Enttäuschend
Arbeitsatmosphäre
Es wird ohne Umschweife deutlich klar gemacht, dass es stressig ist. Sei es eine Montage oder eine Wartung. Es wurde einmal beanstandet, dass eine Lampe schief ist. Als ich diese dann gerade machen wollte, hieß es nach kurzer Zeit, ich solle mich nicht mit dererlei Kleinigkeiten aufhalten.
Es werden generell zu viele Aufträge angenommen. Es wird jedoch so dargestellt, es läge an den Kunden, welche wollten dass man vor Tag X noch vorbeikommt. Es wird auch versucht, dem Mitarbeiter ein schlechtes Gewissen oder zumindest Zeitdruck zu vermitteln, in dem vom Chef gesagt wird, dass man auch am Wochenende noch arbeiten müsse. Dies wurde mir aber nie angeboten.
Mit den Kollegen hat die Arbeit immer super geklappt. Vor dem Chef musste man jedovh stets Angst haben etwas falsches zu sagen oder zu machen.
Work-Life-Balance
Unangekündigt längere Arbeitstage von bis zu 14h inklusive Fahrzeit setzten eine hohe Flexibilität voraus. Indirekt wird einem das Gefühl vermittelt, man solle täglich Überstunden machen. Dies wurde nie offen kommuniziert, der Umstand, dass es aber immer stressig ist, würde auch darauf hindeuten.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es nicht bei 3 Technikern
Gehalt/Benefits
Ist ok, wurde jedoch oft vom Chef dargestellt, als sei es die bestzahlendste Firma der Welt. Dies und das Arbeitsklima machen das Gehalt nebensächlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Absichtliche Zerstörung von Leuchtstoffröhren in der Müllpresse, um diese als Restmüll entsorgen zu dürfen
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind sehr freundlich und entspannt. Waren stets zufrieden mit meiner Arbeit.
Vorgesetztenverhalten
Sobald Kleinigkeiten nicht fertig werden bzw fehlen, warum auch immer wird geflucht. Autotüren werden gegen Werkzeugkoffer geschlagen wenn man sagt, dass das Handy keinen Klingelton von sich gegeben hat, obwohl es laut war.
Die Stimme wird erhoben falls man der Meinung ist, ein Arbeitsweg wäre besser als der Vorgeschlagene. Sollte man bei dieser Meinung bleiben, wird gesagt, die Diskussion ist vorbei.
Man wird vom Chef vor den Kollegen ausgelacht weil man einen Text abgeschrieben hat. Diesen habe ich dann gelöscht und wie vorgeschrieben es an die Sekretärin weitergeben welche es per AI einscannen sollte. Diese erklärte mir, dass dies nicht ginge und nicht erlaubt sei. Der Chef hat seinen Fehler daraufhin nicht richtiggestellt.
Man muss bei diesem Betrieb damit zurechtkommen, dass das Wort des Chefs Gesetz ist. Egal ob es nachvollziehbar ist oder nicht. Auch mit einem Vergreifen im Tonfall sollte man hier umgehen können. Möglichweise bin ich auch verwöhnt durch zuvor stets sehr respektvolle Arbeitgeber, die unter keinen Umständen geflucht hätten oder wütend geworden wären.
Kommunikation
Es wurde gesagt, Kommunikation sei sehr wichtig, die Kündigung habe ich jedoch nur indirekt ohne Gespräch erhalten. Es hieß, ich solle meine Sachen abgeben. Und das, zufälligerweise ein paar Stunden nachdem ich meine Krankmeldung abgegeben habe. Obwohl auch sinngemäß gesagt wurde, dass das Auskurieren von Krankheiten vorginge.
Ein Telefonanruf und eine Mail von mir wurden nie beantwortet. Habe jedoch Ärger bekommen, dafür dass ich 7 min lang einen Anruf übersehen habe (und für das Verbinden meines Handys mit dem Firmenwagen gab es ebenfalls Ärger).
Es wird erwartet, dass man 24/7 erreichbar ist. Auch am Wochenende. Montag früh habe ich 6:50 mein Handy eingeschaltet (7:00 Arbeitsbeginn) und gesehen, dass mein Arbeitsort sich geändert hat. Auf meine Nachricht kam keine Antwort. Ich kam daraufhin zu spät. Diese hat neben vielem Fluchen so einige Vorträge mit sich gebracht. Dabei kam heraus, dass erwartet wird, dass man ganz selbstverständlich auch nach der Arbeit sein Handy im Blick hat, da ja jemand krank werden könnte.
Gleichberechtigung
Ich durfte keine Batteriewartungen alleine machen, da ich unter anderem die Lebenserwartungsdauern von allen Batterien nicht auswenig konnte. Die wusste jedoch auch keiner der Mitarbeiter auf mein Nachfragen.
Interessante Aufgaben
Meist Batteriewartungen