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kununu Prüfprozess
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Ich habe mich im August beworben und wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Das Gespräch verlief meinerseits gut und dauerte etwa anderthalb Stunden. Am Ende wurde mir mitgeteilt, dass ich Mitte September eine Rückmeldung erhalten würde, wie es weitergeht. Ich wartete also einen Monat auf eine Antwort, obwohl ich die Personalleiterin im Vorfeld gebeten hatte, mir mitzuteilen, was ich verdienen würde. Sie sagte, sie würde es berechnen und mir zuschicken – das tat sie jedoch nicht. Sie ging dann in den Urlaub. Vielleicht ist es vor lauter Vorfreude auf den Urlaub untergegangen – kein Problem.
Mitte September, zu Beginn der Woche, erhielt ich die Mitteilung, dass man sich am Freitag melden würde, um mir die Entscheidung mitzuteilen. Es wurde sich auch für die Verzögerung entschuldigt – ebenfalls okay. Am Freitag bekam ich dann die E-Mail mit der Absage. Nicht etwa, weil ich nicht geeignet gewesen wäre, sondern weil man sich dazu entschlossen hatte, die Stelle überhaupt nicht zu besetzen.
Man wartet also einen Monat, um festzustellen, ob man überhaupt jemanden einstellen möchte. Da frage ich mich: Warum stellt man überhaupt eine Stellenausschreibung online, wenn man gar nicht vorhat, jemanden einzustellen? Ich vermute, das war nur ein Probegespräch für die Studentin zum Üben.
In der Nachricht stand außerdem, dass eine andere Kollegin jemanden für die Verwaltung sucht und dass meine Bewerbung eventuell weitergeleitet wird – aber nur, falls sie mit ihren aktuellen Bewerbern nicht zufrieden ist. Erst dann würde ich vielleicht zu einem Gespräch eingeladen werden. So etwas kann man sich nicht ausdenken.
1,5 Stunden Vorstellungsgespräch, ein Monat Wartezeit, und dann eine Absage, weil die Stelle generell nicht besetzt wird – und ich soll darauf hoffen, dass meine Bewerbung irgendwann weitergereicht wird, in der Hoffnung, doch noch berücksichtigt zu werden. Einfach ein lächerlicher Haufen. Wenn man bedenkt, dass es sich um die eigenen Leute handelt, die einen so behandeln – da fällt einem wirklich nichts mehr ein.