Verbesserungsvorschläge
Als erstes sollte ein Ausbilder eingestellt bzw. abgestellt werden, der sich um die Ausbildung aller Ausbildungsberufe kümmert. Die Ausbildungsbeauftragte sollten überwacht werden, ob die Ausbidungspläne eingehalten werden. Auch wären Schulungen über die pädagogischen Inhalte einer Ausbildung und den Umgang mit Jugendlichen sollten geboten werden. Die Auszubildenden haben einfach (auch auf Grund vorangegangener Geschehnisse) kein Vertrauen zu den "Erwachsenen"!
Arbeitsatmosphäre
Leider sehr angespannt. Beginnend mit den Konkurrenzkämpfen zwischen den beiden Werken, über die schlechte Stimmung auf Grund der ungerechten Bezahlung, bis hin zu den Machtkämpfen zwischen den Geschäftsleitern, die dann widerum die Vorgesetzten aufhetzen. Die einzelnen Gruppen (Angestellte, Arbeiter, Azubis) halten eigentlich schon gut zusammen.
Karrierechancen
Sind gegeben. Allerdings muss man sich sehr anstrengen, nicht auf der dabei entstehenden Schleimspur auszurutschen. Nur durch Leistung ist die Karriereleiter leider nicht zu erklimmen.
Arbeitszeiten
Montag bis Donnerstag: 07:00 Uhr - 16:10 Uhr; Freitag: 07:00 Uhr - 13:00 Uhr. Überstunden, Schichtarbeit, Arbeiten an Wochenenden werden von Azubis genauso verlangt. Zunächst im Rahmen des Jugendarbeitsschutzgesetztes (hier wird natürlich auf "Freiwilligkeit" gesetzt). Sobald man jedoch volljährig ist, wird man wieder als ganz normaler Arbeiter angesehen.
Ausbildungsvergütung
Immer die jeweils geltende Vergütung der kunststoffverarbeitenden Industrie. Nur das Minimum ohne Aufstockung - derzeit 693 € brutto im ersten Ausbildungsjahr. Übernahme von Fahrtkosten zur Berufsschule sowie Übernahme der Kosten für das Wohnheim der Berufschule in Wasserburg (Verfahrensmechaniker).
Die Ausbilder
Bei über 300 Mitarbeitern und durchschnittlich 15 Azubis wäre ein Ausbilder, der sich um die Ausbildung aller Azubis kümmert mehr als angebracht. Leider gibt es diesen nicht und somit machen alle Ausbildungsbeauftragten den Job so nebenbei. Ausbilderschein hat so gut wie keiner. Auf pädagogische Inhalte wird kein Wert gelegt - außer man kann jemanden für einen vermeintlichen Fehler bestrafen.
Spaßfaktor
Die Produkte sind mehr als interessant. Allerdings macht das Ganze keinen großen Spass wenn man hauptsächlich als billige Arbeitskraft angesehen wird und tagelang Akten kopieren, vernichten oder ablegen soll. In der Produktion beschäftigen sich die Azubis tlw. auch tagelang mit Putzen oder Schleifen irgendwelcher Teile, die schon lange als Ausschuss deklariert sind.
Aufgaben/Tätigkeiten
Wurde bereits unter "Spassfaktor" erläutert. Einziger "Pluspunkt" wenn man so will: Auf Grund von Fachkräftemangel und fehlerhafter Personalplanung wird man Azubi schnell zum Entscheidungsträger und übernimmt Aufgaben, die ein "normaler" Azubi nie übernehmen würde bzw. sollte!
Variation
Rotation in den einzelnen Abteilungen ist geboten. Jedoch wird dabei nicht auf den lehrreichen Inhalt für den Azubi geachtet, sondern lediglich darauf, fehlende Arbeitskräfte zu ersetzen.
Respekt
Respekt ggü. Azubis? Selbst Jahre nachdem man ausgelernt hat und vielleicht sogar Führungsaufgaben übernimmt, wird man nicht ernst genommen.