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accilium 
GmbH
Bewertung

Nicht zu empfehlen

1,5
Nicht empfohlen
Hat bis 2023 für dieses Unternehmen in Wien gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Gesamtheitliche Überdenkung des Arbeitsumfelds und der Struktur.

Arbeitsatmosphäre

Es herrscht eine absolut unnötige Leistungskultur, getarnt von mittelmäßiger Managementkultur und kontinuierlichem Verlangen von den Mitarbeitenden, außerhalb ihres Arbeitsspektrums, Themenbereichs und gesetzlichen Arbeitszeiten zu arbeiten.

Image

Niemand kennt die Firma.

Work-Life-Balance

Nicht gegeben. Überstunden und Wochenendarbeit werden nicht nur regelmäßig erwartet, sondern oft ohne klare Vereinbarungen vorausgesetzt. Auch Homeoffice-Möglichkeiten, sind inzwischen abgeschafft, obwohl sie weiterhin in Stellenanzeigen beworben wurden lange. Privatleben und Erholung werden nicht respektiert, obwohl diese gesetzlich geschützt sind. Statt Qualität wird die Stundenanzahl als wertvoll erachtet (und auch als Basis für Promotions genommen). Stundenanzahl geht weit über das gesetzlich Geregelte hinaus. Die Stunden dürfen nicht so eingereicht werden, wie sie gemacht werden. Große Eingriffe in Privatsphäre - Aktivitäten im Privaten, an Wochenenden, Feiertagen und im Urlaub wurden verlangt offen zu legen.

Karriere/Weiterbildung

Außerhalb der Arbeitszeit darf man sich weiterbilden, aber dazu gehören auch nur die klassischen PMO/SCRUM Master Weiterbildungen.

Gehalt/Benefits

Bei der explizit mündlich verlangten Stundenanzahl bleiben wir bei 12,80 die Stunde übrig. Zumindest wird das Gehalt pünktlich gezahlt, bei der Spesenabrechnung lässt das gerne mal über eineinhalb Monate auf sich warten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt Mülltrennung, Nachhaltigkeit wird aber im weiteren Sinn definitiv nicht gelebt. Sozialbewusstsein ist hier ein Fremdwort - ebenso die Zusammenhänge.

Kollegenzusammenhalt

Diejenigen auf derselben Ebene. Sonst extrem starke Hierarchien, welche auch nur einen Austausch sehr erschweren. Sobald es in höhere Ebenen geht, werden soziale Konformitäten gerne aus dem Fenster geschmissen und unangebrachte und unprofessionelle Kommentare gemacht, um den höheren Managementebenen gut zuzureden.

Umgang mit älteren Kollegen

Männer mittleren Alters (welche hier das obere Ende des Altersspektrums darstellen) werden gefördert, ersichtlich an der Management Ebene.

Vorgesetztenverhalten

Es fehlt an Verantwortungsbewusstsein, was sich in einer unzureichenden Organisation von Arbeitszeiten, Urlaubsplänen und Projektprioritäten zeigt. Statt Anliegen konstruktiv aufzunehmen, wird Kritik oft abgewehrt oder als persönliches Versagen der Mitarbeitenden ausgelegt. Die Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten ist hierarchisch geprägt, und die Entscheidungsfindung erfolgt meist ohne Rücksprache mit den Betroffenen. Das Management der Mitarbeitenden geschieht praktisch nicht sondern wird bei Fehlern auf Managementebene auf die Associates geschoben. Sogenannte Coffee-Breaks werden gerne auf Zeiten wie 22h30 oder 6h30 geschoben um das Commitment der Mitarbeitenden außerhalb geregelter Arbeitszeiten zu "testen".

Es werden hochproblematische Witze gemacht. Unabhängig von der Geschmackslosigkeit hindern solche Aussagenen ein sicheres Arbeitsumfeld. Unternehmen sind verpflichtet, ein diskriminierungsfreies und respektvolles Umfeld zu fördern. Derartiges Verhalten wurde gemeldet aber wurde nichts dagegen unternommen.

Arbeitsbedingungen

Homeoffice wurde abgeschafft, obwohl es noch in den Ausschreibungen steht. Es werden gerne mal 55-60h verlangt, Überarbeitung wird als Idealmitarbeiterkriterium und Beförderungskriterium dargestellt. Im Sommer ist es im Wiener Office zumindest unerträglich heiß. Es wird kein Essenszuschuss zur Verfügung gestellt, keine Kantine o.Ä.

Kommunikation

Es gibt zwar die One-on-ones, die aber gerne spontan abgesagt oder während einer Autofahrt gemacht werden, wo keine produktive und konstruktive Atmosphäre aufkommen kann. Feedbackkultur ist unzureichend, da kritische Anliegen, vor allem Kritik ignoriert oder mit dem Hinweis auf den Arbeitsvertrag abgetan wird. Es gibt keine wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe – Vorgesetzte nutzen ihre Machtposition, anstatt Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungen über Arbeitsbelastung und Feedback wirken einseitig und autoritär, statt kooperativ.

Gleichberechtigung

Das Thema Gleichberechtigung ist besonders kritisch, vor allem für ein Unternehmen, welches sich als modern präsentiert. Diversity Ziele wurden abgelegt mit dem Erfolg "es gibt ja schon 30% Frauen auf Associate-Level." Auf höheren Ebenen gibt es selbstverständlich so gut wie keine Frauen. Es ist kein Unternehmensziel Gleichbehandlung zu fördern, überraschend da besonders in einem Consulting Unternehmen die Mitarbeitenden an oberster Stelle stehen sollten. Frauen werden oft in Situationen gebracht, die nicht nur unangenehm, sondern klar diskriminierend sind. Demonstrierte Einschüchterungstaktiken vonseiten höchster Ebene, insbesondere während Onboarding-Terminen, zeugen von einem mangelnden Verständnis für Respekt und Professionalität. Sexistische Kommentare und Witze werden zwar als „harmlos“ dargestellt, hinterlassen jedoch einen nachhaltigen Eindruck von Geringschätzung. Auch Reflektions- und Kommunikationsversuche werden hier absolut nicht wertgeschätzt.

Interessante Aufgaben

Klassische Power-Point-Consultingfirma, wer interessante Aufgaben vor allem im nachhaltigen Bereich/Energie sucht, ist hier definitiv fehl am Platz. Idealistische und motivierte Mitarbeitenden wird das sehr schnell ausgetrieben.

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Arbeitgeber-Kommentar

Katrin Helm, Head of People
Katrin HelmHead of People

Danke fürs Teilen deiner Eindrücke.
Bei accilium setzen wir seit unserer Gründung auf einen transparenten Karrierepfad mit klar kommunizierten Beförderungskriterien. Entwicklung wird entlang definierter Kompetenzfelder (fachlich, methodisch, kulturell) bewertet und in regelmäßigen Feedbackzyklen (1on1s) begleitet.
Unsere Projekte bieten echten Gestaltungsspielraum, und haben sich in den letzten Jahren stark diversifiziert. Hier ein paar Einblicke unserer Projektlandschaft: Entwicklung eines Smart‑City‑Strategierahmens für eine deutsche Metropole, eine E‑Mobility‑Strategie für einen österreichischen Energieversorger sowie Transformations‑ und Digitalisierungsinitiativen im öffentlichen Sektor.
Für Klarheit in der Zusammenarbeit sorgen wir mit festen Update‑Formaten (u. a. State‑of‑the‑Nation) und kurzen Entscheidungswegen. Unser Arbeitsrhythmus fördert Lernen wie Fokus gleichermaßen: Ein Home‑Office‑Tag pro Woche, die übrigen Tage beim Kunden oder im Büro.

Wenn du Fragen hast oder Einblicke aus erster Hand möchtest, melde dich gerne direkt bei uns - wir sprechen offen über Erwartungen und Chancen bei accilium.

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