Unterirdisch!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Helikopter sind beeindruckend – sonst wenig hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe Bewertung insgesamt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Modernität, weniger veraltete Strukturen und vor allem echte Wertschätzung für Mitarbeitende wären dringend nötig.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre leidet erheblich – vor allem aufgrund des Führungsverhaltens, das in vielen Bereichen als belastend und vergiftend wahrgenommen wird.
Image
Ein starkes Image ist nicht erkennbar. Die DRF Luftrettung ist außerhalb des eigenen Umfelds kaum bekannt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hängt stark von der jeweiligen Abteilung ab. Bei dringenden Projekten sind Arbeitstage von 12 Stunden keine Ausnahme – eher die Erwartung. In Bereichen mit Vertrauensarbeitszeit wird weder konsequent erfasst, wie viel tatsächlich gearbeitet wird, noch gibt es transparente Regeln zum Zeitausgleich. Ausgleichsanträge werden informell und oft mündlich geregelt, sodass Mitarbeitende letztlich vom Goodwill der jeweiligen Führungskraft abhängig sind.
Auf der anderen Seite gilt: Wer ein gutes Verhältnis zur Führungskraft hat, kann Arzt-, Handwerker- oder Schulttermine während der Arbeitszeit problemlos wahrnehmen. Dies führt allerdings zu einer spürbaren Ungleichbehandlung innerhalb des Teams.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen wirken stark von persönlichen Beziehungen abhängig. Interne Wechsel sind eher unerwünscht und Weiterbildungen werden nur in begrenztem Umfang angeboten.
Gehalt/Benefits
Es fehlt an jeglicher Transparenz. Neue Mitarbeitende verdienen häufig mehr als langjährige, und Gehaltsanpassungen hängen spürbar vom Verhältnis zur jeweiligen Führungskraft ab. Positiv zu erwähnen sind Sachbezugskarte und JobRad – darüber hinaus ist das Angebot überschaubar.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt variiert stark zwischen den Bereichen. Leider kommt es vor, dass einzelne Führungskräfte sich öffentlich abfällig über andere Abteilungen äußern. Dieses Verhalten wirkt sich unmittelbar negativ auf das Miteinander aus und belastet auch den Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang variiert stark je nach Abteilung. Ich habe sowohl sehr respektvollen als auch deutlich weniger wertschätzenden Umgang erlebt. Besondere Rücksichtnahme gegenüber älteren Mitarbeitenden war insgesamt nicht erkennbar.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten stellt aus meiner Sicht eines der größten Probleme dar. Mehrfach gemeldetes unangemessenes Verhalten einzelner Führungskräfte führte nach meinem Eindruck zu keinen Konsequenzen, während Mitarbeitende, die Missstände offen angesprochen haben, das Unternehmen verlassen haben. Für betroffene Beschäftigte war keine Unterstützung seitens des Unternehmens erkennbar.
Offensichtlich ungeeignete Führungskräfte müssen weder Konsequenzen befürchten noch werden sie entwickelt. In einigen Bereichen fehlt zudem ein verlässlicher Zugang zum Betriebsrat, sodass Mitarbeitende ohne wirksamen Schutz dastehen. In manchen Abteilungen kam es innerhalb eines Jahres zu auffällig vielen Abgängen – auch hier ohne sichtbare Folgen für die verantwortliche Führungsebene.
Zudem wirken einzelne Stellenbesetzungen durch persönliche Beziehungen begünstigt, während Bewerbungsprozesse wenig transparent sind. Die DRF müsste dringend ihre eigenen Werte auf die Führungskultur übertragen – bisher geschieht das nicht.
Arbeitsbedingungen
Teilweise wird noch in Großraumbüros gearbeitet – auch von Mitarbeitenden, die viel telefonieren müssen. Diese Bürokonzepte gelten inzwischen als wenig gesundheitsförderlich. Zwar gibt es Homeoffice-, Remote- und Arbeiten-im-Ausland-Regelungen, jedoch nur ausgewählte Mitarbeitende erhalten Diensthandys. Wer mobil arbeiten möchte, muss private Geräte nutzen und entsprechende Apps installieren – ohne Kostenbeteiligung des Arbeitgebers.
Kommunikation
Trotz eindeutiger Rückmeldungen aus der Mitarbeiterbefragung zu dem Wunsch nach transparenter, offener und wertschätzender Kommunikation hat sich faktisch nichts verändert. Stattdessen werden Mitarbeitende regelmäßig vor vollendete Tatsachen gestellt. Entscheidungswege bleiben im Dunkeln, Informationen werden zurückgehalten und bestehendes Hoheitswissen wird aktiv verteidigt.
Auch die externe Kommunikation wirkt planlos und ohne klare Zielsetzung. Die Folge: Die DRF Luftrettung bleibt in der Öffentlichkeit weitgehend unsichtbar und ist außerhalb des eigenen Umfelds kaum bekannt.
Gleichberechtigung
Offiziell werden alle gleich behandelt – in der Praxis sind jedoch klare Unterschiede spürbar. Einige profitieren deutlich stärker von Bevorzugung als andere.
Interessante Aufgaben
Ja, interessante Aufgaben sind vorhanden – aber sie werden häufig ausgebremst. Ohne klare Ziele oder eine nachvollziehbare Strategie werden Maßnahmen weder geplant noch konsequent verfolgt, sodass gute Ansätze im Sande verlaufen.

