Erstmal großes Hui und dann…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr überschaubares Team, alle sehr freundlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nicht Einhalten von Absprachen, unprofessionelles Verhalten bei Bewerbung, mangelnde Kritikfähigkeit, individuelle Leistungskontrolle, unflexibles Arbeitsmodell
Verbesserungsvorschläge
Auf große Reden sollten auch Taten folgen. Flache Hierarchien sind leider nicht nur das DU und offene Büro-Türen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre und die Kollegen waren richtig super, ich habe mich hier wohl gefühlt. Was mich sehr gestört hatte, war das fast lückenlose Überwachen der individuellen Leistung beim Arbeiten. Das war mehr als nur unangenehm und auch meiner Meinung nach unverhältnismäßig zum Zweck.
Work-Life-Balance
Kommt auf die Lebensumstände ab. Es wird mit flexiblen Arbeitszeiten und Gleitzeit geworben. Bei einer Kernarbeitszeit von 10 Uhr - 16 Uhr bleibt hier aber nicht viel Gleiten übrig, schon gar nicht, wenn man früher gehen möchte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt vor der Agentur E-Ladestationen für E-Autos, Lichter werden bei Nichtnutzen ausgemacht und es wurde nicht unnötig geheizt.
Karriere/Weiterbildung
Kein Aufstieg zu einem senior art director möglich.
Vorgesetztenverhalten
Anfangs fand ich es echt super. Emphatisch, locker und durchaus freundlich. Wehe dem aber, man kritisiert ein Verhalten (zB lautstarkes Anmaulen im geschlossenen Büro) oder bringt kritische Aussagen zum System vor Ort - dann ist das Verhalten ziemlich aggressiv und die Willkommens-Maskerade fällt. Kritik ja, aber nur, wenn sie nicht ungemütlich ist.
Beim Bewerbungsgespräch wurde ich sogar sehr sensible und private Dinge gefragt (mein Tagesablauf, KiGa Zeiten meines Kindes, Aufenthaltsort und -zeiten meines Kindes,…), sowie die Anmerkung, ob ich als Mutter denn wirklich Vollzeit arbeiten möchte. Diese Fragen haben hier absolut nichts zu suchen und unprofessionell.
Arbeitsbedingungen
Gleitzeit mit Kernarbeitszeit mit Anwesenheit von 6 Stunden (10:00 Uhr bis 16:00 Uhr) ist nicht flexibel (30 von 40 Stunden in einer Woche sind somit festgelegt)
Ständiges Tracking wann man welche Aufgabe bearbeitet und wie lange. Es wird mit Kalkulation gegenüber Kunden argumentiert. Doch wenn mal ein Zeitfenster nicht direkt zugeordnet ist, wird man direkt aufgefordert dies nachzuholen. Da dies Personenbezogen getrackt und gespeichert wird, könnte man sogar mit dem Datenschutz dagegen argumentiert, aber das ist eine Grauzone. Ohne direkten Verdacht oder Grund, sollte dies nicht notwendig sein.
Zum Anfang wurde mir flexibles Hybrid-Arbeiten zugesagt und ein home-studio eingerichtet. Nach ein paar Wochen einarbeiten sollte das ab und an mal losgehen. Bei Nachhaken hieß es, wegen mangelnder Internetqualität sei dies nicht möglich (das hätte man ja vorher schon wissen können) und nach 3 Monaten wollte man damit nochmal bis nach der Probezeit (6 Monate) warten. Das passte alles nicht recht zusammen.
Kommunikation
Man kann hier mit jedem super reden, alles ist sehr locker und auf Augenhöhe. Leider gibt es ein paar Mankos bzgl. passiv-aggressivem Gesprächsverhalten seitens Projektmanagement, aber da kann man drüber streiten.
Gehalt/Benefits
Für einen Mediengestalter völlig in Ordnung. Für einen studierten Kommunikationsdesigner zu wenig.
Gleichberechtigung
Hier wird kein Unterschied im Arbeitsalltag gemacht. Lediglich das Infragestellen einer Vollzeitstelle für eine Mutter war hier sehr fragwürdig.
Interessante Aufgaben
Leider oft das Gleiche an Aufgaben, verpackt unter verschiedenen Projekt-Titeln. So ähnlich wie die Aufgaben sind, sind leider auch die verschiedenen Umsetzungen.