Sehr ausbaufähig und nötig, Genuss auf eigene Gefahr
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexibilität bzgl. Arbeitsplatz/Homeoffice (keine verpflichtenden Bürotage und städteübergreifendes Arbeiten), die KollegInnen, Team-Events
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
MitarbeiterInnen-Wertschätzung, Kommunikation und Führungskompetenzen
Verbesserungsvorschläge
Nehmt Kritik ernst und kommuniziert resultierende nächste Schritte und nicht nur sich selbst auf die Schulter klopfen für positives ALLI Feedback (das "Learns" und "Implements" wird scheinbar nicht gelebt). Führungskräfte machen es sich recht und gehen ohne Konsequenzen gegen Firmen-Policies ("du kennst [die Person], [sie] ist halt so") auf Kosten anderer MitarbeiterInnen.
Arbeitsatmosphäre
An sich ganz gut - das Büro ist meiner Meinung nach gut ausgestattet, Firmenevents kommen häufig vor, Feedback wird regelmäßig eingeholt und Verbesserungsvorschläge sind erwünscht. Aber wenn man etwas nachbohrt und die richtigen Fragen stellt, ist die Stimmung nicht ganz so wie sie scheint.
Image
An sich gut, aber leider in Verbindung mit Accenture nicht so gut.
Work-Life-Balance
Mal so, mal so. Sehr projektabhängig bzw. wenn man "nein" sagen kann (und das auch akzeptiert wird) ganz gut. Implizit werden aber Überstunden erwartet (d.h. All-hands calls, Vorbereitungen oder RfPs nach 17 Uhr sind Gang und Gebe)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Gemeinnützige Tätigkeiten werden oftmals präsentiert und die firmen-interne Initiative "Avanade Gives" spendet jährlich mit Mitarbeiterinnen (matching) an unterschiedliche Wohltätigkeitsorganisationen (z.B. die Tafel Wien, Caritas usw.). Umweltbewusst sein lässt jedoch etwas zu Wünschen übrig, Arbeitsreisen ziehen oftmals Flüge mit sich nach.
Karriere/Weiterbildung
Microsoft Zertifizierungen werden angeboten und erwartet für die Beförderung - die Zeit muss man sich dafür aber selbst nehmen.
Kollegenzusammenhalt
Ausgezeichnet! KollegInnen helfen liebend gerne und sind dabei auch noch unglaublich motiviert. Wenn man Fragen hat, findet man gleich 3 Personen die alles stehen und liegen lassen, um zu helfen.
Vorgesetztenverhalten
Feedback und Kritik sind zwar erwünscht und werden angenommen, aber es scheint kein sichtbares Resultat mit sich zu führen. Führungskräfte sind unglaublich Umsatz getrieben und sehr voreingenommen gegenüber gewissen Angestellten, was zu unfairen Situationen führt. Wenn man Grenzen setzt, werden diese von Führungskräften selbstverständlich überschritten. Natürlich gibt es People Leads/Manager, die sich um die MitarbeiterInnen scheren und ihr Bestes geben. Leider reicht das nicht immer aus wenn es weiter oben nicht passt.
Arbeitsbedingungen
Für Consulting-Tätigkeiten sind die zur Verfügung gestellten Laptops und Firmenhandys absolut ausreichend, Tische im Büro sind mit qualitativen Monitoren (teilweise auch mit Dual-Monitor) ausgestattet und Andocken funktionert schnell. Das Büro besitzt eine Klimaanlage und Essensbereich sowie eine Hängematte zum Ausruhen (obwohl niemand diese wirklich nutzt, aber sie ist da!), was recht nett ist - besonders die Klima im Sommer.
Kommunikation
Kommunikation der Führungskräfte ist quantitativ viel, aber qualitativ nicht so gut. Einige Änderungen wurden spät bzw. gar nicht kommuniziert (Firmenkreditkarte in Österreich wurde von einem Tag auf den anderen abgeschaffen ohne Ersatz, Benefits werden lautlos entfernt, aber die globale Strategie wird laut und oft verkündet)
Gehalt/Benefits
Das Gehalt entspricht teilweise nicht der Verantwortung bzw. dem Workload. KV-konform (wenn nicht sogar leichte Überzahlung) aber trotzdem unterdurchschnittlich im Bereich IT-Consulting. Inflation wird nicht berücksichtigt, aber ein leistungsbasierter Bonus wird jährlich ausgezahlt.
Überstunden werden ebenfalls ausgezahlt und das Gehalt ist pünktlich am Konto, eine Pensionsvorsorge sowie 70% Rückerstattung für das Klimaticket werden angeboten.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird offiziel großgeschrieben, wobei Überkorrigieren scheint oft das Resultat zu sein. Weiters, Beförderungen werden weniger nach Leistung und mehr nach subjektivem Gefallen vergeben - MitarbeiterInnen, welche langjährige Erfarung haben und über dem Durchschnitt performen, werden aufgrund persönlicher Präferenzen benachteiligt bzw. am Aufstieg gehindert, während "Ja-Sager" und "Protégés" scheinbar nach oben katapultiert werden.
Interessante Aufgaben
Sehr projektspezifisch, kann sich von super aufregend bis nach unglaublich langweilig und öde spannen. Wobei derzeit ein großer Fokus auf AI ist, das kann man spannend sowie als auch ermüdend finden.