Ehrliches Feedback für die Firma horizont
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Kollegenzusammenhalt ist wirklich stark – man unterstützt sich, geht offen miteinander um und pflegt ein angenehmes Miteinander. Die Arbeitszeiten sind geregelt und dank Gleitzeit lassen sich private Termine meist gut unterbringen. Urlaub wird in der Regel problemlos genehmigt. Es gibt Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie gelegentlich Sonderzahlungen. Außerdem genießt die Firma ein gutes Image bei Kund*innen und ist in der Region als etabliertes Unternehmen bekannt. Im Alltag hat man gewisse Freiheiten, was das Arbeiten entspannter macht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele Probleme bleiben über Jahre hinweg ungelöst – trotz Feedback und Gesprächen. Die Technik ist veraltet, die Arbeitsplätze unmodern, und es fehlt an Investitionen in Ausstattung, Mitarbeitende und Innovation. Leistung wird kaum anerkannt, gute Leute gehen, während leistungsschwache Mitarbeitende gleichgestellt bleiben. Weiterbildung findet kaum statt, Aufstiegsmöglichkeiten sind rar, und interne Kompetenz wird oft ignoriert. Statt Veränderung gibt es Stillstand – das frustriert auf Dauer.
Verbesserungsvorschläge
Es sollte dringend in moderne Technik und bessere Arbeitsbedingungen investiert werden – veraltete Hardware, schlechte Beleuchtung und mangelhafte Infrastruktur behindern nicht nur die Arbeit, sondern wirken auch demotivierend. Kommunikation muss transparenter und wertschätzender werden, damit Mitarbeitende sich ernst genommen fühlen. Leistung sollte anerkannt und fair entlohnt werden – aktuell arbeiten viele auf dem gleichen Niveau, bekommen aber völlig unterschiedliche Gegenleistungen. Azubis verdienen eine faire Perspektive nach der Ausbildung, statt befristeter Verträge mit schlechter Bezahlung. Langjährige Mitarbeitende sollten gezielt gefördert und bei neuen Positionen bevorzugt berücksichtigt werden. Auch beim Thema Weiterbildung ist deutlich Luft nach oben – wer motivierte Leute im Unternehmen halten will, muss ihnen auch Entwicklung bieten. Weniger Outsourcing, mehr Vertrauen in das eigene Team wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Unternehmen ist derzeit eher angespannt. Viele größere Entscheidungen wirken überhastet und wenig durchdacht, was sich spürbar auf das Arbeitsklima auswirkt. Wertschätzung fehlt oft – wer zuverlässig, schnell oder besonders ordentlich arbeitet, erhält dafür selten Anerkennung. Vertrauen ist bedingt vorhanden: Zwar wird grundsätzlich erwartet, dass man seine Aufgaben gut erledigt, doch bei Verzögerungen wird schnell kritisch nachgehakt. Auch das Gerechtigkeitsempfinden leidet, da nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden. Positiv ist, dass man in manchen Bereichen durchaus Freiheiten hat – gleichzeitig gibt es aber auch Situationen mit hohem Druck.
