Grundsätzlich spannender Arbeitgeber, jedoch mit viel Verbesserungspotenzial
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist zunehmend von hoher Arbeitsbelastung und Unsicherheit geprägt. Durch erneute Kündigungen und den Wegfall von Positionen hat sich die Arbeitslast für die verbleibenden Mitarbeitenden nicht entsprechend reduziert. Dadurch steigt der Druck im Arbeitsalltag. Gleichzeitig fehlt es an einer offenen Feedback- und Kommunikationskultur. Konstruktrives Feedback sowie kritische Rückmeldungen scheinen wenig erwünscht zu sein, während die Angst vor weiteren Kündigungen die Stimmung und das Sicherheitsgefühl der Mitarbeitenden belastet.
Image
Das Image ist leider eher durchwachsen und hat sich in den letzten Jahren sowohl nach außen als auch innerhalb der Bank zunehmend verschlechtert.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich sind Gleitzeit und Homeoffice möglich, unter bestimmten Voraussetzungen auch individuelle Sondervereinbarungen. Die tatsächliche Work-Life-Balance hängt jedoch stark von der jeweiligen Führungskraft und Position ab und wird durch zunehmend durch die hohe Arbeitslast erschwert.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Schulungsmöglichkeiten und interne Weiterbildungsangebote. Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sich innerhalb der Bank beruflich weiterzuentwickeln und in andere Bereiche zu wechseln.
Gehalt/Benefits
Faire, branchenübliche Bezahlung mit zusätzlichen Benefits.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Bemühungen im Bereich ESG, beispielsweise durch Mülltrennung und die Teilnahme an Müllsammelaktionen oder Sozialen Projekten. Insgesamt gibt es jedoch noch Verbesserungspotenzial, um Umwelt- und Sozialbewusstsein stärker im Unternehmensalltag zu verankern.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams und teilweise auch teamübergreifend ist der Zusammenhalt gut. Viele Kolleg*innen unterstützen einander und arbeiten konstruktiv zusammen. Gleichzeitig gibt es auch Personen, bei denen der persönliche Vorteil stärker im Vordergrund zu stehen scheint als das gemeinsame Ziel.
Umgang mit älteren Kollegen
Grundsätzlich gut. Die Belegschaft ist eher jung, wobei auffällt, dass insbesondere ältere Kolleg*innen von Kündigungen betroffen sind.
Vorgesetztenverhalten
Die Zusammenarbeit mit den direkten Führungskräften ist vielfach gut und von einem konstruktiven Miteinander geprägt. Auf übergeordneter Ebene zeigt sich jedoch ein deutlich kritischeres Bild: Ein großer Teil der Führungskräfte wirkt in der Führungsrolle überfordert. Zudem entsteht der Eindruck, dass persönliche Beziehungen („Vitamin B“) bei der Besetzung von Führungspositionen eine wesentliche Rolle spielen. Transparente und nachvollziehbare Besetzungsentscheidungen sind vielfach nicht erkennbar. Die Problematik beginnt an der Unternehmensspitze und prägt die gesamte Führungskultur. In weiten Teilen des Führungsteams fehlen die notwendigen Führungskompetenzen und ein zeitgemäßes Führungsverständnis. Auffällig ist zudem die stark männerdominierte Zusammensetzung des Führungsteams.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich in Ordnung. Im Großraumbüro ist konzentriertes Arbeiten aufgrund der Geräuschkulisse teilweise schwierig. Zudem gibt es nur wenige Meetingräume, während Vorstände und Bereichsleitungen über eigene Büros verfügen. Hier wäre eine bedarfsgerechtere Gestaltung der Büroflächen wünschenswert.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist wenig transparent und bietet kaum Orientierung. Selbst in den wenigen verbliebenen MA-Updates gelingt es dem Management nicht, Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen oder strategische Ziele klar zu vermitteln. Der Stellenwert einer offenen und zeitnahen Kommunikation scheint nicht ausreichend erkannt zu werden. Statt verlässlicher Informationen aus erster Hand ist der Flurfunk oft die wichtigste Informationsquelle – mitunter erfahren Mitarbeitende auf diesem Weg sogar von bevorstehenden Kündigungen. Das schafft Unsicherheit, untergräbt Vertrauen und verstärkt das Gefühl, über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen nicht rechtzeitig oder angemessen informiert zu werden.
Gleichberechtigung
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Diese Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich der Gleichstellung und Diversität auf.
Interessante Aufgaben
Als junge Bank bietet das Unternehmen interessante und abwechslungsreiche Aufgaben sowie die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten und eigene Ideen einzubringen. Besonders positiv ist, dass man Neues lernen, sich fachlich weiterentwickeln und auch über den eigenen Aufgabenbereich hinaus Erfahrungen sammeln kann. Wer Eigeninitiative zeigt und bereit ist, sich in neue Themen einzuarbeiten, hat grundsätzlich die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern und verschiedene Bereiche des Unternehmens kennenzulernen.
