So etwas habe ich noch nicht erlebt!
Verbesserungsvorschläge
Ein besseres Grundgehalt sowie ein kleiner Zuschlag als Prämie für besonderen Fleiß wären wünschenswert. Zudem sollte auf angesprochene Probleme stärker eingegangen werden.
Mitarbeitende und Vorgesetzte sollten insbesondere im Bereich Arbeitsschutz geschult werden – vor allem im Hinblick auf den Umgang mit Gefahrstoffen.
Mitarbeitergespräche sollten grundsätzlich in geschlossenen Räumen stattfinden, um Diskretion und Respekt zu gewährleisten.
Außerdem wäre es sinnvoll, die Lagerhallen zumindest in den frühen Morgenstunden einmal vollständig durchzulüften, indem alle Tore geöffnet werden.
Arbeitsatmosphäre
Die schlechte Bezahlung wird zwar durch ein Prämiensystem etwas aufgebessert, jedoch wird eine der Arbeit angemessene Entlohnung trotzdem nicht erreicht. Zudem gibt es Abzüge bei der Prämie – zum Beispiel bei Fehlern oder Krankheitstagen. Das führt unter anderem dazu, dass sich Mitarbeitende trotz Krankheit zur Arbeit schleppen und dabei andere anstecken.
Es wird erwartet, dass Gefahrstoffe ohne gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung versendet werden, um Versandkosten zu sparen!
Positiv: Es gibt einen Zuschuss zum Mittagessen, und einmal pro Woche wird eine Lieferung mit Obst und Joghurt für alle bereitgestellt.
Work-Life-Balance
Es handelt sich um eine 40-Stunden-Woche mit Schichten zwischen 5:30 Uhr und 18:00 Uhr, Montag bis Freitag. Mitarbeitende mit Kindern werden bei der Urlaubsvergabe – insbesondere in den Ferien – etwas bevorzugt. Gelegentlich fällt eine Samstagsschicht an; an Feiertagen wird grundsätzlich nicht gearbeitet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf den Umgang mit ungekennzeichneten Gefahrstoffen hinweisen – ein Verhalten, das von sozialem und ökologischem Bewusstsein meilenweit entfernt ist. Dagegen wirkt selbst der übermäßige Verpackungsmüll und die mangelhafte Mülltrennung wie eine kleine Lappalie.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleginnen und Kollegen sind durch das Prämiensystem stark gestresst. Das führt regelmäßig zu lautstarken Auseinandersetzungen – teils mit Beleidigungen und sogar rassistischen Äußerungen.
Vorgesetztenverhalten
Krankheitstage, mangelnde Leistung oder andere Probleme werden lautstark und in völlig unangemessenem Ton mitten auf dem Gang diskutiert – sodass es jeder mitbekommt.
Arbeitsbedingungen
Unangenehm hoher Lärmpegel: Den ganzen Tag über piepen Scanner, fahren Stapler und Schnellläufer durch die Halle. Dazu kommt laute Musik – von Techno über Schlager bis hin zu anderen Genres – sowie Baulärm durch Bohren, Sägen, Hämmern und Schrauben. Alles zusammen ergibt eine dauerhafte, sehr belastende Geräuschkulisse.
Die Lagerhallen sind schlecht belüftet und werden – abgesehen von wenigen kleinen Fenstern – ausschließlich künstlich beleuchtet. Wenn man von draußen hereinkommt, ist das eine spürbare Belastung für Lunge und Augen.
Kommunikation
Kommunikation findet so gut wie nicht statt. Plötzlich gibt es überall Bauarbeiten, Durchgänge können nicht mehr genutzt werden – doch es gab keine Vorabinformation und auch jetzt keine Angabe, wie lange die Situation andauern wird.
Die Vorgesetzten hören zu, wenn man sie auf Probleme anspricht – wie auch bei anderen Themen zuvor –, aber es passiert überhaupt nichts.
Gehalt/Benefits
Siehe Punkt „Arbeitsatmosphäre“.