Nicht empfehlenswert
Arbeitsatmosphäre
Ich habe die Arbeitsatmosphäre insgesamt als sehr unangenehm erlebt. Der Umgangston wirkte auf mich oft rau. Auch unter den Kollegen hatte ich häufig das Gefühl, dass hinter dem Rücken über alles und jeden gelästert wurde, was das Arbeitsklima für mich zusätzlich belastend gemacht hat.
Ausbildungsvergütung
Sehr gering, ich war der am schlechteste bezahlte Azubi in der Klasse
Die Ausbilder
Ich hatte über die gesamte Zeit hinweg den Eindruck, dass mein Ausbilder (AT) fachlich nicht gut auf die Ausbildung im IT-Bereich vorbereitet war. Sein beruflicher Hintergrund lag in einem anderen technischen Bereich, und ich hatte oft das Gefühl, dass er mit vielen IT-spezifischen Themen überfordert war. Wenn ich Fragen hatte oder bei Aufgaben nicht weiterkam, wurden zwar Gespräche geführt, aber diese haben mir meist nicht wirklich geholfen – im Gegenteil, sie haben mich eher verunsichert. Es wirkte auf mich so, als fehlte ihm das nötige Fachwissen, um mir inhaltlich wirklich weiterzuhelfen. Wenn er geholfen hat, hat er oft Sachen erzählt die schlichtweg falsch waren. Dadurch habe ich mich oft auf mich allein gestellt gefühlt und hätte mir mehr fachliche Unterstützung und Sicherheit gewünscht.
Spaßfaktor
Aus meiner Sicht hat die Ausbildung leider nur wenig Spaß gemacht. Es gab zwar vereinzelt interessante Aufgaben, aber mein persönlicher Eindruck war, dass die Stimmung im Team vieles davon wieder zunichtegemacht hat. Ich hatte oft das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden – insbesondere, wenn ich Fragen gestellt habe. Für mich wirkte es so, als würde man dann eher belächelt oder unfreundlich behandelt. Das hat mich auf Dauer sehr demotiviert und mir persönlich die Freude an der Arbeit genommen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren teilweise ganz interessant, besonders wenn es um echte IT-Themen ging. Allerdings wurde man oft allein gelassen und musste sich komplett selbst einarbeiten – was an sich nicht schlecht ist, aber es gab keine Unterstützung, wenn man mal nicht weiterkam. Stattdessen wurde man runtergemacht, wenn man nachgefragt hat.
Variation
Die Aufgaben waren zwar unterschiedlich, aber nicht immer sinnvoll. Man wusste nie genau, was einen erwartet, was manchmal spannend war – oft aber eher frustrierend, weil vieles unstrukturiert und ohne Erklärung lief. Es gab keine klare Linie oder gezielte Ausbildung – eher ein „Schau halt, wie du klarkommst“.
Respekt
Für mich persönlich war der fehlende Respekt im Betrieb eines der belastendsten Dinge während der Ausbildung. Ich habe mich oft klein, machtlos und fehl am Platz gefühlt. Als Azubi hatte ich den Eindruck, von Anfang an nicht ernst genommen zu werden – man wurde regelrecht abgestempelt, als hätte man nichts beizutragen. Rückfragen wurden meiner Erfahrung nach oft nicht sachlich beantwortet, sondern belächelt oder mit spöttischen Bemerkungen abgewertet. Sprüche wie „Für das hättest du eine Watsche verdient“ waren anfangs vielleicht als Witz gemeint, aber sie haben sich durch ihre Häufigkeit wie echte Herabsetzungen angefühlt.
Besonders belastend war für mich das Verhalten des Ausbilders. Ich habe ihn als laut, aggressiv und einschüchternd empfunden. Er hat mich immer wieder angeschrien und Situationen geschaffen, in denen ich mich regelrecht schikaniert gefühlt habe – nicht nur einmal, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg. Das hat mein Selbstvertrauen massiv beschädigt und dazu geführt, dass ich ständig unter Anspannung stand. Fehler durfte man sich gefühlt keine leisten, weil man nie wusste, wie heftig die Reaktion ausfällt.