Image
Nach außen genießt die Firma einen guten Ruf – Kunden nehmen sie als professionell, etabliert und qualitätsorientiert wahr. Intern sieht es jedoch anders aus: Viele Probleme und strukturelle Schwächen erkennt man erst, wenn man selbst Teil des Systems ist. Das äußere Bild stimmt leider nicht mit der Realität überein. Stolz empfindet man kaum noch – es ist einfach ein Job wie jeder andere, obwohl der Name in der Region durchaus bekannt ist. Ehemalige Mitarbeitende berichten häufig negativ, weil sich bekannte Missstände über Jahre hinweg nicht ändern. Innovation bleibt aus – die Firma tritt seit Jahrzehnten auf der Stelle.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten sind größtenteils geregelt, bei höherem Arbeitsaufkommen wird aber auch mal länger gearbeitet. Private Termine lassen sich dank Gleitzeit meist gut einbauen. Homeoffice ist möglich, allerdings nicht für alle – besonders Azubis bleiben hier außen vor, während andere Unternehmen schon weiter sind. Bei hohem Stress fehlt manchmal klare Zuständigkeit, insgesamt genießt man aber viele Freiheiten im Alltag. Urlaub wird in der Regel wie geplant genehmigt, sofern man sich gut abspricht. Nach Feierabend kann man gut abschalten.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind kaum vorhanden – wer einmal auf seiner Position ist, bleibt dort meist auch. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es praktisch nur für Externe, während langjährige Kolleg*innen mit Fachkenntnis übergangen werden. Neue Mitarbeitende werden lieber eingestellt, selbst wenn ihnen das nötige Know-how fehlt. Azubis trifft es besonders hart: Nach der Ausbildung erhalten sie oft nur befristete Verträge mit schlechter Bezahlung, obwohl sie die Firma über Jahre kennengelernt haben und teils deutlich leistungsfähiger sind als bestehende Mitarbeitende. Kein Wunder, dass rund 90 % der Auszubildenden nach Abschluss irgendwann die Firma verlassen. Schulungen oder Weiterbildungen werden weder angeboten noch gefördert – wer sich entwickeln will, muss das auf eigene Faust tun oder das Unternehmen wechseln.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt teilweise unter dem Marktdurchschnitt – dafür hat man immerhin eine sichere Position. Doch genau das führt zu einem Teufelskreis: Die Bezahlung ist niedrig, also wird auch nur entsprechend gearbeitet. Azubis sind besonders betroffen und zählen in der Berufsschule oft zu den am schlechtesten bezahlten – trotz voller Arbeitsleistung. Es gibt Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie gelegentlich Inflationsausgleiche, was positiv ist. Das Gehaltsmodell ist allerdings alles andere als transparent: Verhandlungen finden hinter verschlossenen Türen statt, und schon vor der Bewerbung fehlt ein klarer Gehaltsrahmen – hier könnte man deutlich offener und moderner agieren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Ansätze, aber echtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein sieht anders aus. Ausschussmaterial wird teils recycelt, aber beim Energieverbrauch herrscht wenig Interesse – Licht brennt dauerhaft, Heizungen laufen auch bei mildem Wetter. Nachhaltigkeit spielt keine nennenswerte Rolle, viele Produkte landen einfach im Müll, sobald sie kaputt sind. Diversity scheint im Arbeitsalltag kaum Thema zu sein – klassische Arbeiterkultur eben. Gesundheitsförderung existiert theoretisch, beschränkt sich aber auf Arztbesuche bei der gefühlt ewig gleichen Betriebsärztin und ein gelegentliches Rückenscreening. Wirkliches Engagement ist kaum erkennbar.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen ist insgesamt sehr gut. Man unterstützt sich gegenseitig, nimmt Aufgaben ab, spricht sich ab und gibt einander hilfreiche Tipps zur Verbesserung. Fragen werden schnell und bereitwillig beantwortet. Der Umgang ist freundlich, respektvoll und angenehm kameradschaftlich. Gemeinsame Aktionen wie Geburtstagsfeiern oder kleine Events stärken das Miteinander zusätzlich.
Trotz des guten Verhältnisses herrscht in manchen Bereichen noch Einzelkämpfermentalität – hier wäre mehr echtes Teamwork wünschenswert. Wissen wird zwar geteilt, aber meist nur auf Nachfrage. Eine offenere, proaktivere Wissenskultur wäre hilfreich, damit alle leichter Zugriff auf relevantes Know-how haben.
Ältere Kolleginnen tun sich teils schwer damit, Vorschläge jüngerer Kolleginnen ernst zu nehmen und wirken manchmal etwas überheblich – trotzdem ist auf sie Verlass, wenn’s drauf ankommt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleg*innen sind ins Team eingebunden und meist verlässlich, zeigen aber teils eine gewisse Überheblichkeit gegenüber Jüngeren, deren Vorschläge nicht immer ernst genommen werden. Gleichzeitig werden langjährige Mitarbeitende, die über viel Know-how und Erfahrung verfügen, kaum anders behandelt als neue – ihr Wissen wird selten aktiv genutzt, obwohl es für viele Abläufe und Produkte extrem wertvoll wäre. Der Austausch zwischen den Generationen funktioniert, bleibt aber deutlich unter seinen Möglichkeiten.
