Wertschätzung wird hier klein geschrieben
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hier ein Nachtrag, was nach der Veröffentlichung dieser Bewertung passiert ist:
Nach Veröffentlichung dieser Bewertung wurde sie zunächst deaktiviert, nachdem mein Arbeitsverhältnis gegenüber Kununu angezweifelt worden war. Ich habe daraufhin Dokumente als Nachweis eingereicht. Anschließend wurde die Bewertung wieder veröffentlicht.
Darüber hinaus erhielt ich über den Arbeitgeberverband Ruhr-Lippe ein anwaltliches Aufforderungsschreiben mit der Forderung, meine Bewertung zu löschen. Ich habe darauf ausführlich schriftlich geantwortet und meine Darstellung anhand vorhandener Unterlagen erläutert. Weitere rechtliche Schritte sind mir bislang nicht bekannt.
Mir ist bewusst, dass jeder Sachverhalt unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Diese Bewertung gibt daher meine persönlichen Erfahrungen wieder. Soweit ich Tatsachen schildere, beruhen diese auf Ereignissen, die ich dokumentieren oder nachweisen kann.
Mein Fazit: Wer einen Arbeitgeber sucht, bei dem Transparenz, Wertschätzung und ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitern im Mittelpunkt stehen, sollte sich aus meiner persönlichen Sicht genau informieren.
Verbesserungsvorschläge
Ich kann vor diesem Arbeitgeber nur warnen. Wer hier Engagement zeigt, wird nach meiner Erfahrung lediglich als Ressource gesehen, die man maximal ausnutzt und bei Problemen sofort fallen lässt. Die extrem hohe Fluktuation – mit neuen Gesichtern fast alle vier Monate – spricht rückblickend Bände über das dortige Betriebsklima.
Ich habe mich stets gerne für das Unternehmen vernetzt, doch die Arroganz, mit der unbezahltes Networking am Abend als absolute Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wurde, zeigt deutlich, wie wenig die Mitarbeiter dort wert sind. Echte Wertschätzung? Fehlanzeige.
Richtig schockierend wurde es jedoch auf rechtlicher Ebene: Unmittelbar nach Bekanntgabe meiner Schwangerschaft wurde beim ersten Krankheitsfall versucht, mich mit einer hanebüchenen Begründung (angebliche Probezeit) loszuwerden. Erst eine Klage meinerseits konnte dieses rechtswidrige Verhalten stoppen. Auch nach einer späteren, schweren und lebensverändernden Erkrankung bewies die Geschäftsführung eine erschreckende soziale Kälte – statt Genesungswünschen folgte die Kündigung prompt nach der Elternzeit.
Zudem scheint man es mit dem Datenschutz nicht genau zu nehmen: Trotz explizitem Widerruf meiner Einwilligung werden meine Bilder weiterhin für das Firmen-Marketing auf LinkedIn missbraucht. Mein Fazit: Wer einen Arbeitgeber mit Rückgrat, Anstand und Respekt vor dem Gesetz sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse.
Vorgesetztenverhalten
Nachtrag zur Arbeitgeberantwort (August 2026):
Da dort von einem „Jahre zurückliegenden Arbeitsverhältnis“ gesprochen wird, möchte ich den zeitlichen Ablauf richtigstellen: Mein Arbeitsverhältnis endete erst im März 2026.
Die Bewertung wurde lediglich ergänzt, nachdem sie zunächst deaktiviert worden war und ich später ein anwaltliches Aufforderungsschreiben mit der Forderung erhielt, sie zu löschen.
Die erwähnten „Gespräche über Leistung und Ergebnisse“ ändern nichts daran, dass nach Bekanntgabe meiner Schwangerschaft eine Kündigung ausgesprochen wurde, gegen die ich arbeitsgerichtlich vorging und die schließlich gegenstandslos wurde.
Auch die Darstellung meiner Leistung erscheint mir widersprüchlich: Einerseits wird nun auf Gespräche über Leistung und Ergebnisse verwiesen, andererseits wurde selbst vorgetragen, dass das Recruiting während meines lediglich 14 - Tage Urlaubs (teils unbezahlt) zum Stillstand gekommen sei.
Fairerweise aktualisiere ich einen Punkt meiner ursprünglichen Bewertung: Die von mir beanstandeten Bilder wurden inzwischen entfernt.
Den Leserinnen und Lesern überlasse ich es, sich anhand beider Darstellungen selbst ein Bild zu machen.