Vorgesetztenverhalten beim RV Stuttgart
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorheben möchte ich die Dienstplanung. Auf persönliche Wünsche und organisatorische Anliegen wird in der Regel flexibel und lösungsorientiert eingegangen. Der Austausch mit der zuständigen Person ist meist unkompliziert, respektvoll und hilfreich, sodass viele Themen schnell geklärt werden können.
Insgesamt habe ich diesen Bereich als sehr mitarbeiterorientiert erlebt, was im Arbeitsalltag spürbar zur Entlastung beiträgt.
Verbesserungsvorschläge
Ein respektvollerer und wertschätzenderer Umgang zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden würde aus meiner Sicht wesentlich zu einer besseren Arbeitsatmosphäre beitragen. Insbesondere bei Krankmeldungen, Schadensereignissen oder Beschwerden sollte der Fokus auf einer sachlichen und lösungsorientierten Kommunikation liegen, anstatt bei den Betroffenen zusätzlichen Druck zu erzeugen.
Wünschenswert wäre zudem eine offenere Fehlerkultur, bei der Vorfälle zunächst objektiv geprüft werden und Mitarbeitende die Möglichkeit erhalten, ihre Sichtweise darzulegen, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden. Dies könnte das Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führungsebene stärken.
Darüber hinaus sollte die interne Kommunikation transparenter und direkter gestaltet werden. Wichtige Informationen sollten zeitnah und möglichst aus erster Hand an die Mitarbeitenden weitergegeben werden, um Missverständnisse und Unsicherheiten zu vermeiden.
Schließlich könnte eine stärkere Unterstützung der Mitarbeitenden in Konflikt- und Beschwerdesituationen sowie ein konsequent respektvoller Führungsstil dazu beitragen, Motivation, Vertrauen und Mitarbeiterbindung nachhaltig zu verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird aus meiner Sicht stark durch das Verhältnis zur zuständigen Rettungsdienstleitung belastet. Im Arbeitsalltag entstand bei mir häufig das Gefühl, bei Fehlern, Beschwerden oder anderen Problemen eher mit Sanktionen als mit Unterstützung rechnen zu müssen. Die Sorge vor unangemessen harter Behandlung war für mich ein ständiger Begleiter.
Positiv hervorheben möchte ich hingegen das Verhältnis zu den meisten Kolleginnen und Kollegen. Die Zusammenarbeit im Team habe ich überwiegend als kollegial, unterstützend und angenehm erlebt.
Work-Life-Balance
Wie in vielen Bereichen des Rettungsdienstes wird die Bereitschaft zum Einspringen bei Personalausfällen gerne gesehen, eine Verpflichtung hierzu besteht jedoch nicht.
Positiv hervorheben möchte ich die Dienstplanung. Auf persönliche Anliegen und Terminwünsche wurde nach meiner Erfahrung häufig flexibel und lösungsorientiert eingegangen. Der Austausch mit der für die Dienstplanung zuständigen Person war in der Regel konstruktiv, respektvoll und hilfreich, sodass sich viele Anliegen unkompliziert klären ließen.
Kollegenzusammenhalt
Das Arbeitsklima hängt stark von der jeweiligen Rettungswache und dem dortigen Team ab. An einigen Standorten habe ich die Zusammenarbeit als sehr kollegial, unterstützend und teamorientiert erlebt.
An anderen Standorten hatte ich hingegen den Eindruck, dass ein ausgeprägtes Misstrauen unter den Mitarbeitenden besteht. Teilweise entstand das Gefühl, dass vermeintliches Fehlverhalten von Kolleginnen und Kollegen regelmäßig an Vorgesetzte weitergetragen wird. Dies wirkte sich aus meiner Sicht negativ auf das Vertrauensverhältnis innerhalb der Teams aus und erschwerte eine offene Zusammenarbeit.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner persönlichen Erfahrung war der Umgangston seitens der Vorgesetzten häufig wenig wertschätzend und teilweise unangenehm. Krankmeldungen wurden nach meinem Empfinden nicht immer professionell aufgenommen, sondern teilweise mit Vorwürfen oder spürbarem Druck kommentiert. Auch bei nicht selbst verschuldeten Schäden hatte ich häufig den Eindruck, dass zunächst nach Verantwortlichen gesucht wurde, anstatt die Situation sachlich und lösungsorientiert aufzuarbeiten.
Bei Beschwerden von Patienten fühlte ich mich oftmals nicht ausreichend angehört. Statt einer ergebnisoffenen Klärung entstand bei mir wiederholt der Eindruck, dass Mitarbeitende zunächst unter Generalverdacht gestellt werden. In Konfliktsituationen habe ich die Unterstützung durch die Führungsebene daher als eingeschränkt wahrgenommen.
Diese Bewertung beruht ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken.
Kommunikation
Die interne Kommunikation lässt aus meiner Sicht deutlich zu wünschen übrig. Insbesondere die Kommunikation zwischen Geschäftsführung bzw. Leitungsebene und den Mitarbeitenden habe ich häufig als wenig wertschätzend und teilweise herablassend empfunden.
Darüber hinaus wurden wichtige Informationen nach meiner Erfahrung nicht immer direkt an die Mitarbeitenden kommuniziert, sondern erreichten diese oft erst über Dritte oder inoffizielle Wege. Dies führte regelmäßig zu Unsicherheiten und dem Eindruck mangelnder Transparenz.
Insgesamt habe ich die Kommunikation innerhalb der Organisation als verbesserungsbedürftig erlebt.
Gleichberechtigung
Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Es git einen Gleichstellungsbeauftragten.
Interessante Aufgaben
Rettungsdienst

