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accilium 
GmbH
Bewertung

accilium – eine Reise in die Vergangenheit. Toxisches Management, Angstkultur und Ausbeutung der Mitarbeiter

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Wien gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Toxische Führungskultur die irgendwann im 20. Jahrhundert stehen geblieben ist
- Extrem hohe Unsicherheit auf Mitarbeiterebne und extrem hohe Fluktuation
- Fehlen von Respekt und Wertschätzung
- Keine Fehlerkultur, keine Feedbackkultur, kein Platz für (konstruktiver) Kritik
- Mitarbeiter:innen werden als billige Arbeitskraft gesehen in die auch nicht investiert wird
- Extrem schlechtes Package (Gehalt + Benefits (welche Benefits?)) bei gleichzeitig extrem hohen Erwartungen und Anforderungen

An alle motivierten Karrierestarter: Tut euch den Gefallen und macht auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten - so groß die Versuchung auch sein mag - einen großen Bogen um diese Firma. Bringt eure Energie und euer Potenzial bei Firmen ein die ein Interesse daran haben euch zu fördern und euch nicht nur als billige Arbeitskraft betrachten.

Verbesserungsvorschläge

Augen aufmachen und Probleme angehen. Natürlich kann man den Fehler immer bei den anderen suchen - wenn am Ende dann aber keiner mehr in der Firma ist, dem man die Schuld geben kann, was dann?

Arbeitsatmosphäre

Die Unzufriedenheit ist allgemein sehr hoch und die Arbeitsatmosphäre erreicht regelmäßig neue Tiefpunkte. Aufgrund der Vielzahl an Abgängen herrscht schon seit längerem eine sehr getrübte Stimmung. Schließlich stammt die letzte, ernstzunehmende positive Kununu Bewertung aus 10/2023 und anscheinend gibt jetzt schon das Management positive Bewertungen ab, um den Kununuschnitt zu heben- ohne sich die Mühe zu machen, auch nur ein einziges Wort zu schreiben). Trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage verlassen viele das Unternehmen ohne neuen Job in Aussicht- sagt schon alles. Von der Führungsebene wird diese Thematik nicht ernstgenommen. Das Mantra scheint wohl zu sein, solange man die Augen vor den Problemen in der Firma verschließt, gibt es sie auch nicht. (Krisen-)Kommunikation? Fehlanzeige. Bereits geplante Teamevents, die vielleicht eine Chance geboten hätten um die Stimmung wieder aufzuheitern, wurden kommentarlos gestrichen. Leider ist auch das Thema Wertschätzung eine absolute Fehlanzeige. Es entsteht sehr stark der Eindruck, dass Mitarbeiter:innen als reine Arbeitskräfte, die zur Erreichung der Umsatzziele benötigt werden, gesehen werden – nicht mehr, nicht weniger.

Image

Während, meinem Eindruck nach, die Firma ursprünglich einen wirklich guten Ruf als moderne, leistungsorientierte Unternehmensberatung hatte, spricht sich mittlerweile schon in anderen Beratungen herum, wie schlecht Arbeitsklima/-atmosphäre bei accilium sind.

Work-Life-Balance

Sehr stark von Manager:in und konkretem Projekt abhängig. Grundsätzlich aber ist mit 10h/Tag zu rechnen – in heißen Projektphasen bzw. auch wenn die Grenzen nicht deutlich aufgezeigt werden, gerne auch deutlich mehr.

Karriere/Weiterbildung

Der Karrierepfad strikt vorgegeben und beruht eher auf Zeitabsitzen als auf Vorhandensein von Qualifikationen. Ein schnellerer Karriere Aufstieg geht grundsätzlich schon – sofern man sein Privatleben auf null stellt und strikt den Anweisungen von "oben" folgt. Andernfalls werden „ganz objektiv beobachtbare und logische Gründe“ genannt, warum es mit der Beförderung leider doch nicht klappt – unabhängig davon, ob man die zuvor festgesetzten Qualifikationskritierien erfüllt oder nicht.

Das Thema Weiterbildung ist meiner Meinung nach leider ebenfalls stark ausbaufähig. Es überwiegt sehr stark der Eindruck, dass Mitarbeiter:innen nicht als Langzeitressource, in die man auch im eigenen Unternehmensinteresse investieren sollte, sondern als billige Arbeitskraft gesehen werden. Die verpflichtenden, internen Trainings sind zwar ein erster Versuch das Thema zu behandeln, sind jedoch sowohl in Intensität als auch Mehrwert eher begrenzt. Abgesehen davon können Zertifizierungen wie SAFe oder Scrum Master gemacht werden - sonst gibt es meiner Erfahrung nach nicht die Möglichkeit, ein Lernbudget für selbst gewählte Fortbildungen zu erhalten.

Kollegenzusammenhalt

Grundsätzlich besteht auf Mitarbeiterebene bzw. (Senior) Associate Level ein recht guter Zusammenhalt. Die geteilte Unzufriedenheit lässt einen, gezwungenermaßen, einfach näher zusammenrücken.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen gibt es kaum. Abgesehen davon dürfte nicht das Alter der Kolleg:innen ausschlaggebend sein, sondern wie sehr die aktuelle Führungskultur unterstützt wird. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass (ältere) Kolleg:innen derart despektierlich behandelt wurden, dass kurz darauf das Dienstverhältnis aufgelöst wurde.

