2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich wurde von internen HR über Xing angeschrieben.
Nach dem einreichen der Bewerbung keine Reaktion des Arbeitgebers mehr.
Trotz 3-maligem Nachfassen keine Rückmeldung/Eingangsbestätigng o.ä.
Der Inhalt der vorliegenden Stellenanzeige wirft erhebliche Zweifel an ihrer inhaltlichen Redlichkeit sowie an der tatsächlichen Existenz der ausgeschriebenen Position auf. Nach sorgfältiger Betrachtung entsteht der begründete Eindruck, dass es sich nicht um eine etablierte oder organisatorisch verankerte Stelle handelt, sondern vielmehr um eine experimentelle oder projektartige Konstruktion, deren konkrete Existenz im Unternehmen bislang offenbar weder strukturell noch operativ gesichert ist.
Eine solche Praxis ist nicht nur aus Gründen der Transparenz problematisch, sondern berührt auch grundlegende Fragen der rechtlichen Zulässigkeit von Stellenanzeigen. Arbeitgeber sind verpflichtet, Ausschreibungen so zu formulieren, dass sie Bewerbenden ein realistisches und zutreffendes Bild der angebotenen Position vermitteln. Wird hingegen der Eindruck einer etablierten Position erzeugt, obwohl es sich tatsächlich um eine erst hypothetisch geplante oder experimentell gedachte Rolle handelt, kann dies als irreführende Darstellung des Arbeitsplatzes gewertet werden.
Besonders gravierend ist, dass in der Anzeige keinerlei Hinweis darauf enthalten ist, dass es sich um eine neu zu schaffende, pilotartige oder möglicherweise nur projektbezogene Funktion handelt. Für potenzielle Bewerbende ist diese Information jedoch von zentraler Bedeutung. Das bewusste oder fahrlässige Verschweigen eines solchen Umstands stellt eine erhebliche Irreführung dar und kann unter Umständen wettbewerbs- sowie arbeitsrechtliche Relevanz entfalten.
Darüber hinaus erweckt die sprachliche Gestaltung der Anzeige den Eindruck eines generischen HR-Marketingtextes, der eher auf formelhafte Schlagworte und Recruiting-Rhetorik setzt als auf eine präzise Beschreibung einer real existierenden Funktion mit klar definierten Verantwortlichkeiten, Ressourcen und organisatorischer Einbindung. Der Text wirkt damit weniger wie eine seriöse Stellenausschreibung eines Unternehmens mit klaren Strukturen, sondern vielmehr wie ein Versuch, ein hypothetisches Rollenprofil nachträglich mit Kandidateninteresse zu füllen.
Sollte sich bestätigen, dass hier eine Position ausgeschrieben wurde, deren tatsächliche Einrichtung im Unternehmen weder organisatorisch beschlossen noch budgetär gesichert ist, stellt sich zwangsläufig die Frage nach möglichen rechtlichen Konsequenzen. In diesem Zusammenhang kommen insbesondere Aspekte der irreführenden Darstellung im Rahmen der Personalrekrutierung sowie mögliche Verstöße gegen Grundsätze des fairen Wettbewerbs in Betracht. Eine Prüfung durch zuständige Aufsichts- oder Wettbewerbsstellen wäre in einem solchen Fall nicht ausgeschlossen.
Es ist bemerkenswert und zugleich höchst bedenklich, dass sich derartige Praktiken offenbar zunehmend im deutschen Arbeitsmarkt etablieren. Der Eindruck entsteht, dass Transparenz gegenüber Bewerbenden immer häufiger zugunsten von Recruiting-Experimenten, Marketingformulierungen und strategischer Informationszurückhaltung geopfert wird. Ein derartiger Umgang mit potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern untergräbt jedoch langfristig das Vertrauen in Unternehmen, deren Personalabteilungen und den Arbeitsmarkt insgesamt.
Sollte das Unternehmen an einer ernsthaften und rechtskonformen Personalgewinnung interessiert sein, wäre zunächst sicherzustellen, dass ausgeschriebene Positionen tatsächlich existieren, organisatorisch definiert sind und in Stellenanzeigen vollständig sowie wahrheitsgemäß dargestellt werden. Andernfalls bleibt der Eindruck bestehen, dass Bewerbende bewusst in eine Situation geführt werden, in der sie Zeit, Ressourcen und persönliche Informationen für ein intransparentes oder lediglich experimentelles Recruiting-Vorhaben zur Verfügung stellen sollen – eine Praxis, die weder akzeptabel noch rechtlich unbedenklich ist.