Gut am Arbeitgeber finde ich
Da fällt einem rückblickend betrachtet einfach nicht viel ein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu viel um es aufzuzählen.
Verbesserungsvorschläge
Generelle Unternehmensstruktur ändern.
Geschäftsführung und das leitende Personal entweder für die Mitarbeitenden sensibilisieren oder direkt komplett austauschen.
Mehr Benefits oder Anreize für die Mitarbeitenden schaffen und endlich eine Unternehmenskultur errichten, die für alle Beteiligten erträglich wird.
Des Weiteren sollte das komplette Ausbildungsprogramm der gesamten Unternehmensgruppe eingestellt werden. Dieses ist nämlich eine Zumutung für sämtliche derzeitige und künftige Azubis.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist weitestgehend von Negativität geprägt.
Ein Mix aus ungeschulten, überforderten und ständig wechselnden Personal ist normal. Das anständige und vertragsgemäße ausbilden eines Auszubildenden kommt dort natürlich zu kurz.
Dies ist jedoch hinsichtlich der gering zu haltenden Personalkosten nicht auf der Liste der Geschäftsführung.
Karrierechancen
Karrierechancen gibt es kaum.
Von allem was man als Azubi mitbekommt, bleiben die meisten langjährigen Mitarbeiter genau dort wo Sie starten oder Sie wechseln höchstens mal die Abteilung (gehupft wie gesprungen).
Darüberhinaus soll die 2% Gehaltserhöhung alle paar Jahre einen vergessen lassen, wie groß die Probleme im Unternehmen wirklich sind.
Frauen haben außerdem ebenfalls keinerlei Chance in Führungsrollen hineinzuwachsen.
Arbeitszeiten
Ein "modernes und anpassbares" Gleitzeitkonto wird versprochen, hier kann sich jedoch nur auf eine weitere Enttäuschung gefasst gemacht werden.
Es gibt starre Arbeitszeiten. Keine allgemeine Möglichkeit fürs Homeoffice.
Die einzigen die aus diesem Modell profitieren sind diejenigen Mitarbeiter, die durch unerkannten Arbeitszeitenbetrug Plusstunden sammeln können.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung läuft tariflich, dementsprechend kann das Unternehmen keinen großartigen negativen Einfluss darauf nehmen.
Ich persönlich habe eine monatliche Zulage von 500€ ab der Mitte des 2. Ausbildungsjahres erhalten. Offiziell sollte dies als "Anerkennung für die gute Arbeitsleistung während der Ausbildung" dienen. Ich sehe es im Nachhinein eher als Kompensationszahlung für die misslungene Ausbildung.
Die Ausbilder
Mein persönlicher Ausbilder hat seine Beschäftigung nach meinem ersten Ausbildungsjahr gekündigt.
Um Ersatz wurde sich nie gekümmert, weswegen ich die restliche Ausbildung ohne einen Ausbilder durchlebt habe.
Auf die Anfrage ob dies so korrekt sei, wurde sich nicht um eine Rückmeldung gekümmert.
Spaßfaktor
Der einzige Vorteil, der eventuell Spaß bringt, sind einige Kollegen welche selber noch nicht den Absprung geschafft haben.
Aufgaben/Tätigkeiten
Übliche Tätigkeiten. Jedoch wird aus Sicht des Auszubildenden nicht darauf geachtet, dass Inhalte vermittelt werden. Man dient eher als Füllmittel der übermäßigen personellen Lücken.
Variation
Die Variation gibt es kaum. Je nachdem wo gerade Personal gebraucht wird, wird man eingesetzt.
Wie bereits beschrieben sorgt dies dafür, dass viele Ausbildungsinhalte fern bleiben und Lücken entstehen.
Respekt
Respekt von der Geschäftsführungsebene braucht man nicht zu erwarten.
Das einzige was regelmäßig vorkommt sind zweifelhafte Entscheidungen die zum Kopfschütteln anregen, gepaart mit Aussagen die einen daran zweifeln lassen, dass die nötige Expertise fehlt um ein Geschäft in solch einer Größe nachhaltig leiten zu können.