Atmosphäre wie in einer Uni-Prüfung - Ausgesprochen steif und kritisch im Bewerbungsprozess
1,4
Absage
Bewerber/inHat sich 2025 in Berlin als Investment Manager beworben und eine Absage erhalten.
Verbesserungsvorschläge
Flexibilität bei Erstgesprächen: Es sollte die Option für Online-Interviews (z. B. via Teams/Zoom) angeboten werden, insbesondere in den ersten Runden. Die starre Forderung nach Präsenzterminen ohne vorherigen digitalen Austausch ist nicht mehr zeitgemäß.
Anspruchshaltung spiegeln: Die Tonalität und Erwartungshaltung im Gespräch sollten zur tatsächlichen Markt- und Firmengröße passen. Wenn hochqualifizierte Bewerber von deutlich größeren, etablierteren Marktteilnehmern kommen, sollte deren Erfahrung geschätzt statt herabgestuft werden. Dass am Ende nicht einmal ein Feedback gegeben wurde, ist schwer enttäuschend, zumal man selbst nicht wusste, welche Erwartungshaltung vorlag.
Effizienz im Prozess steigern: Die Anzahl der Bewerbungsrunden sollte überdacht und reduziert werden, um den zeitlichen Aufwand für Kandidaten zu minimieren.
Wertschätzung und Augenhöhe etablieren: Ich empfehle dringend, Bewerber als Partner zu verstehen. Ein respektvollerer, offenerer Umgangston im Gespräch würde dem Employer Branding von Periskop Partners AG (ehemals DLE AG) deutlich besser zu Gesicht stehen.
Praxisbezug statt Theorie: Der Fokus sollte auf dem tatsächlichen Erfahrungsschatz und den Erfolgen der Kandidaten liegen, statt sie wie in einer universitären Prüfungssituation theoretisch abzufragen oder auf der Verwendung spezifischer englischer Buzzwords zu beharren.
Bewerbungsfragen
Bereits die Terminierung empfand ich als sehr wenig bewerberfreundlich. Es wurde ohne Flexibilität direkt ein Vor-Ort-Termin zugesendet. Warum in der heutigen Zeit ein solches Kennenlernen nicht zunächst online stattfinden kann, ist für mich unverständlich. Für Bewerber bedeutet diese starre Vorgabe einen erheblichen logistischen Aufwand und eine Einbuße an Urlaubstagen bei der geringen Flexibilität des Arbeitgebers.
Mein Eindruck vom eigentlichen Gespräch war dann leider von einer sehr steifen und unangenehmen Atmosphäre geprägt. Trotz meiner langjährigen, fundierten Berufserfahrung, die ich bei deutlich größeren und namhafteren Marktteilnehmern gesammelt habe, hatte ich das Gefühl, mich durchgehend rechtfertigen zu müssen. Die im Raum stehende Anspruchshaltung und die gefühlte Überheblichkeit der Gesprächsführung passten für mich in keiner Weise zur eigentlichen Firmengröße des Unternehmens. Erbrachte Leistungen wurden eher auf merkwürdige Art in Frage gestellt, anstatt die fundierte Seniorität konstruktiv zu besprechen.
Die vielen "Fachfragen" glichen aus meiner Sicht deutlich eher einer universitären Prüfung als einem professionellen Austausch auf Augenhöhe, wie ich es sonst noch nicht erlebt habe. Zudem wurde offensichtlich ein starker Fokus auf das Einbringen englischer Fachausdrücke gelegt, obwohl die deutschen Pendants fehlerfrei verwendet wurden. Insgesamt wirkte das Gespräch auf mich leider wenig wertschätzend und es fehlte mir an der nötigen Professionalität und einem respektvollen Umgang miteinander.