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Freshfields Bruckhaus 
Deringer
Bewertung

Kaum Raum zur persönlichen Entwicklung, schlechte Work-Life-Balance

3,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Recht / Steuern bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP in Düsseldorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man darf auch nett mit den non-legal Kollegen umgehen, sie duzen und mit ihnen Essen gehen. Das klingt banal, aber andere Großkanzleien pflegen die strikte Distanz zwischen Anwälten und dem administrativen Personal. Außerdem bietet Freshfields gute interne Veranstaltungen zur Weiterbildung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es wurden bei uns keine Fachanwaltslehrgänge bezuschusst. Sehr fähige Referendare oder wiss. Mitarbeiter wurden am Ende nicht eingestellt, weil die Note im 2. Staatsexamen nicht passte. Die „Marke“ könnte ja verwässern. Wenn sich die Leute schon bewährt haben, ist das unverständlich.

Verbesserungsvorschläge

Als Anwalt muss man den Beruf ganzheitlich lernen, das passiert hier aber nicht. An administrative Dinge wird man m.E. viel zu spät herangeführt. Es wird der Mandantenkontakt versprochen, die Realität sieht aber anders aus: „der Mandant“ ist im Zweifel irgendein Mitarbeiter aus der Legal-Abteilung, mit dem man korrespondiert. Es wäre schön, wenn auch junge Kollegen - wie in kleinen und mittelständischen Kanzleien auch - in die Mandatsführung involviert wird, wenn auch nur als passiver Zuhörer. Wenn man nach mehreren Jahren Großkanzlei keine Vergürungsverhandlung und kein Mandats-Kick-Off (und ich meine nicht bei irgendeinem Einzelprojekt) mitgemacht hat, läuft glaube ich etwas falsch.

Arbeitsatmosphäre

Die Kollegen und Vorgesetzten waren im Großen und Ganzen nett und das persönliche Miteinander war in Ordnung. Hier finden sich nach meiner Ansicht aber auch die typischen Karrieristen, die gerne auch mal gelästert haben. Auch bekommt man in machen Teams einen passiv-aggressiven Spruch, wenn man vor 20.00 Uhr das Haus verlässt. Es ist eben eine Großkanzlei, die billables sind das, worauf es am Ende ankommt.

Kommunikation

Es gab ein erstes 100-Tage-Gespräch und weiterhin jährliche Feedbackgespräche. Ich hatte nicht das Gefühl, dass hier ehrlich Kritik geübt wurde. Bei mir hieß es immer nur „Alles top, weiter so“.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Associates ist die Stimmung weitestgehend gut. Es gibt aber schon das Grüppchen der over-achiever, die nur schwer erträglich sind, wenn man sich nicht zugehörig fühlt.

Work-Life-Balance

Meines Erachtens unterirdisch. Home-Office-Möglichkeiten sollten heute als Selbstverständlichkeit gelten, wenn man in den passenden Jobs arbeitet und als Anwalt in der digitalen Welt ist man so wenig wie noch nie auf einen festen Arbeitsplatz angewiesen. Home Office ist zwar möglich, aber da wird dann schon wieder getuschelt, wenn der Skype-Haken nicht 12 Stunden lang grün ist.

Vorgesetztenverhalten

Was die Partner angeht, gibt es hier wenig zu kritisieren. Problematisch sind die zahlreichen Principal Associates oder auch „normalen“ Associates, die einfach nur länger da sind, als man selbst. Principals sehen sich gerne schon als Partner auf Probe und bei deren Ernennung wurde vermutlich nicht auf Feedback zu Führungskompetenzen geachtet (mal unabhängig davon, dass sie eigentlich nicht mal Vorgesetzte sind). Brilliante juristische Fähigkeiten haben da fast alle, ohne Doppelprädikat gibt’s in der Regel kein Jobangebot - das macht aber keine gute Führungskraft aus. Man sollte Principals in entsprechende Schulungen schicken.

Interessante Aufgaben

Einige interessante Mandate, aber die Lernkurve flacht schnell ab. Vor allem im M&A ist es immer das gleiche Schema. Es dauert lange, bis man mal bei einigen Aufgaben im Lead sein darf. Man hat ein hartes Studium hinter sich und zwei Examina mit Prädikat bestanden, Verantwortung bekommt man aber erst spät.

Arbeitsbedingungen

Teils veraltete IT. Umstellung auf Windows 10 kam erst in Q3/2019. Umständliche Software-Lösungen, die Arbeitsabläufe erschweren (v.a. ultralangsames DMS).

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist in absoluten Zahlen gemessen gut, andere Kanzleien zahlen aber durch Boni auch in den ersten Berufsjahren unter dem Strich mehr. Wenn man sich angesichts der Arbeitszeit und der Rate, die gegenüber den Mandanten abgerechnet wird mal den Stundenlohn ausrechnet, wird klar, wie wenig das eigentlich ist.

Image

Bis vor Kurzem ganz gut. Man wird aber als (ehemaliger) Freshfields-Anwalt immer öfter auf Cum-Ex angesprochen.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Karriere/Weiterbildung

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