Für den Berufseinstieg okay...
What I like about the employer
- Teamzusammenhalt
- Aufgabenfelder
What I dislike about the employer
- Erwartungshaltung zu Beginn von Projekten
- Projekt-Schätzungen oft zu niedrig, geht zu Lasten der Entwickler
- Kommunikation, sobald mal etwas nicht passt
Suggestions for improvement
- leistungsbezogener Bonus (Das Gehalt ist, auch wenn es anders kommuniziert wird, nicht leistungsbezogen!)
Working atmosphere
Im Großen und Ganzen okay - mit den Vorgesetzten ausserhalb eines Projektteams gab es selten Berührungspunkte.
Was ich persönlich als mehr als negativ empfunden habe ist, dass es im Unternehmen eine abgekoppelte "Führungs"-Schicht gibt, die sich schon relativ viel erlauben kann. Negativ ist zu dem, dass, sofern Sachen gut laufen, wenig Input von oben kommt, sobald aber mal etwas nicht passt, sofort jemanden auf der Matte steht, der Stress macht.
Work-Life Balance
Das Grundkonzept des Unternehmens erfüllt die Basics ganz gut. (Gleitzeitkonto, flexibler Urlaub möglich) Die Aufgaben werden aber teilweise so eng geschätzt, dass man nicht umhin kommt, Mehrarbeit ausserhalb des Rahmens zu leisten, denn unproduktiv zu buchen wird gar nicht gerne gesehen.
Mit der Aussicht auf unangenehme Konfrontationen erledigt man so Geschichten dann halt stillschweigend - geil ist das aber nicht. Wenn man hier keine persönlichen Grenzen ziehen kann, sollte man eher woanders arbeiten.
Salary/Benefits
Das Gehalt ist vor allem zum Einstieg mies - das kann man nicht schön reden. Man muss hier wirklich beharrlich um Erhöhungen kämpfen - geschenkt wird einem nichts.
Es gibt einen jährlichen Bonus, dessen Aufschlüsselung aber schon sehr shady und dadurch den Mitarbeitern gegenüber nicht fair ist. Leistungsbezogene Boni gibt es abseits eines Schulterklopfers nicht. Das ist schon wirklich frustrierend.
Collegiality
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war über die gesamte Zeit super. Ab und an hat der ein oder andere Allüren, aber soll es ja über all geben - muss man dann auch wegstecken können.
Im Team wurde viel Wert darauf gelegt Wissen zu vermitteln und an einem Strang zu ziehen. Ich hatte nie das Gefühl, dass es einen krassen teaminternen Wettbewerb oder ein unangenehmes Konkurrenzverhalten gegeben hätte.
Der Kollegenzusammenhalt ist der große Pluspunkt der Explicatis
Leadership behavior
Im Projektteam: Es kommt auf den Projektleiter an - ich hatte in meiner Zeit immer Glück und konnte mit wirklich überragenden Kollegen zusammenarbeiten!
Außerhalb des Projektteams: Regulär ganz okay - Gespräche sind aber ein Eiertanz. Sobald es nicht läuft, auch wenn das absolute Kleinigkeiten sind oder sehr selten vorkommt, wird der Ton sehr scharf.
Ein Einbezug in das große Ganze des Unternehmens findet praktisch nicht statt. Es wurde mal abgefragt, wie die HO-Wünsche auch nach Corona sind, das wars dann aber auch.
Working conditions
Die Büros sind nach guten Standards ausgestattet. (Stehschreibtische, Dual-Monitor-Setup, gute Bürostühle, Klimaanlage und helle Räumlichkeiten) Weitere Basics wie Getränke/Obstkorb sind ebenfalls vorhanden.
Wenn man gewisse technische Ausstattung unbedingt braucht kriegt man die auch. Die Notebooks sind für die Aufgaben völlig ausreichend.
Communication
Zu Corona-Zeiten wurde man kontinuierlich über den aktuellen Stand der Lage unterrichtet. Darüber hinaus erfährt man aber relativ wenig. Über Projekte im Unternehmen muss man sich selber informieren, auch die wirtschaftliche Situation wird nicht ausreichend kommuniziert.
Regelmäßig initiierte Team-Events waren am Anfang meiner Arbeitszeit noch gang und gebe, hinten raus gab es da aber nicht mehr viel. (Auch Remote kann man solche Events fahren - zu Corona-Zeiten wäre das wirklich wichtig und sinnvoll gewesen!)
Interesting tasks
Vielfältige Projekte über die man einen Einblick in unterschiedlichste Technologien bekommt.
Wie es für Dienstleister üblich ist, wird man praktisch in jedem neuen Projekt mit einer anderen Technologie konfrontiert. Das ist vor allem zum Berufseinstieg insofern spannend, dass man die Möglichkeit hat, sich zu orientieren und seine persönliche technische Ausrichtung zu finden.
Positiv ist auch, dass auf die eigenen Wünsche im Bezug auf verschiedene Projekte gehört wird - man muss nur selten Dinge machen, auf die man absolut keine Lust hat.
Einziger Negativpunkt ist, dass hier zu schnell zu viel erwartet wird. Man ist nach einer Woche in einer neuen Technologie nicht voll produktiv - auch wenn das die Erwartungshaltung ist.