Nicht auf Augenhöhe, Bewerbende als Bittsteller, Fragen um den Bewerbungsprozess zu verstehen als negativ gewertet
1,0
Absage
Bewerber/inHat sich 2025 in Karlsfeld als Kaufmännischer Vertriebs & Marketing-Sachbearbeiter beworben und eine Absage erhalten.
Verbesserungsvorschläge
Hinweis für Bewerbende: Für Erstgespräch werden Bewerbende gleich vor Ort geladen, kein Telefon oder Video Gespräch, wie es 2025 üblich ist, um sich erstmal gegenseitig kennenzulernen und gegenseitige Fragen zu klären. Fahrtkosten werden so wie ich die Firma in Form des GF in einem kurzen Telefonat vor dem eigentlich erstem Gespräch kennengelernt habe, sehr wahrscheinlich nicht ersetzt (habe aber nicht gefragt). Auch ist noch ein ca. 3-stündiger Probetag im zweiten vor Ort Gespräch vorgesehen, bei dem auch Bewerbende, die weitaus mehr Erfahrung und Fähigkeiten als in der Stellenanzeige gefordert mitbringen, beweisen sollen, dass sie die Aufgaben der Stelle ausführen können. Für die Sachbearbeiter Stelle wird von der Firma ein Gehaltsrahmen von 16800 bis 36000 Euro brutto / Jahr bei Vollzeit ausgewiesen. Xing z.B. schlägt als Gehaltsrahmen für diese auf deren Plattform beworbene Stelle eine Spanne von 37000 bis 48000 Euro vor. Fragen nach dem Bewerbungsprozess vor dem eigentlichen ersten Gespräch, um mehr Transparenz zu bekommen, werden von dem GF als negativ betrachtet. Auch scheint GF die Meinung zu haben, dass Bewerbende Bittsteller sein sollten und werden nicht auf Augenhöhe angesehen.
Bewerbungsfragen
Nach Bewerbung kam Einladung zu einem Erstgespräch schon vor Ort bei der Firma in Karlsfeld. Auf meine Frage per E-Mail ob es das finale Gespräch auch sei, (da es ja gleich vor Ort ist), kam von der Kundenbetreuerin die Rückmeldung, dass normalerweise noch ein Probetag vor Ort in einem zweiten Gespräch stattfindet. Um mehr Transparenz des Bewerbungsprozesses zu bekommen und die Dauer des Probetags zu erfragen, rief ich bei der Firma an einem Freitag Nachmittag an, um mit der Kundenbetreuerin diese und weitere Fragen, die ich hatte, vor einem vor Ort Termin zu besprechen.
Anstatt der Kundenbetreuerin, mit der ich schon E-Mail Kontakt hatte, nahm eine männliche Person nur mit seinem Namen, ohne die eigene Firma zu nennen, den Anruf entgegen.
Ich fragte, ob die Person sich auch mit der Sachbearbeiter Stelle auskenne, da die Kundenbetreuerin nicht mehr im Hause war.
Er fragte, welche Fragen ich hätte.
Meine Frage aus Transparenzgründen, wie lange der Probetag im 2. vor Ort Gespräch dauern würde, beantwortete der Kollege erst nicht, und ließ mich nur wissen, das er diese Nachfrage eher negativ findet.
Ich habe mich ja schließlich bei dem Unternehmen beworben, und sollte die Chance jetzt nutzen, um mich bei dem vor Ort Gespräch zu beweisen, und den weiteren Bewerbungsprozess auf mich zukommen lassen. Diese Aussage spiegelte schon recht gut die Einstellung des Unternehmens wieder, dass der Bewerbende nicht auf Augenhöhe angesehen wird (schließlich schreibt die Firma die Stelle ja aktiv aus, um Mitarbeiter zu finden, die für die Firma mehr Geld verdienen, als sie kosten), sondern als Bittsteller.
Der Kollege stellte sich nach fünf Minuten als Geschäftsführer der Firma vor.
Er antwortete mir dann doch, dass der Probetag ca. 3 Stunden dauert, in denen die Bewerbende Aufgaben der Stelle bearbeiten sollen. O-Ton des Gründers war, dass die Bewerbende ja viel erzählen können, dass sie die Fähigkeiten und Erfahrung für die Stelle haben. Bei dem Probetag sollen sie das auch beweisen.
Das mein Profil weitaus mehr Erfahrung und Fähigkeiten aufweist, als die Stelle fordert, hatt dem GF anscheinend nicht gereicht, um den Probetag mit der Aufgabenbearbeitung gegen ein "normales" vor Ort Gespräch im 2. Interview zu tauschen.
Meine anderen Fragen, die ich hatte, und die auch wegen des Gesprächs mit dem GF neu aufkamen, habe ich dann nicht mehr gestellt, nachdem meine Frage nach der Dauer des Probetags schon negativ aufgenommen wurde, was ich sehr seltsam fand.
Per E-Mail habe ich nach dem Gespräch mit dem GF der Kundenbetreuerin geschrieben (die auf Antwort wartete, ob ich zu dem ersten vor Ort Termin komme), dass ich als richtiges Erstgespräch ein weiteres Telefongespräch oder Video Gespräch mit ihr (so wie es im Jahr 2025 üblich ist) wegen Effizienzgründen und Wertschätzung gegenüber dem Bewerber anstatt schon eines vor Ort Termins (welcher ja Fahrtzeit und Fahrkosten verursacht) vorschlage. In diesem könne man sich dann kennenlernen und alle gegenseitigen Fragen klären. Wenn es dann von beiden Seiten passen würde, könne man gern das zweite Gespräch, den Probetag, vor Ort durchführen.
Wie zu erwarten (aufgrund des Gesprächs mit dem GF und dessen Beurteilung schon meiner Frage aus Transparenzgründen als negativ), kam dann von der Kundenbetreuerin die Rückmeldung, dass das Unternehmen nicht an einem weiteren Telefongespräch bzw. Videogespräch als richtiges Erstgespräch interessiert ist, und sie sagte mir für die Stelle ab.
Der ganze Prozess zeigt leider wieder einmal, dass Bewerbende bei der Firma "Das Datenhaus GmbH" als Bittsteller angesehen werden, und nicht als Gesprächspartner auf Augenhöhe.