Unfairness auf höchstem Niveau
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht bestand eine deutliche Zwei-Klassen-Struktur. Es entstand der Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende – insbesondere solche, die als „bevorzugte Personen“ der Führung galten – regelmäßig von zusätzlicher Hardware, Sonderbehandlungen und Sonderzahlungen profitierten, obwohl es sich dabei nicht um besonders außergewöhnlich qualifizierte Mitarbeitende handelte, sondern um ganz normale Fachangestellte. Der Rest des Teams ging hingegen immer leer aus. Unter Mitarbeitenden wurde offen darüber gesprochen, dass Leistungen und Vorteile weniger nach objektiven Kriterien, sondern nach persönlicher Nähe zur Führung vergeben wurden. Dieses Vorgehen empfand ich als nicht fair. Man hatte den Eindruck, dass davon ausgegangen wurde, solche Unterschiede würden nicht bekannt werden. In der Praxis kamen diese Ungleichbehandlungen jedoch immer ans Licht, was zu zusätzlicher Unzufriedenheit und Vertrauensverlust führte.
Rückblickend bin ich froh, das Unternehmen verlassen zu haben. Die Zeit dort habe ich persönlich als äußerst belastend empfunden – für mich war es eine der demütigendsten beruflichen Erfahrungen. Besonders enttäuschend war zudem der Umgang mit Mitarbeitenden, sobald sie offenbar nicht mehr ins Bild passten oder „nicht mehr gebraucht“ wurden. In solchen Fällen erhielt man ein derart unangemessenes und respektlos wirkendes Angebot, dass man sich dafür beinahe fremdschämen musste. Ein wertschätzender und fairer Umgang sieht aus meiner Sicht anders aus.


