte interne Kommunikation – weg vom „Last-Minute“-Prinzip.

Faire Personalpolitik: Beförderungen und interne Stellenbesetzungen nach Fähigkeiten und Leistung vergeben, nicht nach Sympathie.

Arbeitsbedingungen modernisieren: Büros renovieren, hygienische Standards einhalten und eine zeitgemäße Homeoffice-Regelung schaffen.

Weiterbildung fördern: Mitarbeitende aktiv bei externer und interner Weiterbildung unterstützen, statt diese zu blockieren.

Wertschätzung zeigen: Leistungen anerkennen, regelmässig Feedback geben und Gehälter leistungsgerecht anpassen.

Kollegialität fördern: Missgunst und Neid durch Teambuilding-Massnahmen abbauen und Zusammenarbeit stärken.

Konsequent handeln: Low Performer und toxische Mitarbeitende klar identifizieren und sich im Zweifel auch von ihnen trennen, um die Teamleistung und das Klima zu schützen.

Arbeitsatmosphäre

Die allgemeine Stimmung war stark von hoher Fluktuation, Personalmangel und dauerhafter Mehrbelastung geprägt. Druck von oben, fehlende Wertschätzung und veraltete Strukturen führten dazu, dass es oft schwer war, motiviert zu bleiben. Die Kombination aus mangelnder Kommunikation und ständigen Wechseln im Personal sorgte für Unruhe und wenig Stabilität.

Image

Nach aussen präsentiert sich das Unternehmen als moderner, marktführender Global Player – intern passt dieses Bild jedoch nicht zur Realität. Das tatsächliche Arbeitsumfeld, die Unternehmenskultur und die internen Prozesse stehen in starkem Kontrast zum gepflegten Aussenauftritt. Viele Mitarbeitende erleben den „Glanz“ eher als Fassade.

Work-Life-Balance

Zwei Homeoffice-Tage pro Woche wurden angeboten – im Vergleich zu anderen Unternehmen ist das jedoch schwach. Zudem herrschte wenig Vertrauen seitens der Führung, ob man seine Arbeit im Homeoffice wirklich erledigt – eine Denkweise wie aus den 90ern. Die Büros selbst sind alt, unmodern und in einem unhygienischen Zustand (inklusive stark riechendem Teppichboden), was die Motivation zusätzlich senkt.

Karriere/Weiterbildung

Interne Aufstiegsmöglichkeiten sind stark begrenzt und wirken oft willkürlich. Qualifikationen und Leistung scheinen bei internen Bewerbungen nicht ausschlaggebend zu sein – teils werden Personen ohne die geforderten Fähigkeiten bevorzugt. Weiterbildung wird nicht aktiv gefördert; externe Weiterbildungen werden eher behindert als unterstützt. Wer sich fachlich entwickeln möchte, muss dies meist in der Freizeit und auf eigene Kosten tun

Gehalt/Benefits

Pünktliche Lohnzahlung und ein 13. Monatslohn sind die wenigen Pluspunkte. In fast drei Jahren gab es keine einzige Lohnerhöhung, trotz konstant sehr guter Leistung. Weiterbildung wird nicht gefördert, externe Weiterbildungen werden eher kritisch gesehen. Sozialleistungen sind Standard, aber nicht überdurchschnittlich – hier wäre deutlich mehr möglich, gerade für ein Unternehmen dieser Grösse und Marktposition.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach aussen wird auf Nachhaltigkeit und soziales Engagement verwiesen, intern ist davon jedoch wenig spürbar. Umweltaspekte oder soziale Verantwortung spielen im Arbeitsalltag kaum eine Rolle. Vieles wirkt eher wie Imagepflege als gelebte Unternehmenspraxis.

Kollegenzusammenhalt

Es gab vereinzelt engagierte und loyale Kolleg:innen, mit denen die Zusammenarbeit gut funktionierte. Leider wurde echter Zusammenhalt nicht gefördert – im Gegenteil: Missgunst und Neid waren häufig spürbar. Teilweise herrschte eine „Messer-in-den-Rücken“-Mentalität. Hinzu kam, dass Low Performer im Team mitgeschleppt wurden, was die Erwartung erzeugte, deren Arbeit gleich mit zu übernehmen – für mich eine völlig weltfremde und demotivierend wirkende Situation.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden grundsätzlich integriert, jedoch oft genauso stark dem hohen Leistungsdruck und den unrealistischen Erwartungen ausgesetzt wie jüngere. Rücksicht auf Erfahrung, gesundheitliche Einschränkungen oder längere Betriebszugehörigkeit wird kaum genommen – entscheidend ist in erster Linie, ob jemand die geforderte Leistung sofort bringen kann.

Vorgesetztenverhalten

Es fehlt an ausgebildeten Führungskräften – jeder Teamleiter, den ich kennengelernt habe, hatte keinen eidg. Fachausweis als Teamleiter, und das merkt man im täglichen Miteinander deutlich. Entscheidungen wirken oft planlos, Feedback ist selten konstruktiv, und interne Wechsel werden nach fragwürdigen Kriterien vergeben. Wöchentliche 1:1-Gespräche und Jour Fix-Meetings sind hier eher kontraproduktiv: inhaltslos, zeitfressend und ohne erkennbaren Mehrwert.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen erinnern eher an ein mitteloses Start-up als an einen millionenschweren Marktführer in der Baubranche. Extreme Sparkultur, veraltete und unattraktive Bürogebäude, schäbige und unhygienische Teppiche, die muffeln. Ausstattung und Infrastruktur sind nicht mehr zeitgemäß für 2025. Die „Geiz-ist-geil“-Mentalität wird hier auf ein neues Level gehoben – und das spürt man täglich.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist mangelhaft – egal ob es um Konzernentscheidungen, Aktionen oder wichtige interne Abläufe ging. Vieles wurde erst auf den letzten Drücker oder sogar fehlerhaft kommuniziert. Oft musste man sich Informationen mühsam selbst zusammensuchen – wie auf einem Ramschmarkt. Für ein Unternehmen dieser Grösse ist das peinlich und unprofessionell.

Gleichberechtigung

Offiziell wird Gleichberechtigung grossgeschrieben, in der Praxis hängt vieles von Sympathien und internen Netzwerken ab. Qualifikation und Leistung treten oft hinter persönlichen Beziehungen zurück. Interne Wechselentscheidungen wirken nicht immer transparent oder fair – teils werden Bewerber mit denselben Defiziten eingestellt, für die man selbst abgelehnt wurde.

Interessante Aufgaben

Eingestellt wurde ich offiziell für den Bereich Kundenrückgewinnung, hierarchisch jedoch im Aussendienst angesiedelt – obwohl ich nie im Aussendienst gearbeitet habe. Stattdessen musste ich über weite Strecken gleichzeitig Telefonverkauf, Backoffice und Kundenrückgewinnung abdecken – meist aufgrund chronischem Personalmangel. Dadurch fehlte die Möglichkeit, sich auf den eigentlichen Kernbereich zu konzentrieren, und die Arbeit wirkte oft planlos und wenig strategisch.

2Hilfreichfinden das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.