“Eingestellt als Fachkraft, eingesetzt als Hausmeister”
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vertraglich konnte ich ein E-Bike als Jobrad im Wert von 66 € pro Monat und eine Urban Sports Club Mitgliedschaft (Large) im Wert von ca. 99 € pro Monat aushandeln. Das Könnt ihr auch. Außerdem die Lage: Die Geschäfte in der Umgebung waren gut erreichbar, was praktisch war, da ich dort regelmäßig die Einkäufe für die Firma erledigt habe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vereinbart waren 60.000 € pro Jahr, 40 Tage Urlaub und 10 % Provision im ersten Jahr und ab dem 2. Jahr 5% Provision. Was davon tatsächlich ankam, musste ich vor dem Arbeitsgericht klären lassen.
Verbesserungsvorschläge
Arbeitsverträge einhalten, vereinbarte Gehälter ohne Umweg über das Gericht zahlen, Mitarbeitende für die Aufgaben einsetzen, für die sie eingestellt wurden, und Arbeitszeiten respektieren.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe die Atmosphäre als laut und angespannt erlebt. Es wurde häufig geschrien, eine klare Richtung war für mich nicht erkennbar.
Kommunikation
Ich habe regelmäßig erlebt, dass Entscheidungen der Geschäftsführung mehrmals am selben Tag geändert wurden. Planbares Arbeiten war dadurch für mich kaum möglich.
Kollegenzusammenhalt
Ich war der erste Mitarbeiter. Ein Team, auf das ich mich stützen konnte, gab es in meiner Zeit nicht. Es gab einen ehemaligen Mitarbeiter vor mir, der wurde oder hatte gekündigt nach kurzer Zeit.
Work-Life-Balance
Ich wurde mehrfach nachts kontaktiert und habe in diesen Fällen auch nachts gearbeitet, obwohl das nicht Teil meiner vereinbarten Arbeitszeit war.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe den Führungsstil als sprunghaft, laut und fordernd erlebt. Klare Ziele oder verlässliche Absprachen gab es aus meiner Sicht nicht.
Interessante Aufgaben
Neben meiner eigentlichen Tätigkeit wurden mir regelmäßig Aufgaben übertragen, die nicht in meinem Arbeitsvertrag standen. Ich habe unter anderem geputzt, eingekauft, gebohrt und einen Wasserfilter gebaut.
Gleichberechtigung
Dazu kann ich keine Aussage treffen, da ich lange der einzige Mitarbeiter war.
Umgang mit älteren Kollegen
In meiner Zeit gab es keine älteren Kollegen.
Arbeitsbedingungen
Ich empfand die Arbeitsbedingungen als sehr schlecht. Ein großer Teil meiner Zeit ging für handwerkliche Arbeiten und Reinigung drauf, dazu kam die Erwartung, auch nachts erreichbar zu sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während meiner Zeit wurde der Müll nicht getrennt.
Gehalt/Benefits
Mein vereinbartes Gehalt musste ich vor dem Gericht einfordern und tue das immernoch seit 2024.
Image
In meiner Zeit habt ein Mitarbeitende das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen so wie ich es mitbekommen habe.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung oder eine berufliche Perspektive wurden mir nicht angeboten. Stattdessen habe ich überwiegend Hausmeister- und Reinigungsaufgaben übernommen.