Top für berufliche Weiterentwicklung & Networking; Flop für Work-Life-Balance
Arbeitsatmosphäre
Atmosphäre ist prinzipiell eine sehr angenehme Mischung aus locker und zugleich professionell. Seit der Pandemie hat sich das Geschehen allerdings (verständlicherweise) sehr stark ins Homeoffice verlegt, worunter die Atmosphäre klar (und leider dauerhaft) gelitten hat. Die hohe Arbeitslast (a.k.a. Stress) zieht zudem die eigentlich positive Atmosphäre runter.
Image
Bitkom ist mit Sicherheit einer der bekanntesten, wenn nicht sogar DER bekannteste unter den deutschen Industrie- und Wirschaftsverbänden. Die Kommunikationsabteilung leistet erstklassige Arbeit und schafft es immer wieder, den Verband in den Mittelpunkt des Interesses von Politik und Gesellschaft zu rücken. Im Verhältnis zu einigen anderen Verbänden ist das Image dabei - trotz manchmal kontroverser Positionen - erstaunlich positiv.
Work-Life-Balance
Der mit Abstand größte Kritikpunkt am Bitkom ist die (zumindest in vielen Bereichen dort) sehr hohe Arbeitslast. Dadurch, dass jeder für einen eigenen Bereich (bzw. oftmals mehrere eigene Bereiche) zuständig ist, muss und kann auch nur diese Person sich um alles in diesen Bereichen kümmern - egal wie viel, egal wie stressig. Unzählige Überstunden - meist täglich - gehören für die meisten Mitarbeiter dazu.
Karriere/Weiterbildung
Der Bitkom ist unzweifelhaft ein super Sprungbrett in andere Unternehmen bzw. generell andere Jobs, sowohl was die eigene Weiterentwicklung während der Zeit im Bitkom angeht, als auch die Kontakte / das Netzwerk, als auch das gute Image, das einer Beschäftigung dort anhängt.
Gehalt/Benefits
Sowohl für geleistete Arbeit ist das Gehalt eindeutig zu niedrig. Nahezu egal was man vorher gemacht hat, wird das Gehalt das man erhält hier als niedrig wahrgenommen werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit den Jahren definitiv gestiegen / deutlich besser geworden.
Kollegenzusammenhalt
Habe nur positive Erfahrungen mit den zahlreichen Kollegen gemacht. Sehr professionell, sehr engagiert, und zum allergrößten Teil auch sehr nett. Missgunst oder Reviergehabe gab es nie.
Umgang mit älteren Kollegen
Es herrscht schon eine gewisse systemimmanente Altersdiskriminierung vor im Unternehmen. Insb. bei Einstellungen werden junge Menschen (d.h. meist jünger 30) klar bevorteilt.
Vorgesetztenverhalten
Im großen und ganzen ziemlich OK und fast immer sowohl freundlich als auch professionell. Die oberste Ebene der Geschäftsführung scheint aber etwas losgelöst von der realen Welt der Mitarbeiter zu sein, entscheidet oft erratisch und versteht wenig, womit sich die Mitarbeiter eigentlich beschäftigen.
Arbeitsbedingungen
Vor Ort im Büro gibt es sehr gute Infrastruktur und auch für das Homeoffice werden eine Reihe von guten Utensilien zur Verfügung gestellt. Alles ist modern und gut gepflegt. Die schicke Gemeinschaftsküche in der Geschäftsstelle ist super nice. Die Downside des ganzen Büroumbaus hin zu einer 'modernen Arbeitsumgebung' ist, dass nun alles so offen ist, dass ungestörtes Arbeiten sich oft schwierig gestaltet (und sich eher wie in amerikanischen Großraumbüros anfühlt). Durch die großzügige Homeoffice-Regelung geht das aber und meist lässt sich auch irgendwo eine ruhige Ecke finden.
Kommunikation
Es wird regelmäßig über die vielen verschiedenen Bereiche, Vorgänge, News, Events etc. informiert. Die schiere Masse an Themengebieten und plötzlichen ad-hoc-Entscheidungen und -Projekten führt unweigerlich dazu, dass man trotzdem oft nicht ganz mitkommt, was sich aber vermutlich schwer verhindern lässt.
Gleichberechtigung
Verhältnis Männer/Frauen sehr ausgewogen (was super angenehm ist). Menschen mit Migrationshintergrund gibt es zumindest einige.
Interessante Aufgaben
Definitiv interessantes Zeug und davon jede Menge! Langweilig wird es nie!