Der Niedergang eines Top-Arbeitgebers und eines der größten Ausbildungsbetriebe in der Region!
Arbeitsatmosphäre
Aufgrund der Unternehmensinsolvenz ist das Betriebsklima äußerst schlecht und stark vergiftet, von Fairness kann keine Rede sein (bisher 95 Freistellungen, Sozialauswahl mehr als fraglich), Vertrauensbruch Management gegenüber
den Angestellten (nach Abschluss der seit 2017 laufenden Restrukturierung, wurden die Mitarbeiter im guten Glauben gelassen, dass nun alles passt und das Unternehmen solide da steht, in Wahrheit gelangte man nicht mehr auf die Gewinnerstrecke zurück, im stillen Kämmerlein wurde bereits an einer weiteren Restrukturierung gearbeitet); Vorgesetzte sind oftmals ungeeignet, unzureichend qualifiziert und mit ihrer Position komplett überfordert, ständiges Rumbasteln am Organigramm, autokratische Unternehmensführung mit
Führungsrollen für die "Fans" des Managements.
Image
Der Niedergang eines Top-Arbeitgebers und eines der größten Ausbildungsbetriebe in der Region! Das Image hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Als man 2016/2017 in Schwierigkeiten kam, hat es schon stark gelitten. Es gab zahlreiche Versuche es wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Jedoch: Seit der für viele doch sehr überraschenden Insolvenzanmeldung ist das Image noch schlechter geworden und wird nie wieder ins Positive umschlagen.
Work-Life-Balance
Ist bis zur Insolvenzanmeldung definitiv gut gewesen.
Karriere/Weiterbildung
In "normalen" Zeiten gute Karrierechancen und individuelle Förderung der Mitarbeiter. Weiterbildungen sind aber aufgrund der prekären Lage seit Monaten gecancelt.
Gehalt/Benefits
Positiv: Pünktliche Bezahlung der Gehälter. Einzahlung in Pensionskasse (bis zur Insolvenz). ABER: Keine Transparenz bzgl. Gehälter. Starke Schwankungen. Mitarbeiter, die dieselbe Arbeit machen, werden
teilweise völlig unterschiedlich entlohnt. Neue Mitarbeiter steigen mit deutlich höherem Gehalt ein, wenn man mit dem Gehalt langjähriger und erfahrener Mitarbeiter in denselben und ähnlichen Positionen vergleicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ausbaufähig. Hier könnte sicher mehr gemacht werden.
Kollegenzusammenhalt
Hat sich nicht erst seit Anmeldung der Insolvenz stark verschlechtert. Man weiß nicht, wem man noch trauen kann. Viel "Hinten rum"-Gerede, Anschwärzen von Kollegen, gezieltes Mobbing; seit der Insolvenzanmeldung ist ein Überlebenskampf entbrannt. Gute
Zusammenarbeit nur noch in einzelnen Teams. Über Slogans wie "Wir sind Sturm" kann man nur noch müde lächeln. Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch das ehemals familiär geführte Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Nur teilweise respektvoll und wertschätzend. Unter den bisher 95 Freistellungen befinden sich einige langjährige und ältere Mitarbeiter,
weshalb die Sozialauswahl stark angezweifelt wird.
Vorgesetztenverhalten
Wie schon geschrieben: Vorgesetzte sind oftmals völlig ungeeignet, unzureichend qualifiziert und mit ihrer Position komplett überfordert.
Fehlende Berufserfahrung. Teure Führungskräfteseminare können Defizite nicht ausmerzen, wenn grundsätzliche Eignung fehlt. Häufige Wechsel bei den Führungspositionen. Labiles Organigramm.
Schlüsselpositionen werden nicht nachbesetzt, Interim-Lösungen. Keine breit aufgestellte Geschäftsführung ("one man show"). Manche Führungskräfte agieren nach dem Motto "Ich Chef - Du nix" und arbeiten
mit gezielter Einschüchterung z.B. mittels Abmahnungen und Drohungen.
Arbeitsbedingungen
Keine großartigen Beanstandungen. Die IT-Ausstattung ist sehr gut und auf dem neuesten Stand. Nach dem Wechsel der Reinigungsfirma, hat sich die Sauberkeit der Räumlichkeiten stark verbessert.
Kommunikation
Insgesamt hat sich in den letzten drei Jahren die Kommunikation deutlich
verschlechtert (kaum und wenn dann nur sehr kurze Mitarbeiterversammlungen mit spärlichem Inhalt, bestehende Kommunikationsformate wurden z.T. abgeschafft, kein zeitgemäßes Intranet). Nur innerhalb einzelner Abteilungen werden regelmäßige Inforunden abgehalten. Infos werden oftmals bewusst zurückgehalten, sodass die Mitarbeiter in ihrer Arbeit eingeschränkt werden und unüberwindbare Hürden in den Weg gelegt bekommen.
Gleichberechtigung
Klarer Männerüberschuss. Kaum Frauen in der Produktion. Geringer weiblicher Anteil an Besetzung der Führungspositionen.
Interessante Aufgaben
An interessanten und abwechslungsreichen Aufgabenstellungen mangelt es sicher nicht.