Auch wenn’s am Ende für mich nicht mehr gepasst hat, Stuttgart ist eine gute Wahl
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsatmosphäre ist trotz einiger Baustellen wirklich sehr gut. Außerdem ist man grundsätzlich offen für Veränderungen, auch wenn’s manchmal länger dauert, werden Themen am Ende angegangen und ganz oft umgesetzt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Könnte moderner sein und flache Hierarchien noch besser gelebt werden.
Verbesserungsvorschläge
Bei Hardware einmal sauber nachziehen
Prozesse entschlacken, manches ist unnötig kompliziert
Modernisierung weiter vorantreiben (Ich weiß, das geht nicht von heute auf morgen)
Weniger in Titeln/Positionen denken und mehr nach Bedarf entscheiden. Ich fände es wichtig, dass kein ‘Zwei-Klassen-Gefühl’ entsteht, nur weil jemand eine höhere Position hat.
Arbeitsatmosphäre
Sehr gute Arbeitsatmosphäre und ein wertschätzendes Miteinander in Stuttgart. Ich habe mich im Team immer wohlgefühlt, insgesamt eine sehr positive Erfahrung.
Das Team war durchweg herzlich, respektvoll und fair. Es gab kein Gegeneinander, der Umgang miteinander war ehrlich und unterstützend.
Image
Klar, jeder Arbeitgeber versucht sich nach außen als super zu verkaufen, auch wenn’s in der Realität nicht immer zu 100 % so ist ;-) In dem Fall hat sich das Image aber schon gut mit meiner Erfahrung gedeckt. Zumindest an dem Standort, an dem ich war.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war insgesamt gut und hat für mich meistens gepasst. Ab und zu war’s nur etwas umständlich, weil manche Prozesse eher altmodisch waren. Flexibilität anbieten ist das eine, sie im Alltag easy umzusetzen das andere. Trotzdem: Die Angebote und Möglichkeiten fand ich gut.
Gehalt/Benefits
Ich würde sagen Gehalt ist hier Verhandlungssache, aber der Arbeitgeber muss dafür auch offen sein. In meinem Fall war er das.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt war richtig gut, man konnte sich einfach aufeinander verlassen. Es wurde immer auf Augenhöhe gesprochen, egal wie lange man im Unternehmen ist oder welche Position man hat.
Vorgesetztenverhalten
Wenn es mal verschiedene Ansichten gab, wurde immer eine Lösung gefunden, ohne dass das irgendwie ins Negative gekippt ist. Ich wurde immer fair behandelt und hatte nie das Gefühl, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
Aber ich muss auch sagen, in meinem Fall hatte ich mit meinem Vorgesetzten hauptsächlich zu Aufgabenthemen Berührungspunkte. Ansonsten hab ich nicht super viel von ihm mitbekommen, weil er einfach sehr busy war – zwischenmenschlich gab’s daher nicht so viel Kontakt. Das lag für mich weniger an ihm persönlich, sondern eher an einem Ungleichgewicht zwischen Aufgaben und Verantwortung für Mitarbeitende bei ihm. Es wäre wahrscheinlich gut gewesen, noch eine Person dazwischen zu haben, die einen Teil der Arbeitszeit wirklich für Mitarbeiterführung einplant. Mich persönlich hat das nicht gestört, weil ich mich sehr gut selbst managen kann und so auch ziemlich frei arbeiten konnte. Für andere wiederum ist das essentiell.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren gut. Trotzdem gab es natürlich auch einen Grund, warum ich gegangen bin. Ich hätte mir insgesamt etwas mehr Modernität gewünscht und dass man standortübergreifend (auch in der älteren Generation) offener für Veränderungen ist. In Stuttgart selbst hat vieles super funktioniert, aber insgesamt war da noch Luft nach oben.
Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass Ausstattung/Entscheidungen nicht immer rein nach Bedarf liefen, sondern auch davon abhängig waren, wo man arbeitet. Gerade bei der Technik (z. B. Laptop) hätte ich mir mehr Fokus auf Zuverlässigkeit und Performance gewünscht.
Allgemein:
„Wenn man flache Hierarchien leben will, wäre es super, wenn mehr Dinge wirklich unkompliziert und nach Bedarf gelöst werden können. Statt dass man oft an ‘ eigentlich dürfen das bei uns nur die …’-Grenzen stößt.“
Kommunikation
In Stuttgart & Rottenburg hat die Kommunikation immer sehr gut funktioniert – offen, respektvoll und lösungsorientiert. Mit anderen Standorten hatte ich ab und zu Berührungspunkte in der Zusammenarbeit, da war es manchmal etwas holprig.


