2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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Zusätzlich hinterlässt der Bewerbungsprozess einen äußerst widersprüchlichen Eindruck: Auf LinkedIn wird bereits angezeigt, dass Bewerber evaluiert werden. Gleichzeitig bleibt dieselbe Stelle auf der Unternehmenswebsite weiterhin aktiv und Bewerbungen können unverändert eingereicht werden. Für Bewerber ist dadurch nicht nachvollziehbar, ob überhaupt noch ernsthaft neue Kandidaten berücksichtigt werden oder lediglich weiterhin Bewerbungen gesammelt werden.
Ein transparenter Umgang mit dem tatsächlichen Stand des Auswahlverfahrens sieht anders aus. Statt Klarheit entsteht der Eindruck, dass Bewerber über den Status der Stelle im Unklaren gelassen werden. Wer Zeit und Mühe in eine Bewerbung investiert, sollte zumindest erwarten können, dass die Kommunikation konsistent und nachvollziehbar ist.
Es ist bezeichnend, wie wenig Wert manche Unternehmen heute noch auf einen respektvollen Umgang mit Bewerbern legen. Keine Telefonnummer, kein Ansprechpartner, kein Name, keine Möglichkeit, mit einem Menschen zu sprechen. Stattdessen kommt nach der Bewerbung lediglich eine anonyme Bestätigung vom „Heppner HR Team“ und damit endet der persönliche Kontakt, bevor er überhaupt begonnen hat.
Die Prüfung Bewerbungsunterlagen und der Versand einer Zu- oder Absage durch eine KI erfolgt oft in wenigen Sekunden bis Minuten, da Systeme wie Applicant Tracking Systems (ATS) Lebensläufe vollautomatisch mit dem Anforderungsprofil abgleichen. Bei einer manuellen Prüfung durch Personaler kann dies hingegen mehrere Monate dauern. KI Filtert rein nach harten Fakten und Personaler entscheidet oft nach Bauchgefühl. Es ist in Deutschland schon lange bekannt, dass gute Positionen oft nur über Freunde, Bekannte und starke Netzwerke vergeben werden. Wenn man sich näher mit dem verdeckten Arbeitsmarkt beschäftigt, kann man besser verstehen, wie dieses System – auch für Prominente in Deutschland – funktioniert. Wenn Personalverantwortliche (Personaler) ihre Machtposition missbrauchen, um sich selbst, Freunden oder Bekannten ungerechtfertigte Vorteile zu verschaffen, kann dies die Schwelle zur Korruption oder Vetternwirtschaft überschreiten. Hier ist die Frage: Wofür braucht man noch Personaler? KI ist 100% KOREKT
Wer Fragen hat oder etwas klären möchte, hat Pech gehabt. Ein kurzer Anruf ist nicht möglich, Rückfragen scheinen unerwünscht. Der Bewerber bleibt allein mit einem digitalen Formular und der Hoffnung, dass irgendwo jemand die Unterlagen irgendwann zur Kenntnis nimmt.
Ein solcher Prozess hat wenig mit Professionalität zu tun. Er erinnert eher an ein Glücksspiel: Bewerbung abschicken, Daumen drücken und warten. Wie beim Lottoschein gibt es keine Rückmeldung darüber, was passiert, warum etwas passiert oder ob überhaupt jemand hinschaut.
Unternehmen erwarten von Bewerbern Engagement, Zeit und Motivation. Im Gegenzug sollte man zumindest einen Namen und eine erreichbare Ansprechperson erwarten dürfen. Wer schon beim ersten Kontakt so viel Distanz schafft, sendet ein klares Signal darüber, welchen Stellenwert Bewerber tatsächlich haben.