Ad langdienende Kolleg:innen:
Diese werden definitiv gefördert – meiner Meinung nach ist das aber leider nicht bedingungslos als positiv zu werten. Grundsätzlich entsteht sehr stark der Eindruck, dass diejenigen gefördert werden, die sich der bestehenden Linie beugen und in bekannte Muster unterordnen. Einerseits irgendwo nachvollziehbar, andererseits geht dadurch extrem viel Potenzial für Neuerungen und Vielfalt verloren. All jene die das nicht tun, gehen von selbst oder werden gegangen.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt eine extrem starke Geschäftsführungs-Ebene die ganz klare Vorstellungen davon hat wie die Welt funktioniert. Diese Ansichten sind grundsätzlich als unfehlbar zu verstehen – andernfalls kann man sich auf raue Zeiten einstellen.

Auf Managementebene gibt es jene, die im Unternehmen Karriere machen möchten und deswegen der Geschäftsführung 1:1 folgen. Dadurch wird der Führungsstil der GF übernommen und weitergetragen. Extremer Druck, Micromanagement, und eine geringe Vertrauensbasis sind oftmals die Folge. Diejenigen, die die Ansichten, Vorgaben und den Führungsstil der GF-Ebene übernehmen, werden vielfach befördert und kommen in höhere Positionen. Leider wird bei diesem Prozess allerdings vielfach nicht darauf geachtet, ob diese Personen auch die nötige Management-Kompetenz und Erfahrung mitbringen.

Andererseits gibt es auch Manager:innen, die von außen zum Unternehmen dazugestoßen sind. Diese passen aber oftmals nicht in das bestehende und veraltete Schema und verbrennen sich gefühlt regelmäßig bei dem Versuch, die Unternehmenskultur auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben. Wenn sie nicht gegangen wurden haben einige von ihnen das Unternehmen häufig selbst wieder verlassen.

Arbeitsbedingungen

Vielfach wird auf die Mitarbeiter hoher Druck ausgeübt, weil „das unbedingt heute noch fertig werden muss“. Oftmals ist das einfach nur sinnlose Mehrarbeit die nicht nur gar nicht angesehen wird, sondern auch oft keinen Mehrwert stiftet. Während man in der Beratung genau ein einziges sinnvolles Tool benötigt – einen funktionierenden und verlässlichen Laptop – bekommt man genau das bei accilium leider nicht. Trotz der allgemein hohen Unzufriedenheit wegen mangelnder Leistungsfähigkeit, Systemabstürzen, etc. , setzt man weiterhin lieber auf eine Tablet+Tastatur-Lösung als einen state-of-the-art Laptop.

Kommunikation

Dem Thema Kommunikation wird von der Geschäftsführung und der Managementebene leider überhaupt kein Stellenwert eingeräumt. Komplette Fehlanzeige. Wenn überhaupt, herrscht eine einseitige Kommunikation von oben nach unten vor. Feedback gibt es grundsätzlich nicht und wird auch nicht erwünscht. Die Geschäftsführung folgt scheinbar dem Motto „My way or the highway“. Während unerwünschtes Feedback auf Mitarbeiterebene im besten Fall ignoriert wird, führt ein Widerspruch auf Managementebene recht schnell zum Bruch mit der Firma. Es nicht nur einmal passiert, dass Manager:innen, die sich nicht blind den Vorgaben der Geschäftsführung beugen wollten, schnell von der Bildfläche verschwunden sind. Einerseits tut es mir für diese Kolleg:innen äußerst leid, andererseits auch für die gesamte Firma – diese Kolleg:innen haben mit ihrem Feedback auf wichtige Baustellen in der Unternehmenskultur hingewiesen und vielfach versucht einen moderneren, frischen Wind in das Unternehmen zu bringen. Anstatt diese Chance zu nutzen und auf die Probleme im Unternehmen zu reagieren wirkt es so, als dass diese „Störfaktoren“ kurzerhand beseitigt wurden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt wird zwar stets pünktlich gezahlt, ist aber leider als unterdurchschnittlich zu bewerten – vor allem in Anbetracht der erwarteten bzw. geleisteten Stunden.

Nachdem mittlerweile auch die Bereitstellung von Obstkorb und Getränken gestrichen wurde, verbleibt somit nur noch die Unterstützung für die Wiener Linien Jahreskarte oder Klimaticket iHv. 365€ als Benefit aufzuzählen. Andere Sozialleistungen faktisch nicht vorhanden. Wenn das als Sozialleistung zu betrachten ist: Diensthandy und Laptop dürfen Privat verwendet werden.

Flexibilität gibt es leider auch immer weniger bzw. gar nicht mehr. Homeoffice Möglichkeiten wurden bspw. massiv eingeschränkt bzw. abgeschafft,. Viele gute Leute, die es in der Firma definitiv gibt/gab, suchen sich daher einen Arbeitgeber mit angemessenerem Package und verlassen das Unternehmen wieder.

Interessante Aufgaben

Hängt sehr stark davon ab wo die eigenen Interessen liegen. Grundsätzlich überwiegen klassische PMO Aufgaben (Termine einstellen & koordinieren, Protokolle schreiben, Folien abmalen damit sie im eigenen Firmendesign sind) in Langläufer-Projekten im IT Bereich. Andere Projekte wie bspw. im Bereich Energie o.ä. gibt es zwar auch, aber eher nur vereinzelt. Diese werden dann, so zumindest der gewonnene Eindruck, primär mit Kolleg:innen besetzt, die ihre Loyalität durch „Durchbeißen“ oben genannter PMO Projekte über einen längeren Zeitraum bzw. längerer Firmenzugehörigkeit bewiesen haben.

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Arbeitgeber-Kommentar

Katrin Helm, Head of People
Katrin HelmHead of People

Hi,

hier geht's zu einem Kurzvideo von aleX, Co-Founder und Geschäftsführer, in welchem er seine Sichtweise teilt:
https://www.youtube.com/shorts/TLBtOBuCmCg?feature=share

Alles Gute.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.