Eine einzige Katastrophe, aber lehrreich
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Geräusch der Tür, wenn sie nach Feierabend ins Schloss fällt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles - hier muss man schnell weg! Es ist aber auch so, dass die wenigsten Mitarbeiter lange dort sind. Jeder, der Chance hat, wegzukommen, nimmt diese War.
Verbesserungsvorschläge
Wenn man jede Aufgabe anders macht, als man sie dort kennen gelernt hat, macht man alles richtig.
Arbeitsatmosphäre
Prozesse (falls es sie gibt) werden permanent geändert, sodass ein effizientes Arbeiten unmöglich wird. Es gibt keinerlei Einarbeitungsphase, sondern man bekommt sehr schnell die Gewissheit, dass man es - wie man es auch macht - defintiv verkehrt macht. Seitens der Unternehmensleitung steht man permanent unter Kontrolle, die Büroausstattung ist mehr als dürftig, alt und "die billigste Alternative". Es gibt keine Arbeitsanweisungen oder Meetings sondern "jeder soll tun, was er für richtig hält" und es werden keinerlei Meetings oder Besprechungen abgehalten.
Image
Da es eine kleine Firma im B2B Bereich ist, kann dazu keine richtige Angabe gemacht werden. Es gibt nur wenige Kunden, die sind wohl mit der Arbeit ganz zufrieden. Da grundsätzlich keine Kunden o.Ä. in das Büro kommen (aus gutem Grund) ahnt wohl niemand, wie es ist.
Work-Life-Balance
Man soll permanent erreichbar sein, es gibt keinerlei Benefits oder Anreize, das Arbeiten dort angenehm zu gestalten.
Karriere/Weiterbildung
Karriere nicht möglich, Weiterbildung wird weder gefördert noch angeboten.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist niedrig, kommt aber recht pünktlich. Spesenabrechnungen oder Auslagen muss man monatelang hinterherlaufen. Sozilalleistungen oder ähnliches gibt es nicht
Umwelt-/Sozialbewusstsein
nicht vorhanden
Kollegenzusammenhalt
Jeder ist unzufrieden und macht das Beste draus. Daher werden gelegentlich die Mittagspausen zusammen verbracht oder mal nach Feierabend was getrunken. Untereinander wird sich geholfen etc.
Umgang mit älteren Kollegen
Alle sind ca. gleich alt. Bei der Unternehmenskultur wird niemand, alt, daher gibt es keine Aussage hierüber.
Vorgesetztenverhalten
Persönliche Beleidigungen, tägliche Wutausbrüche, mehrmals am Tage sich ändernde Meinungen, leere Versprechen oder wilde Ideen, nur ein kleiner Auszug aus dem Portfolio.
Arbeitsbedingungen
Das Büro gleicht einer Müllhalde. Es steht auf jeder freien Fläche Gerümpel (Möbelteile, gebrauchtes Verpackungsmaterial, oder sonstiges Zeug herum. Im Büro haben sich bereits Mäuse angesiedelt. Es muss alles aufbewahrt werden, da die GF in verschiedenen Bereichen tätig ist und beispielsweise ein alter Pappkarton aufbewahrt werden soll, falls man ihn noch einmal benötigen kann. Möbel (-teile) teilweise privater Kram wird im Büro "eingelagert". Zudem kommt ständig Ware, die nicht vernünftig eingelagert wird hinzu und muss von den Mitarbeitern, obwohl diese mit dem "Geschäftsfeld" nichts zutun haben bewegt und verräumt werden, Bei Pakten mit Gewicht von teilweise 30 KG gar nicht so einfach. Fluchtwege sind regelmäßig zugestellt.
PCs sind ganz OK, nichts dolles, mittlere Standardware. Ansonsten gibt es nichts, was den Aufenthalt angenehm machen würde, ab und zu kommt ein Lieferdienst mit einer Kiste Limo, es gibt einen Kaffeevollautomat und eine siffige Teeküche.
Wegen fehlender Klima ist es im Sommer unerträglich heiß, wegen Sparmaßnahmen im Winter Ar..kalt.
Grundsätzlich spürt man an jeder Ecke, das Liquidität fehlt.
Kommunikation
Seitens der Unternehmensleitung gibt es keinerlei klare Kommunikation. Statt eine neue Aufgabe oder ein Projekt zu planen und zu besprechen, soll jeder "einfach drauf los" legen, dadurch werden alle Prozesse künstlich aufgebläht, man dreht sich permanent im Kreis. Es wird grundsätzlich behauptet, Arbeitsanweisungen wären klar, jedoch gibt es in den wenigsten Fällen überhaupt eine Anweisung. Seitens der Unternehmensleitung sind Wutausbrüche an der Tagesordnung, teilweise werden Mitarbeiter persönlich angegriffen oder es wird versucht, diese aus dem Unternehmen zu "mobben".
Es gibt keine Diensthandies, es wird erwartet, dass man das Mailprogramm auf dem privaten Smartphone installiert und immer erreichbar ist. Mails in der Zeit zwischen 22:00 - 03:00 Uhr sind ebenso an der Tagesordnung wie Mails am Wochenende und im Urlaub. Die GF erwartet eine Antwort auf Mails innerhalbt von wenigen Minuten, ungeachtet von Urlaub oder Freizeit. Sollte die Mail nicht zeitnah beantwortet werden, erfolgt eine Nachfrage, dann eine 2., eine 3.... Der Ton im Unternehmen ist allgemein unterirdisch, man kann sich so etwas nur vorstellen, wenn man es erlebt hat.
Gleichberechtigung
kann keine Aussage getroffen werden, es ist ein sehr kleines Unternehmen, aber mehr Frauen als Männer beschäftigt.
Interessante Aufgaben
Arbeiten, die auch Roboter erledigen könnten. Neue Ideen werden entweder direkt von der GF verworfen, um später als die Eigenen dargestellt zu werden oder es ist einfach nicht genügend Ressource da um neue/ interessante Aufgaben zu erledigen.