unprofessionelles Chaos mit widersprüchlichen Erwartungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Obstkorb mit Bananen von montags bis donnerstags. In Q4 sogar mit Mandarinen.
Diversität wird gelebt. Alter, Herkunft oder Orientierung haben keinen negativen Einfluss auf die Arbeit (zumindest als Mann).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Fast 50% des Personals bestehen aus Azubis und Studenten. Deshalb mangelt es an Fachwissen.
- Mehr Projekte als man stemmen kann und darüber hinaus niemand mit Expertise zur Umsetzung.
- Das Management verfällt in ständiges Mikromanagement. Fachkräften mit jahrzehntelanger Erfahrung wird gesagt, dass sie doch keine Ahnung haben, obwohl die Führungskräfte keinerlei Expertise im jeweiligen Bereich haben. Einer der Gründe, warum festangestellte Fachkräfte das Unternehmen so schnell verlassen und die Azubi/Studenten-quotte so hoch ist.
Verbesserungsvorschläge
- Professionelle Schulungen, die nicht von den eigenen Praktikanten geleitet werden.
- Fachkräfte statt billige Erasmus-Studenten anstellen
- Neue Führungskräfte einstellen, die moderne Ideen mitbringen
- Lösungen finden, statt immer alles nach dem ersten leichten Misserfolg zu verwerfen
- sich als Führungskraft die Namen der 16 Mitarbeiter einprägen und diese nicht mit "Dings" ansprechen.
Arbeitsatmosphäre
Absolute Stille im Großraumbüro. Jede Minute, die nicht der Arbeit gewidmet wird, wird als "Diebstahl" vom Gehalt gesehen.
Man hat Angst, das einem die Worte im Mund verdreht werden und man schon im nächsten Meeting darauf angesprochen wird.
Kommunikation
Arbeitsanweisungen sind teilweise widersprüchlich, oftmals unklar. Führungskräfte ändern häufig ihre Meinung, wie eine Aufgabe zu erledigen ist, teilen dies aber nicht mit. Deshalb wird man getadelt, da man sich nicht an die Anweisungen hält (die man nie erhalten hat). Es wird häufig vergessen, einzelne Kollegen über beispielsweise Firmenevents zu informieren.
Kollegenzusammenhalt
Hilfsbereit und freundlich. Besonders unter Studenten und Azubis herrscht eine solidarische und hilfsbereite Arbeitsweise. Auch wenn Teamarbeit von der Führungsebene nicht gerne gesehen wird.
Work-Life-Balance
Um Punkt 16.30 verschwinden alle aus dem Büro. Danach hat man Ruhe und kann sich erholen. Sollte es doch zu Überstunden kommen, werden diese gar nicht kompensiert. Für eine Abwesenheit von 2 Stunden wird einem ein viertel Urlaubstag abgezogen. Nacharbeiten kann man die Zeit nicht.
Bei Messe-besuchen verschwindet Work-Life balance komplett für mehrere Tage. Man hat kaum Rückzugsmöglichkleiten. Die Mehrarbeit wird kaum kompensiert.
Vorgesetztenverhalten
- Nur oberflächliche Freundlichkeit. Obwohl es nur ein kleines Unternehmen ist, wird man behandelt wie ein Objekt. Leute werden von einer gewissen Führungskraft oftmals mit "Dings" angesprochen.
- Man stellt sich als aufgeschlossen dar, setzt aber dennoch immer den eigenen Willen durch, ohne neue Ideen zu beachten. Sehr konservativ. Die Führungsebene hat kaum Erfahrung aus anderen Firmen. Da sie fast nur bei C&L gelernt haben, sind ihre Ansichten sehr einseitig und veraltet.
Interessante Aufgaben
Man erhält die ganze Zeit haufenweise neue Projekte. Niemand weiß wie man diese Umsetzen soll. Selbst die Führungsebene kann keine richtige Richtung angeben. Dennoch werden einschlägige Resultate erwartet. Deshalb sind die Aufgaben oft ohne Ziel und nur frustrierend.
Gleichberechtigung
Überraschender Weise ist diese trotz der konservativen Kultur sehr Stark. Es gibt Kollegen aus verschiedensten Ländern. In der Führungseben gibt es beispielsweise auch gleichgeschlechtliche Orientierung, weshalb auch dieses Thema besonders professionell angegangen wird.
Nur Frauen gegenüber fallen gelegentlich grenzwertige oder gar abwertende Kommentare. Manchmal wird vergessen, dass man sich in einer kollegialen und nicht in einer romantischen Beziehung befindet.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden wie alle anderen behandelt. Es gibt jedoch keine Bemühungen, diese zu integrieren.
Arbeitsbedingungen
Höhenverstellbare Tische und mehrere Bildschirme. Relevante Arbeitsmittel sind vorhanden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird bestenfalls als Werbemittel genutzt. Pures "green washing"
Gehalt/Benefits
ist pünktlich, aber unterdurchschnittlich.
Image
Von mehreren Partnern, besonders für IT-Integration wird C&L als schlechtester Kunde gesehen.
In den Telefonaten wird krampfhaft versucht, kostenlos wichtige Informationen und Beratung zu erhalten, nur um Probleme provisorisch selbst zu Lösen. C&L verlangt immer besten Service, ohne dafür entsprechend zahlen zu wollen.
Karriere/Weiterbildung
Guter Ort für ein erstes Praktikum, da man schnell übermäßig viel Verantwortung zugespielt bekommt. Man lernt mit Stress und Problemen umzugehen.
Da viele Prozesse provisorisch von ehemaligen Praktikanten aufgestellt und von der Firma übernommen wurden, sind die Prozesse oft unprofessionell. Deshalb lässt sich nach wenigen Monaten nichts relevantes mehr lernen.