Ein Arbeitgeber, wie er nicht sein sollte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeit mit Kollegen, zu denen man ein vertrauensvolles, gutes Verhältnis hatte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben, das sollte alles gesagt haben.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Lohn, kompetente Vorgesetzte, gerechte Vergütung von Mehrarbeit... um nur ein paar zu nennen.
Arbeitsatmosphäre
Zeitweise war es nicht schlecht, das kam immer auf die jeweiligen Kollegen an, mit denen man die Schicht teilte. Vom unangenehmen und geschäftigen Schweigen bis hin zu Herzlichkeit und Spaß war alles dabei. Besonders mit den Vorgesetzten musste man aufpassen, was man tut und was man sagt, und das ständige Gefühl beobachtet zu werden war an der Tagesordnung.
Image
Viel Angebot, hochpreisige Waren - und leider oft schlechte Qualität.
Work-Life-Balance
Bei Teilzeit okay, bei Vollzeit eher weniger. 5 Tage Woche, bei 8 Stunden Arbeit - soweit alles normal. Dann mindestens zwei Samstage im Monat. Verkaufsoffene Sonntage, die zuvor nicht mitgemacht wurden, wurden OHNE weitere Kommunikation mit den Mitarbeitern eingeführt und in den Dienstplan eingetragen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit ist nur ein Wort. Es wird unfassbar viel Müll produziert. Schwedisches Design, billigst in China hergestellt. Und die Bezahlung für die Mitarbeiter? Es ist nicht berauschend, das Unternehmen könnte sicher mehr Zahlen, wenn es wollte.
Kollegenzusammenhalt
Mit ein, zwei Workbuddies war es schon sehr nett, aber der Rest? Lästereien, Getuschel und weitergabe vertraulicher Informationen aus Mitarbeitergesprächen bzw. Infos aus vertraulichem Prozedere, die ans Team kommuniziert wurden um die Mannschaft auf Linie zu halten.
Vorgesetztenverhalten
Vorne herum nett, aber dreht man sich im falschen Moment um oder sagt etwas falsches, hat man sehr schnell das Messer im Rücken. Wendet man sich, ob eines Problems mit der Storeleitung an die Regionalleitung, wird nach unten verwiesen - und das Problem bleibt bestehen oder wird nur auf Druck gelöst. Dazu werden elementar wichtige Sachen nicht kommuniziert, wie zB dass Überstunden NICHT mehr ausgezahlt werden.
Arbeitsbedingungen
Zumindest damals... schwierig. Viel Krankenstand, viele Überstunden, und mit den Vorgesetzten wenig Spaß. Pausen konnten oft nicht eingehalten werden, dazu ist der Rückzugsort für die Mitarbeiter nichts weiter als eine dunkle, fensterlose Abstellkammer mit Mikrowelle.
Kommunikation
Katastrophe. Bei einigen Leuten wusste die Linke Hirnhälfte nicht, was die rechte tut. Aufgaben sind teilweise versandet, wichtige Informationen bzgl. Kunden wurden nicht weitergegeben und intern... hätte man auch ebenso gut gegen eine Wand reden können. Meinung und Vorschläge von Mitarbeitern scheinen nicht gewünscht zu sein, und handelte man zum Wohl des Unternehmens selbstständig, gab es was aufs Dach.
Urlaube, die wochen- und monatelang nicht eingetragen werden, dazu ein ständiges Kompetenzgerangel.
Gehalt/Benefits
Wie bereits erwähnt: Zu wenig für den Stress, aber zu viel um sich eklatant beschweren zu können.
Gleichberechtigung
In einer gewissen Weise. Es gibt jedenfalls keine signifikanten Unterschiede beim Gehalt. Jedenfalls ist man als alleinstehende Person, egal ob M oder W, bei Urlaubs- oder Dienstplanungen ein wenig gekniffen, denn die Mütter machen ihre Ansprüche wegen der Ferien usw. SEHR deutlich klar.
Interessante Aufgaben
Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Es wird gewünscht sich beim Kunden anzubiedern und sich förmlich aufzudrängen. Bis zum letzten Röcheln immer lächeln.