Meine Bewertung von Becker Plastics
Arbeitsatmosphäre
Die ist stimmig. Sobald man Zuverlässigkeit und persönlichen Ehrgeiz einbringt (selbstredend über einen an anhaltenden Zeitraum) wird das erkannt und wertgeschätzt. Es herrscht eine angenehme Fehlerkultur - gerade bei Auszubildenden und jungen Mitarbeitern. Mit sachlichen und konstruktiven Hilfestellungen konnte ich somit viel lernen - nicht nur fürs Berufsleben.
Auch wenn man mal nicht gut drauf ist, wird dies schnell erkannt und darauf eingegangen. Sei es mit aufbauenden Worten oder Freiraum. Wie schon ansatzweise weiter oben beschrieben lebt man bei Becker Plastics ein faires "Geben und Nehmen".
Image
Meines Erachtens ist das Image vom Arbeitgeber ist bei den Mitarbeitern gut. An der Außendarstellung kann noch gearbeitet werden, wird es auch.
Work-Life-Balance
Meine Ausbildung (Industriemechaniker - Maschinen- und Anlagenbau) und meine ersten Jahre als Geselle habe ich in der Instandhaltung bei Becker Plastics verbracht. Da war die Kernarbeitszeit von 6-14:30 Uhr. Das ist natürlich sehr entspannt. Freitags war sogar schon um 13:30 Uhr "Schicht im Schacht". Wenn man mal eher gehen wollte, kurzfristig Urlaub benötigte oder auch mal später kommen wollte, war dies überhaupt kein Problem.
Tariflich hat man 38 Urlaubstage - meiner Meinung nach ein großes Plus.
Seit 2018 bin ich im Projektmanagement tätig. Seitdem habe ich "Gleitzeit" mit einer fast schon frei zu interpretierenden Kernarbeitszeit.
Ich kann mir meine Arbeitszeit frei einteilen, Urlaube nehmen wie ich will und an sich kann ich von überall aus arbeiten wo ich will. Ich halte mich für meine Arbeitszeit dennoch lieber in der Firma auf.
Karriere/Weiterbildung
Schon während der Ausbildung habe ich in Abendschulform meinen Maschinenbautechniker angefangen. Insgesamt dauerte die Weiterbildung vier Jahre. Nach zwei Jahren der Weiterbildung wurde ich schon auf die Technikerstelle befördert. Das spricht für die Unternehmung - vielleicht aber auch für mich ;)
Somit wechselte ich an den Schreibtisch, den ich anstandslos mitsamt Equipment für meine Technikerarbeit nutzen durfte. Der maschinelle Part wurde hier ebenfalls größtenteils gefertigt und von Becker Plastics übernommen.
In den vier Jahren musste ich 4 mal abends pro Woche los zur Schule. Dazu und fürs Lernen wurde mir immer die Zeit gegeben. Für die Abschlussprüfungen habe ich Sonderurlaub erhalten.
Sofern man mit seiner Arbeit und Leistung ein wenig in Vorleistung geht, sich hier und da engagiert, wird dies erkannt, honoriert und im Laufe der Zeit entlohnt.
Gehalt/Benefits
Die Becker Plastics GmbH ist an die IG Metall angesiedelt. Also an sich ist die Bezahlung okay, natürlich kann man nie zu viel Geld verdienen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Da stehen wir noch in den Startlöchern, denke ich.
Kollegenzusammenhalt
Der ist wirklich klasse! Ab und an denkt ja jeder mal nach sich beruflich zu verändern. Ein Hauptgrund warum ich dies nicht getan habe und schon ein Drittel meines Lebens bei Becker Plastics arbeite (zur Info; ich bin 30 Jahre alt) waren eben meine Kollegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Da bin ich noch der falsche Ansprechpartner. Ich für meinen Teil kann aber sagen, dass ich gerade mit meinen älteren Kollegen sehr gerne arbeite.
Wenn Kollegen in den Ruhestand gehen wird gemeinsam gegrillt und sofern sie denn möchten, können sie weiter ein paar Stunden bei uns arbeiten.
Vorgesetztenverhalten
Meine ehemaligen Meister haben sich während meiner Ausbildung sehr gut um mich gekümmert. Die beiden sind ganz lockere Typen mit einer hohen fachlichen Intelligenz, die sie mir meiner Meinung nach sehr gerne weitergereicht haben. Wenn man (gerade als junger Mann) den ein oder anderen Hinweis brauchte um wieder in die Spur zu kommen, wurde der freundschaftlich erteilt.
Mein jetziger und direkter Vorgesetzter ist ein Teil der Geschäftsführung. Mit Ihm bin ich per Du. Wir arbeiten nun seit 5 Jahren vertrauensvoll und sehr angenehm miteinander und haben meiner Meinung nach schon so einiges bewegt, dabei hat er mir nie das Gefühl gegeben, dass meine Stimme weniger wert ist als seine - eher im Gegenteil. Sobald ich meine fachliche Expertise einbringen durfte/sollte, hatte diese schon sehr Gewicht.
Mit den weiteren Mitgliedern der Geschäftsführung (mit denen ich auch immer häufiger zusammenarbeite) arbeite ich ebenfalls sehr gerne zusammen - wie im Prinzip mit all meinen Arbeitskollegen.
Arbeitsbedingungen
Ich habe ein eigenes Büro, einen Laptop und ein Firmenhandy. Zudem einen guten Rechner an dem ich konstruiere.
Kommunikation
Hier und da gibt es mal Diskussionen, welche aber meines Erachtens respektvoll ausgetragen werden und im Berufsleben vollkommen normal und unabdingbar sind. Jeder, der sich für sich eine Meinung gebildet hat, kann diese auch problemlos äußern. Am Ende versucht man einen Konsens zu finden, mit dem man alle Beteiligten mitnimmt.
Gleichberechtigung
Objektiv betrachtet denke ich, dass die Gleichberechtigung gut ist.
Thema Bezahlung:
So weit ich weiß ist die Bezahlung gleich.
Chancengleichheit:
Die Geschäftsführung würde es (denke ich) begrüßen, wenn sich mehr Frauen für einen Job in unseren technischen Abteilungen entscheiden würden. Deshalb ist die Chancengleichheit gegeben.
Interessante Aufgaben
Generell wurden meine Aufgaben von Jahr zu Jahr umfangreicher und interessanter. Gegen Ende meiner Ausbildung wurde mir schon freie Hand gegeben. In der meisten Zeit konnte ich mir die Arbeiten aussuchen und so umsetzen wie ich wollte.
Seit dem Beginn meiner Tätigkeit im technischen Projektmanagement wurde der Umfang (Kosten, Auswirkungen auf die Unternehmung, etc.) noch größer und interessanter. Dazu gehörte es auch Lieferanten zu besuchen und auf Messen zu gehen. Generell ist es meinem Vorgesetzten wichtig, dass ich in meinem Bereich (der mich auch sehr interessiert) immer auf dem neuesten Stand bin.
Natürlich muss und musste man ab und an Arbeiten ausführen, die einem nicht ganz so gefallen. Salopp gesagt ist man im Berufsleben aber nicht bei Wünsch-dir-was. Das ist aber auch absolut in Ordnung.