1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Die Technologie und das Produkt haben grosses Potenzial. Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden (ohne Führungsebene) war herzlich und angenehm. Die Arbeitsumgebung ist teilweise modern und gut ausgestattet.
Die Führungsebene war desinteressiert und kommunikationsarm. Es gab so gut wie keine Einarbeitung, in der gesamten ersten Woche kaum mehr als fünf Stunden Einführung. Informationen fliessen im Unternehmen kaum, niemand weiss genau was von ihm erwartet wird. Verbesserungsvorschläge werden nicht gerne gehört. Trotz laufendem Bau einer deutlich grösseren Anlage fehlt es an funktionierenden Prozessen, Dokumentation und nachvollziehbaren Abläufen. Die Fluktuationsrate ist sehr hoch, im vergangenen Jahr haben rund 14 Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Die Kernzeiten werden kommuniziert, aber in der Praxis wird deutlich frühere Anwesenheit erwartet.
Klare Einarbeitungsprozesse einführen, Kommunikation zwischen Führung und Mitarbeitenden verbessern, und Prozesse dokumentieren bevor weitere Kapazitäten aufgebaut werden.
Unter den Mitarbeitenden ohne Führungsverantwortung herrschte eine angenehme und freundschaftliche Stimmung. Die Atmosphäre wurde jedoch stark durch die desinteressierte und distanzierte Haltung der Führungsebene belastet.
Nach aussen wirkt das Unternehmen modern und innovativ, der erste Eindruck beim Schnuppertag war tatsächlich positiv. Die interne Realität unterscheidet sich jedoch stark vom äusseren Erscheinungsbild.
Die wöchentliche Arbeitszeit ist hoch. Obwohl Kernzeiten kommuniziert werden, wird in der Praxis deutlich frühere Anwesenheit erwartet und ein frühzeitiger Arbeitsschluss nicht gerne gesehen.
Keine strukturierte Einarbeitung, keine erkennbaren Entwicklungsmöglichkeiten. In meinen knapp Zeit erhielt ich insgesamt kaum mehr als fünf Stunden Einführung, obwohl umfangreiche Koordinationsaufgaben erwartet wurden. Die Fluktuationsrate spricht für sich: im vergangenen Jahr verliessen rund 14 Mitarbeitende das Unternehmen.
Das angebotene Gehalt war marktüblich. Die Sozialleistungen entsprechen dem Standard, nichts Aussergewöhnliches in beide Richtungen.
Schwer zu beurteilen. Das Produkt selbst hat einen ökologischen Ansatz, jedoch vermisste ich intern jegliches Bewusstsein für soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden.
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war positiv und herzlich, eine der wenigen Stärken des Unternehmens.
Der Umgang unter den Kollegen war respektvoll. Auffällig war jedoch, dass kaum jüngere Mitarbeitende im Unternehmen tätig sind, und von den wenigen Jüngeren war niemand länger als ein Jahr angestellt. Die erfahreneren Mitarbeitenden stehen kurz vor der Pensionierung. Dies spiegelt die hohe Fluktuation wider.
Die Führungsebene war durchgehend desinteressiert und kaum präsent. Die lokale Führungsperson war während des Arbeitstages über weite Strecken auf dem Firmengelände nicht auffindbar, erreichbar war sie in der Regel nur kurz am Morgen, nach der Mittagspause und vor Feierabend. Es wurde erwartet, dass neue Mitarbeitende ohne jegliche Einarbeitung sofort eigenständig koordinieren. Konstruktive Verbesserungsvorschläge wurden nicht willkommen geheissen.
Teils moderne und gut ausgestattete Bereiche, teils fehlende Grundausstattung. Werkzeuge wurden erst während meiner Anwesenheit bestellt, zuvor wurden sie von Hand zu Hand weitergegeben.
Informationen fliessen im Unternehmen kaum. Niemand wusste genau, was von ihm erwartet wird. Als neuer Mitarbeiter erhielt ich trotz mehrfacher Nachfrage keine klaren Anweisungen. Mir wurde direkt mitgeteilt, dass ich als neue Person die Informationsquelle sein soll – obwohl ich selbst keinerlei Einblick in die bestehenden Prozesse hatte. Eine SUVA-Korrektionsliste aus dem Februar wurde erst im Mai an einen seit einer Woche angestellten Mitarbeiter weitergegeben – die übrigen Mitarbeitenden hatten das Dokument bis dahin nie gesehen, obwohl die Frist zur Umsetzung Ende Mai ablief.
Im Vorstellungsgespräch wurde Fairness gegenüber allen Mitarbeitenden versprochen. In der Praxis zeigte sich jedoch schnell ein anderes Bild: Einzelne Mitarbeitende erhalten Firmenwagen, Tankkosten und die Anrechnung der Pendelzeit als Arbeitszeit – andere hingegen gar nichts Vergleichbares. Das Thema Gehalt ist intern ein Tabu, was vermutlich auf bestehende Ungleichheiten hindeutet.
Das Produkt und die eingesetzte Technologie haben grosses Potenzial und sind innovativ. Leider fehlt es an funktionierenden Prozessen und Strukturen, um dieses Potenzial tatsächlich zu nutzen. Trotz geringer Verkaufszahlen und fehlender Dokumentation wird aktuell eine deutlich grössere Anlage gebaut.