Potenzial vorhanden, aber leider sehr unkoordiniert!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv am Arbeitgeber sind die zentrale Lage des Unternehmens, Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten sowie ausreichend Parkplätze. Außerdem überzeugt der tolle Kollektivvertrag, 4 € Essenszuschuss pro Arbeitstag, kostenloser Kaffee und Getränke vom Stiegl-Automaten (Softdrinks & Wasser) sowie die moderne Arbeitsausstattung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ am Arbeitgeber ist das mangelnde Vertrauen seitens der Vorstände und das Fehlen klarer Strukturen. 200 Überstunden bedeuten nicht, dass man seinen Job gut macht – moderne Führung sollte erkennen, dass das eher schädlich ist. Mitarbeitende sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens und dürfen nicht verheizt werden.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Struktur und klar definierte Abläufe wären dringend nötig. Vertrauen in Abteilungsleiter:innen und Mitarbeitende ist kaum spürbar. Homeoffice ist noch ein ständiger Kampf – die Vorstände müssen endlich akzeptieren, dass Arbeit von zu Hause wirklich Arbeit ist und nicht nur zum Wäschewaschen dient .
Arbeitsatmosphäre
Die Abteilungsleitung war freundlich und verständnisvoll, und unser kleines Team hat gut zusammengearbeitet. Dennoch herrschte durch ständig wechselnde Kolleg:innen viel Unruhe, und die Abläufe waren oft chaotisch und wenig durchdacht. Von den Vorständen gab es ein spürbares Misstrauen, besonders was Arbeitszeiten und Homeoffice betrifft – echtes Vertrauen in die Mitarbeitenden war eher Mangelware.
Image
Da viele Mitarbeitende die fehlenden Strukturen kritisieren, ist das Image im Büro eher mäßig.
Work-Life-Balance
In Anif haben fast alle Mitarbeiter:innen All-in-Dienstverträge. Es gibt Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten, die teilweise auch so gelebt werden. Bei der Einstellung wird betont, dass keine Überstunden nötig sind, tatsächlich werden Mitarbeiter:innen jedoch oft nur dann als besonders engagiert wahrgenommen, wenn sie viele Überstunden leisten. Da viele Entscheidungen sehr spontan und ungeplant getroffen werden, muss man häufig kurzfristig einspringen, was zu Überstunden am Abend, nachts oder am Wochenende führen kann. Oft entstehen sie zusätzlich, weil sich Entscheidungen der Vorstände schnell ändern und Arbeit doppelt erledigt werden muss.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter liegen überdurchschnittlich gut und orientieren sich am Kollektivvertrag Metallgewerbe. Sie werden pünktlich bezahlt, zusätzlich gibt es 4 € Essenszuschuss pro Arbeitstag. Jährliche Mitarbeitergespräche bieten die Möglichkeit, Gehalt oder Prämien zu verhandeln. Insgesamt gibt es hier nichts zu bemängeln, wenn man Einsatz und Arbeitszeit für das Unternehmen zeigt .
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen verfügt über eine Photovoltaikanlage, ansonsten ist mir kein weiteres Engagement für Umwelt- oder Nachhaltigkeitsthemen bekannt.
Kollegenzusammenhalt
In unserer Abteilung war der Kollegenzusammenhalt sehr gut – wir haben uns gegenseitig unterstützt und gut zusammengearbeitet.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleg:innen funktioniert gut – Erfahrung wird respektiert und geschätzt.
Vorgesetztenverhalten
In unserem Team war die Führungskraft sehr freundlich, verständnisvoll und stets bemüht, uns zu unterstützen.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind groß und modern, alle Mitarbeitenden haben Laptops und aktuelle IT-Ausstattung – technisch ist alles bestens ausgestattet.
Kommunikation
In unserer Abteilung hat die Kommunikation sehr gut funktioniert – wir haben uns ständig ausgetauscht. Von den Vorständen kamen hingegen nur wenige Informationen, oft verspätet oder wenig durchdacht, und Entscheidungen wurden häufig kurzfristig geändert. Nicht selten war der Flurfunk schneller als offizielle Mitteilungen.
Gleichberechtigung
Die Führungsetage ist stark männerdominiert – Frauen in Leitungspositionen sind Mangelware.