Zukunftsorientiertes Unternehmen mit ein paar Knackpunkten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Tarifbindung und die Benefits, welche das Unternehmen für die Mitarbeiter anbietet sowie die Entwicklung in ein zukunftsorientiertes Produktportfolio mit R290 im Bereich Heating.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die langwierigen intern Entscheidungsprozesse, bis etwas zum final entschieden und kommuniziert wird. (Was das Unternehmen ohne die Zustimmung der Gruppe entscheidet)
Verbesserungsvorschläge
Riedel/Hyfra Kühlgeräte frühzeitig mit R290 entwickeln, um zukünftig auch marktfähig zu bleiben und nicht zu spät auch den Zug aufspringen, wenn es erst wieder sein muss. Führungskräfte schulen und in gewissen Maßen monitoren, sowie deren Entscheidungen bei z.B. Leistungsbeurteilungen auch mal gesund hinterfragen und die Mitarbeiter zu den Vorgesetzten ANONYM befragen.
Arbeitsatmosphäre
Im Grunde herrscht ein gesundes Miteinander unter den Kollegen, nur seit den Kündigungswellen hat es sich verschlechtert. Diesen Negativtrend sieht man besonders an der konstant sinkenden Motivation und der aktuellen Dünnhäutigkeit der Mitarbeiter, besonders in den produktionsnahen Bereichen.
Kommunikation
An sich herrschen klare Strukturen und Kommunikationsketten. Leider funktionieren diese in der Praxis nur mangelhaft und bei untersten Glied der Kette kommen die Informationen nur bedingt an oder der Buschfunk ist deutlich schneller, als der offizielle Weg sein sollte. Besonders im Bereich Cooling ist die Kommunikation verwirrend, wenn man nur nach dem Organigramm geht, durch die Spaltung von Hyfra und Riedel, welche getrennt über zwei Standorte agieren aber trotzdem zusammengehören und einige einzelne Positionen auf beide Marken fokussieren. Wie das in der Praxis mit zwei Standorten effektiv funktioniert ist mir ein Rätsel.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt war mal deutlich besser, leider ist es besonders in der Wärmepumpenproduktion teilweise ein gegeneinander zwischen den Mitarbeitern. Es wird hinterrücks über jeden gelästert und man "sticht sich gegenseitig ein Messer in den Rücken." Leider eine sehr enttäuschende Entwicklung, welche ebenfalls nach den Freiwilligenprogrammen auftrat. Trotzdem insgesamt noch ein verhältnisgemäß guter Zusammenhalt in den restlichen Abteilungen.
Work-Life-Balance
Es wird darauf acht gegeben, unter anderem auch durch die Angebote im BGM, dass man weitestgehend eine gesunde Work-Life-Balance hat. Im Schichtsystem hat man z.B. einen kurzen Freitag sowohl in der Früh als auch Spätschicht, wodurch man mehr vom Tag hat. Unterstützt wird das ganze noch durch die 35h Woche.
Vorgesetztenverhalten
In den meisten Abteilungen sind die Führungskräfte sehr fragwürdig. In den meisten Fällen fehlt die fachliche Kompetenz enorm oder Führungskräfte interessieren sich nicht für ihre Mitarbeiter. Bei den eben beschrieben Führungskräften findet man meist nur den autoritären oder vereinzelt den Laissez-Fairen Führungsstil, welcher jedoch eher wirkt wie "lasst mich nur in meinem Büro allein". Es gibt Seminare, in welchen den FKs korrektes führen vermittelt werden soll, jedoch frage ich mich hier, was dort bei den FKs ankommt. Die Seminare sind gut, ohne Frage, jedoch kann man sich das Geld sparen, wenn die meisten FKs es einfach nicht umsetzen. Natürlich betrifft das nicht alle FKs, es gibt auch einige die Ihren Job enorm gut ausüben, wodurch die schlechten FKs kompensieren werden.
Interessante Aufgaben
Es gibt in den Bürobereichen eine große Aufgabenvielfalt, leider trotzdem noch sehr viel Zettelwirtschaft. In den produktionsnahen Bereichen wirkt die Arbeit trotzdem sehr monoton, die Abwechslung findet hier z.B. durch verschiedene Arbeitsplätze statt.
Gleichberechtigung
An sich gibt es hier wenige Unterschiede seitens des Unternehmens. Die Mitarbeiter werden tariflich Bezahlt, je nach Stelle, dabei ist es egal welches Geschlecht man ist. Wenn dann gibt es kleine Meinungsdifferenzen unter den Mitarbeitern in Bezug auf Gleichberechtigung aber sowas lässt sich natürlich nicht verändert. Das Unternehmen kann einen Weg einschlagen, dies ändert aber nicht zwingend die Meinung einzelner Mitarbeiter.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt Altersteilzeit, sie werden geehrt bei langer Betriebszugehörigkeit und das Unternehmen weiß, was Sie an den Mitarbeitern hat und schätzt dies auch.
Arbeitsbedingungen
Insgesamt sind es gute Arbeitsbedingungen, besonders durch die IGM-Tarifbindung. Das Unternehmen hat ein eigenes BGM-Zentrum mit vielen Aktionen (z.B. Massagen, Fitnessstudiozuschuss, bewegte Pause). Dadurch verbessern sich die Arbeitsbedingen deutlich. Das größte Problem ist während der Arbeit nur, wir haben Prozesse, nur diese werden teilweise konsequent ignoriert oder Mitarbeiter mit Ideen werden überhört/ignoriert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es werden Wärmepumpen produziert also sollte ein Umweltbewusstsein sowohl im Unternehmen als auch bei den Mitarbeitern vorhanden sein, was weitestgehend auch zutrifft.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist insgesamt gut. Ja, es gibt Unternehmen die zahlen natürlich mehr. Nur für die Arbeit und einer 35h Woche ist das Gehalt überdurchschnittlich gut und relativ stressfrei. Im Raum Kulmbach mit diesen Konditionen tatsächlich eines der am besten bezahlten Unternehmen.
Image
Von außen hat das Unternehmen eigentlich einen guten Ruf, was man auch nachvollziehen kann als Mitarbeiter. Nur leider ist intern in den produktionsnahen Bereichen die Firma überhaupt nicht gut angesehen. Dies liegt vermutlich an der mangelnden Motivation, den vergangen Kündigungswellen und dem Fehlverhalten mancher Führungskräfte, was sich negativ auf die Meinung der Belegschaft auswirkt.
Karriere/Weiterbildung
Das Unternehmen ist stehts daran interessiert, dass sich die Mitarbeiter fachlich und persönlich weiterentwickeln. An der Umsetzung hapert es aber teilweise.