Viel Schein, wenig Substanz – hohe Fluktuation im Vertrieb
Arbeitsatmosphäre
Der Einstieg wirkt offen, herzlich und freundschaftlich – insbesondere durch den lockeren Umgangston in der Grillbranche. Wer Kundenkontakt mag, findet hier zunächst Freude. Doch sobald Leistungsdruck spürbar wird, verändert sich die Stimmung merklich.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war geprägt von Unklarheit und fehlender Transparenz. Es wurden selten konkrete Erwartungen formuliert. Stattdessen war ein auffällig ausgeprägter „Flurfunk“ spürbar – mit regelmäßigem Reden über andere hinter deren Rücken.
Kollegenzusammenhalt
Gibt es nicht, der eine redet über den Anderen
Work-Life-Balance
Nahezu nicht vorhanden. Eine echte Trennung von Beruf und Privatleben war – angesichts der Belastung – kaum möglich.
Vorgesetztenverhalten
Zu Beginn charismatisch und motivierend – mit dem Gefühl, im „richtigen Team“ zu sein. Doch nach kurzer Zeit wird deutlich: Entscheidend ist allein der Umsatz. Wer nicht konstant liefert, verliert schnell an Rückhalt. Persönliche oder soziale Kompetenzen spielen kaum eine Rolle.
Interessante Aufgaben
Das Produkt ist hochwertig und die Vertriebsarbeit an sich interessant. Allerdings: Sehr lange Arbeitstage, regelmäßige Wochenendarbeit und eine hohe Reisebelastung mit zahlreichen Übernachtungen gehören zur Realität.
Viele Vertriebler haben sich privat eine Zeiterfassungs-App installiert, um ihre Überstunden zu dokumentieren – ein klares Zeichen für das hohe Arbeitspensum. Drei mir persönlich bekannte Kolleg:innen haben das Unternehmen u. a. aus genau diesen Gründen verlassen.
Gleichberechtigung
Die Meinung von umsatzstarken Kolleg:innen hatte sichtbar mehr Gewicht als die Beiträge anderer. Das führt auf Dauer zu einem einseitigen Klima.
Umgang mit älteren Kollegen
Wollen einem erzählen wie man es richtig macht, packen aber selber nicht mit an, wie z.B Messe.
Arbeitsbedingungen
Gebietsgrößen, Reisezeiten und tatsächliche Belastung wurden im Bewerbungsprozess aus meiner Sicht nur unzureichend angesprochen. Die Realität sah deutlich intensiver aus. Viele Außendienstler wirkten regelmäßig erschöpft – trotz hoher Eigenmotivation.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grundsätzlich bemüht – jedoch ohne erkennbare Strategie oder aktive Umsetzung im Tagesgeschäft.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kam zuverlässig. Zusätzliche Sozialleistungen oder Benefits habe ich persönlich nicht kennengelernt.
Image
Die Marke wird als gut empfunden, jedoch haben mir einige Kunden berichtet das die Führungsebene als sehr hochnäsig wahrgenommen wird.
Karriere/Weiterbildung
Strukturierte Weiterbildungsangebote oder echte Karrierepfade waren für mich nicht erkennbar. Dafür fehlt es dem Unternehmen – auch aufgrund seiner Größe – an klaren Entwicklungsmöglichkeiten.