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Remscheid
Bewertung

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Strukturelle Defizite und fragwürdige Werthaltungen im Bereich Soziales und Wohnen

1,0
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Stadt Remscheid in Remscheid gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

​Schlecht am Arbeitgeber Leistungsgewährung finde ich:
​Ideologische Einseitigkeit:
Meinem Eindruck nach herrscht in der Abteilung eine bedenkliche Nähe zu rechtsgerichteten Denkmustern, die sich sowohl in privaten Gesprächen als auch in der allgemeinen Arbeitshaltung widerspiegelt. Die erforderliche politische Neutralität des öffentlichen Dienstes wird hier nach meiner Wahrnehmung oft ignoriert.

​Toxische Führungskultur:
Vorgesetzte agieren scheinbar nach dem Prinzip der Einschüchterung statt durch fachliche Überzeugung. Kritik wird als persönlicher Angriff gewertet und führt oft zu subtilen Sanktionen oder sozialer Isolation.

​Fehlende soziale Kompetenz:
In einem Bereich wie „Soziales und Wohnen“ sollte Empathie die Basis sein. Stattdessen erlebt man intern eine emotionale Kälte und eine Herabwürdigung von Menschen, die nicht in das eigene Weltbild passen.

​System der Bekanntschaften:
Entscheidungen und Beförderungen scheinen weniger auf Leistung zu basieren, sondern auf persönlicher Nähe zur Leitung und einer „geteilten Gesinnung“. Wer nicht Teil dieses Zirkels ist, hat kaum Entwicklungschancen.

​Versagen der Kontrollinstanzen:
Institutionen wie der Personalrat oder die Gleichstellungsbeauftragte wirken in meiner Wahrnehmung machtlos oder unwillig, gegen offensichtliche Missstände und Machtmissbrauch vorzugehen. Es besteht ein Gefühl der Schutzlosigkeit für kritische Mitarbeitende.

​Gaslighting als Methode:
Probleme werden systematisch geleugnet oder den Betroffenen selbst zugeschrieben. Man hat das Gefühl, dass Wahrnehmungen bewusst manipuliert werden, um den Status quo zu erhalten.

​Hohe Personalfluktuation:
Die auffällig hohe Rate an Kündigungen und Versetzungen wird scheinbar ignoriert, anstatt die strukturellen Ursachen in der Führungsebene zu hinterfragen. Wertvolle Fachkräfte verlassen das Haus aufgrund der psychischen Belastung.

​Mangelnde Transparenz:
Wichtige organisatorische Prozesse finden hinter verschlossenen Türen statt. Informationen werden als Machtinstrument genutzt und nur selektiv weitergegeben.

​Verletzung der Fürsorgepflicht:
Die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden scheint zweitrangig zu sein. Wer unter dem Klima leidet, wird eher aussortiert als unterstützt.

​Widerspruch zum Grundgesetz:
Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Werte unserer demokratischen Grundordnung (wie Respekt, Würde und Gleichheit) intern oft nur als Fassade dienen, während das tatsächliche Handeln von Ausgrenzung geprägt ist.

Verbesserungsvorschläge

Meine Erfahrungen im Bereich Fachdienst Soziales und Wohnen (Leistungsgewährung) lassen auf eine tiefe Kluft zwischen dem öffentlichen Auftrag und der gelebten internen Kultur schließen. Besonders kritisch sehe ich die personelle Zusammensetzung und die daraus resultierende Grundstimmung.

​Verbesserungsvorschläge:
​Konsequente Einhaltung des Neutralitätsgebots und der Verfassungstreue im öffentlichen Dienst.
​Sensibilisierungsschulungen gegen rechtes Gedankengut und für Diversität.
​Transparente Aufarbeitung von Fluktuation und internen Konflikten durch externe Mediatoren.
​Stärkung der Kontrollinstanzen, um einseitige politische Tendenzen in der Führungsebene zu unterbinden.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung ist geprägt von einer beklemmenden Exklusivität. Meinem Eindruck nach herrscht eine unterschwellige, teils offene Affinität zu rechtskonservativen bis rechtsgerichteten Ansichten, die das Arbeitsklima massiv belasten. Wer eine weltoffene oder pluralistische Meinung vertritt, sieht sich schnell isoliert oder subtilem Druck ausgesetzt.

Work-Life-Balance

Die psychische Belastung durch das ideologisch aufgeladene Umfeld ist enorm. Es fällt schwer, nach Dienstschluss abzuschalten, wenn man im Arbeitsalltag ständig mit einer Geisteshaltung konfrontiert wird, die man als ausgrenzend und rückwärtsgewandt empfindet.

Karriere/Weiterbildung

Keine

Gehalt/Benefits

Zu niedrig für den Stress.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Besonders im Bereich Soziales sollte Empathie an erster Stelle stehen. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass soziale Belange oft durch eine sehr harte, ideologisch gefärbte Brille betrachtet werden, was dem eigentlichen Stiftungszweck der Abteilung widerspricht.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt scheint stark auf einer gemeinsamen politischen oder ideologischen Wellenlänge zu basieren. Kollegen, die dieses Weltbild nicht teilen, werden nach meiner Wahrnehmung systematisch ausgegrenzt. Professionalität tritt hinter persönlicher Gesinnung zurück.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen, die das bestehende System und die ideologische Ausrichtung stützen, sind schon alle weg. Wer jedoch aufgrund langjähriger Erfahrung kritische Fragen zur Entwicklung der Behördenkultur stellt, hat es schwer.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungskultur empfinde ich als höchst problematisch. Es entsteht der Eindruck, dass politische Gesinnung und persönliche Nähe zur Leitungsebene schwerer wiegen als fachliche Eignung oder soziale Kompetenz. Anstatt Neutralität zu wahren, scheint eine bestimmte ideologische Richtung das Handeln und die Entscheidungsfindung zu leiten.

Kommunikation

Informationen fließen selektiv. Es herrscht eine "Wir-gegen-Die"-Mentalität. Kritische Nachfragen zu Abläufen oder zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien werden oft als Illoyalität gewertet. Offener Diskurs über gesellschaftliche Werte findet nicht statt; stattdessen dominiert ein sehr einseitiges Weltbild.

Gleichberechtigung

Meiner Wahrnehmung nach werden Vielfalt und echte Gleichberechtigung hier eher als Hindernis denn als Bereicherung gesehen. Das gelebte Rollenverständnis und die politische Ausrichtung lassen wenig Raum für eine moderne, diverse Arbeitswelt.

Interessante Aufgaben

Das Arbeitsfeld "Soziales und Wohnen" ist gesellschaftlich von höchster Relevanz. Es ist jedoch frustrierend zu sehen, wie dieser wertvolle Auftrag durch eine interne Kultur konterkariert wird, die meiner Meinung nach nicht mit den Grundwerten eines modernen, demokratischen Dienstherrn vereinbar ist.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.