Thomas Cook Service als Arbeitgeber

Kein Firmenlogo hinterlegt

Unvollständige Gehaltsauszahlung, Überwachung der Mitarbeiter, chaotische Organisation, hohe Fluktuation

1,9
Nicht empfohlen
Zeitarbeiter/in

Gut am Arbeitgeber finde ich

Krankenversicherung und Unterkunft werden gestellt. Ab und zu gibt es Firmenanlässe. Manche Wohnungen sind allerdings unzumutbar: Zimmer, die kaum Tageslicht haben, Schimmel, Scherben auf dem Balkon, verstopfte Abflüsse... Zwei Kollegen haben deshalb gleich am ersten Tag gekündigt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Immer wieder unvollständige Gehaltszahlungen, sinnlose Uniformpflicht, chaotische Organisation, zu kurze Schulung, unbezahlte Überstunden, uneinsichtige Vorgesetzte, vorzeitige Anwesenheitspflicht, schlechte Kommunikation, Überwachung der privaten WhatsApp- und Facebook-Kommunikation der Mitarbeiter durch Vorgesetzte, bei den Performance-Kennzahlen werden "Availability" und "Utilisation" für jeden Mitarbeiter auf das Komma genau ausgerechnet und aufs Huddle-Board geschrieben. Aber keiner, auch nicht die Manager, wissen, was das eigentlich ist :-o

Verbesserungsvorschläge

Die Mitarbeiter mehr wertschätzen, die Anzahl der verwendeten Systeme drastisch verringern, die Uniformpflicht abschaffen, sich besser organisieren, die Privatsphäre der Mitarbeiter respektieren, die Performance-Kennzahlen kennen und erklären, Überstunden bezahlen, auf der Rückreise gleich viel Gepäck bezahlen wie auf der Hinreise, und vor allem das Gehalt vollständig und pünktlich auszahlen.

Kommunikation

Ziemlich chaotisch. Wer freihat, erfährt nicht, was an den Huddle-Meetings besprochen wird.

Work-Life-Balance

Mallorca (Faro, Kreta) bieten ein tolles Umfeld. Aber das hat nur indirekt mit Thomas Cook zu tun. Man kann sich nicht aussuchen, wohin sie einen schicken. Es kam deshalb schon zu Kündigungen von Kollegenseite.

Vorgesetztenverhalten

Die direkten Vorgesetzten sind größtenteils in Ordnung, können aber nicht viel bewegen. Weiter oben...

Arbeitsbedingungen

Man muss jeden Tag 10 Minuten früher dort sein, weil die lahmen PC's so lange brauchen um hochzufahren. Natürlich unbezahlt... Von Montag bis Freitag muss man in Uniform arbeiten, weil die Kunden auch per Facetime-Videochat beraten werden. Zumindest theoretisch, denn das tun vielleicht 2 bis 3 pro Monat. Deshalb müssen 90 Consultants je 5 Uniformen haben. Völliger Verhältnisblödsinn!

Gehalt/Sozialleistungen

Überstunden werden (Überraschung!) nicht bezahlt. Das Gehalt liegt hart an der Grenze des gesetzlichen deutschen Mindestlohns. Das wäre ja schon schlimm genug, aber Thomas Cook schafft es nicht, variable Gehaltsbestandteile (Nachtschichtzuschläge, Boni, Provisionen) auszuzahlen. Man wird auf den nächsten Monat vertröstet. Nicht nur einmal... Ein absolutes No-Go!

Image

Auf dem Weg zum Einsatzort bezahlen sie 46 kg Fluggepäck. Auf dem Rückweg nur noch 30 kg. Ohne Worte.

Karriere/Weiterbildung

Man bekommt am Anfang eine neuntägige Schulung in England. Das reicht hinten und vorne nicht, zumal die Hälfte der Computersysteme nicht funktioniert. Auch eine weitere Woche Schulung am Einsatzort hilft nicht viel weiter. Für die Schulung in Bolton wird nur das Grundgehalt bezahlt, und selbst das wird bis Vertragsende einbehalten. Was zahlreiche Kollegen nicht daran hindert, trotzdem ohne Beachtung der Kündigungsfrist zu gehen. Das spricht Bände...