Vorgesetztenverhalten
Grundsätzlich wird man fair behandelt und erhält bei konkreten Fragen meist Unterstützung. Anerkennung für Leistung fehlt jedoch häufig – wer viel schafft, wird genauso behandelt wie jemand, der kaum etwas leistet. Das schlägt sich weder im Lohn noch in der Wertschätzung nieder, was verständlicherweise zu Frust führt. Feedback wird eher ungern angenommen, Entscheidungen der Führung gelten oft als alternativlos. Der Umgang mit Fehlern variiert stark – mal konstruktiv, mal vorwurfsvoll. Bei einigen Vorgesetzten wirkt die Fachkompetenz zudem fragwürdig.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind alles andere als zeitgemäß. Die Hardware ist veraltet – Monitore mit grober Auflösung, nicht höhenverstellbar, dazu langsame Rechner und Notebooks, die regelmäßig für Frust sorgen. Es wird kaum sinnvoll investiert: Statt bewährter Standards wie SAP setzt man auf teure, fehleranfällige Spezialsoftware, die ständig nachgebessert werden muss. Die tägliche Arbeit wird dadurch unnötig erschwert.
Auch das Büro selbst hat seine besten Jahre lange hinter sich. Die Beleuchtung ist grell und unangenehm, da immer noch auf alte Leuchtstoffröhren gesetzt wird. Eine funktionierende Klimaanlage oder vernünftige Heizung sucht man vergeblich. Der Boden besteht aus uralten Teppichplatten, die sich anfühlen und riechen, als wären sie seit Jahrzehnten ungepflegt. Und die Wandfarbe? Alt-Gelb. Man fühlt sich eher wie in einer DHL-Packstation als in einem modernen Büro – trist, veraltet und alles andere als motivierend. Insgesamt wirkt alles so, als wolle man am Bestehenden festhalten, selbst wenn es längst auseinanderfällt.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist ausbaufähig. Entscheidungen werden oft ohne ausreichende Transparenz getroffen – selbst betroffene Abteilungen werden nicht einbezogen, was zu Unklarheiten im Alltag führt. Wichtige Infos kommen meist zu spät oder wirken unkoordiniert. Meetings finden zwar statt, bringen aber selten Neues. Unter Kolleg*innen ist der Austausch offen, mit Vorgesetzten jedoch zurückhaltend, da Feedback nicht immer erwünscht scheint. Einzelne Führungskräfte hören zu, aber insgesamt fehlt es am Dialog auf Augenhöhe – Entscheidungen wirken oft wie Vorgaben von oben, unabhängig von den Auswirkungen auf den Arbeitsalltag.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich arbeiten alle auf Augenhöhe – auch Azubis übernehmen vollwertige Aufgaben und stehen im Tagesgeschäft ihren Kolleginnen in nichts nach. Problematisch ist jedoch, dass Leistung kaum Einfluss auf Anerkennung oder Bezahlung hat. Wer fleißig ist, wird genauso behandelt wie jemand, der sich kaum einbringt – teilweise verdienen Kolleginnen mit deutlich weniger Einsatz sogar mehr. Das sorgt für Frust und wirkt demotivierend.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind größtenteils monoton und wiederholen sich ständig. Trotz mehrerer Feedbackgespräche bleibt es langfristig beim Alten – Abwechslung ist die Ausnahme. Spannende Projekte landen meist bei externen Dienstleistern, anstatt intern genutzt zu werden, um Mitarbeitende weiterzubilden und Know-how aufzubauen. Weiterentwicklung ist dadurch kaum möglich. Die eintönige Arbeit wirkt demotivierend und lässt das Interesse am Job sinken.