Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

comPLUS 
Generaldistribution 
GmbH
Vorstellungsgespräche

Ihr Unternehmen?

Verbindliches Versprechen im Gespräch, Absage 20 Tage vor geplantem Start

1,0
Absage
Bewerber/inHat sich 2026 in Oberursel als Technical Support Engineer beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Der Bewerbungsprozess war für mich im Ergebnis extrem enttäuschend und hat mein Vertrauen massiv beschädigt.

Im Gespräch am 17.03. wurde mir aus meiner Sicht nicht nur eine vage Möglichkeit in Aussicht gestellt, sondern eine klare berufliche Perspektive mit Start zum 01.06. vermittelt. Besonders schwer wiegt für mich, dass dies nicht nüchtern-unverbindlich formuliert wurde, sondern sehr persönlich: sinngemäß wurde mir gesagt, man könne sich auf das Wort des Geschäftsführers verlassen, „ein Mann, ein Wort“, und dass man dazu stehe.

Genau darauf habe ich mich verlassen.

Ich habe im Gespräch auch ausdrücklich gesagt, dass ich mich für diese Position freihalte. In den folgenden Wochen habe ich meine berufliche Planung auf diese Zusage ausgerichtet und mich nicht mehr in gleicher Weise anderweitig beworben, weil ich davon ausging, dass die Zusammenarbeit grundsätzlich vereinbart ist und nur noch Details, Stellenprofil und Vertrag folgen.

Das Stellenprofil und der Vertragsentwurf sollten zeitnah kommen. Tatsächlich musste ich mehrfach selbst nachfassen. Die Kommunikation zog sich über Wochen, obwohl der geplante Starttermin 01.06. immer näher rückte.

Besonders problematisch war für mich der Umgang mit der Gehaltsfrage. Die Position war inhaltlich anspruchsvoll und breit angelegt, u. a. technische Betreuung, Kunden- und Herstellerkommunikation, Konfiguration, Prozessaufbau und weitere Themen. Es war daher völlig legitim, über den Gehaltsrahmen zu sprechen. Ich habe ausdrücklich klargestellt, dass meine genannte Gehaltsorientierung keine starre Mindestforderung und kein Ultimatum war. Mir wurde nach meiner Erinnerung sogar vermittelt, dass man über solche Punkte offen sprechen könne und dass dies nicht zum Ausschluss führen werde.

Umso unverständlicher war dann die Absage am 11.05., also nur rund 20 Tage vor dem geplanten Arbeitsbeginn zum 01.06., mit der Begründung, meine Gehaltsvorstellungen lägen außerhalb des Budgets. Ein konkretes Gegenangebot wurde nicht gemacht. Ein weiteres persönliches Gespräch zur Klärung gab es ebenfalls nicht.

Aus Bewerbersicht empfinde ich diesen Ablauf als äußerst unfair: Erst wird eine verbindliche Perspektive aufgebaut, dann zieht sich der Prozess über Wochen, dann wird eine zuvor als besprechbar dargestellte Gehaltsfrage zum Absagegrund, und am Ende steht eine Absage kurz vor dem geplanten Start.

Wenn es ein festes Budget gab, hätte dieses frühzeitig klar benannt werden müssen. Dann hätte ich selbst entscheiden können, ob dieser Rahmen für mich passt. Stattdessen wurde bei mir über Wochen der Eindruck erzeugt, dass die Zusammenarbeit zustande kommt.

Für mich ist das ein massiver Vertrauensbruch. Wer einem Bewerber in einem Gespräch sehr verbindlich eine Perspektive vermittelt und ausdrücklich den Eindruck gibt, dass man sich auf dieses Wort verlassen kann, trägt auch Verantwortung dafür, wie der weitere Prozess geführt wird.

Mein Fazit: Die Position klang fachlich interessant. Der Bewerbungsprozess war aus meiner Sicht jedoch unzuverlässig, intransparent und für Bewerber riskant, wenn man sich auf mündlich sehr verbindliche Aussagen verlässt. Eine Absage 20 Tage vor geplantem Start, nachdem zuvor Vertrauen und Planungssicherheit aufgebaut wurden, empfinde ich als absolut inakzeptabel.

Verbesserungsvorschläge

Verbindliche Aussagen sollten erst getroffen werden, wenn Budget, Vertragsrahmen und interne Zustimmung wirklich geklärt sind.

Wenn ein Gehaltsrahmen begrenzt ist, sollte dieser frühzeitig offen genannt werden. Dann kann ein Bewerber realistisch entscheiden, ob die Position passt.

Eine Gehaltsfrage, die zunächst als normal besprechbar erscheint, sollte später nicht ohne Gegenangebot und ohne persönliches Gespräch zum Absagegrund werden.

Wenn einem Bewerber persönlich vermittelt wird, dass er sich auf eine Position einstellen kann, sollte eine spätere Absage nicht kurz vor geplantem Start über eine knappe Nachricht erfolgen.


Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Zufriedenstellende Reaktion

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Erwartbarkeit des Prozesses

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

Schnelle Antwort

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen