Nicht zu empfehlen
Verbesserungsvorschläge
Gesamtheitliche Überdenkung des Arbeitsumfelds und der Struktur.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht eine absolut unnötige Leistungskultur, getarnt von mittelmäßiger Managementkultur und kontinuierlichem Verlangen von den Mitarbeitenden, außerhalb ihres Arbeitsspektrums, Themenbereichs und gesetzlichen Arbeitszeiten zu arbeiten.
Image
Niemand kennt die Firma.
Work-Life-Balance
Nicht gegeben. Überstunden und Wochenendarbeit werden nicht nur regelmäßig erwartet, sondern oft ohne klare Vereinbarungen vorausgesetzt. Auch Homeoffice-Möglichkeiten, sind inzwischen abgeschafft, obwohl sie weiterhin in Stellenanzeigen beworben wurden lange. Privatleben und Erholung werden nicht respektiert, obwohl diese gesetzlich geschützt sind. Statt Qualität wird die Stundenanzahl als wertvoll erachtet (und auch als Basis für Promotions genommen). Stundenanzahl geht weit über das gesetzlich Geregelte hinaus. Die Stunden dürfen nicht so eingereicht werden, wie sie gemacht werden. Große Eingriffe in Privatsphäre - Aktivitäten im Privaten, an Wochenenden, Feiertagen und im Urlaub wurden verlangt offen zu legen.
Karriere/Weiterbildung
Außerhalb der Arbeitszeit darf man sich weiterbilden, aber dazu gehören auch nur die klassischen PMO/SCRUM Master Weiterbildungen.
Gehalt/Benefits
Bei der explizit mündlich verlangten Stundenanzahl bleiben wir bei 12,80 die Stunde übrig. Zumindest wird das Gehalt pünktlich gezahlt, bei der Spesenabrechnung lässt das gerne mal über eineinhalb Monate auf sich warten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Mülltrennung, Nachhaltigkeit wird aber im weiteren Sinn definitiv nicht gelebt. Sozialbewusstsein ist hier ein Fremdwort - ebenso die Zusammenhänge.
Kollegenzusammenhalt
Diejenigen auf derselben Ebene. Sonst extrem starke Hierarchien, welche auch nur einen Austausch sehr erschweren. Sobald es in höhere Ebenen geht, werden soziale Konformitäten gerne aus dem Fenster geschmissen und unangebrachte und unprofessionelle Kommentare gemacht, um den höheren Managementebenen gut zuzureden.
Umgang mit älteren Kollegen
Männer mittleren Alters (welche hier das obere Ende des Altersspektrums darstellen) werden gefördert, ersichtlich an der Management Ebene.
Vorgesetztenverhalten
Es fehlt an Verantwortungsbewusstsein, was sich in einer unzureichenden Organisation von Arbeitszeiten, Urlaubsplänen und Projektprioritäten zeigt. Statt Anliegen konstruktiv aufzunehmen, wird Kritik oft abgewehrt oder als persönliches Versagen der Mitarbeitenden ausgelegt. Die Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten ist hierarchisch geprägt, und die Entscheidungsfindung erfolgt meist ohne Rücksprache mit den Betroffenen. Das Management der Mitarbeitenden geschieht praktisch nicht sondern wird bei Fehlern auf Managementebene auf die Associates geschoben. Sogenannte Coffee-Breaks werden gerne auf Zeiten wie 22h30 oder 6h30 geschoben um das Commitment der Mitarbeitenden außerhalb geregelter Arbeitszeiten zu "testen".
Es werden hochproblematische Witze gemacht. Unabhängig von der Geschmackslosigkeit hindern solche Aussagenen ein sicheres Arbeitsumfeld. Unternehmen sind verpflichtet, ein diskriminierungsfreies und respektvolles Umfeld zu fördern. Derartiges Verhalten wurde gemeldet aber wurde nichts dagegen unternommen.
Arbeitsbedingungen
Homeoffice wurde abgeschafft, obwohl es noch in den Ausschreibungen steht. Es werden gerne mal 55-60h verlangt, Überarbeitung wird als Idealmitarbeiterkriterium und Beförderungskriterium dargestellt. Im Sommer ist es im Wiener Office zumindest unerträglich heiß. Es wird kein Essenszuschuss zur Verfügung gestellt, keine Kantine o.Ä.
Kommunikation
Es gibt zwar die One-on-ones, die aber gerne spontan abgesagt oder während einer Autofahrt gemacht werden, wo keine produktive und konstruktive Atmosphäre aufkommen kann. Feedbackkultur ist unzureichend, da kritische Anliegen, vor allem Kritik ignoriert oder mit dem Hinweis auf den Arbeitsvertrag abgetan wird. Es gibt keine wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe – Vorgesetzte nutzen ihre Machtposition, anstatt Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungen über Arbeitsbelastung und Feedback wirken einseitig und autoritär, statt kooperativ.
Gleichberechtigung
Das Thema Gleichberechtigung ist besonders kritisch, vor allem für ein Unternehmen, welches sich als modern präsentiert. Diversity Ziele wurden abgelegt mit dem Erfolg "es gibt ja schon 30% Frauen auf Associate-Level." Auf höheren Ebenen gibt es selbstverständlich so gut wie keine Frauen. Es ist kein Unternehmensziel Gleichbehandlung zu fördern, überraschend da besonders in einem Consulting Unternehmen die Mitarbeitenden an oberster Stelle stehen sollten. Frauen werden oft in Situationen gebracht, die nicht nur unangenehm, sondern klar diskriminierend sind. Demonstrierte Einschüchterungstaktiken vonseiten höchster Ebene, insbesondere während Onboarding-Terminen, zeugen von einem mangelnden Verständnis für Respekt und Professionalität. Sexistische Kommentare und Witze werden zwar als „harmlos“ dargestellt, hinterlassen jedoch einen nachhaltigen Eindruck von Geringschätzung. Auch Reflektions- und Kommunikationsversuche werden hier absolut nicht wertgeschätzt.
Interessante Aufgaben
Klassische Power-Point-Consultingfirma, wer interessante Aufgaben vor allem im nachhaltigen Bereich/Energie sucht, ist hier definitiv fehl am Platz. Idealistische und motivierte Mitarbeitenden wird das sehr schnell ausgetrieben.


