Nicht empfehlenswert für alle, die Wert auf Zukunftsperspektiven und Wertschätzung legen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist aus meiner Sicht leider nichts – weder aus Mitarbeitenden- noch aus Kundensicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mehr Transparenz in der Kommunikation wäre wünschenswert. Mitarbeitende wurden offenbar bis kurz vor der Entlassung bewusst im Unklaren gelassen, obwohl in vorangegangenen Unternehmensupdates noch keine weiteren Entlassungen angekündigt wurden und sogar ein Event zur erfolgreichen Migration stattfand. Dieses Vorgehen hat bei vielen engagierten Mitarbeitenden für Enttäuschung und Vertrauensverlust gesorgt und zeigt, dass das Unternehmen auf dieser Basis nur schwer als vertrauensvoller Arbeitgeber gelten kann. Eine Empfehlung kann daher nicht ausgesprochen werden.“
Verbesserungsvorschläge
Effizientere Ressourcennutzung, insbesondere bei der Führungsebene. Gerade vor dem Hintergrund der zwei Entlassungswellen aus Kostengründen erscheint die Besetzung von Abteilungsleiterpositionen für sehr kleine Teams (2-5 Personen) wenig sinnvoll und belastet unnötig Budget. Hier besteht aus meiner Sicht Optimierungspotenzial. Insgesamt gibt es an dieser Stelle noch weitere Ansatzpunkte zur Verbesserung.
Arbeitsatmosphäre
Nach der Übernahme wurde kommuniziert, dass es nach der ersten Entlassungswelle keine weiteren geben werde. Dennoch folgten Ende Juni und Ende Juli weitere Entlassungen von insgesamt rund 10 % der Belegschaft, darunter Mitarbeitende aus Schlüsselpositionen ohne Vertretung. Die Aussage, dass der Eigentümer im fünften Jahr eine schwarze Null erwartet, führt zu zusätzlicher Empörung. Dies hat die Stimmung im Unternehmen stark belastet und sorgte für große Verunsicherung und Unzufriedenheit.“
Image
Das Image des Unternehmens hat sich deutlich verschlechtert. Während früher noch einige Bewertungen positiv, wenn auch nicht herausragend waren, sind heute nur mehr wenige zufrieden. Viele Mitarbeitende, auch diejenigen, die nicht direkt betroffen sind, sind verunsichert und enttäuscht über den Umgang mit den Mitarbeitern.
Work-Life-Balance
Abgesehen von der bewusst unvollständigen bzw. irreführenden Kommunikation lässt sich die Arbeit grundsätzlich gut ertragen. Wenn man diese Situation akzeptiert, ist auch die Work-Life-Balance in Ordnung.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind vorhanden, allerdings oft durch ein begrenztes Budget eingeschränkt – zudem scheint der Zugang nicht immer für alle gleichermaßen offen zu sein.
Gehalt/Benefits
Angesichts der Einsparungen und Entlassungen wirkt das Gehalt im Vergleich zu den Ausgaben für teils wenig zielführende Veranstaltungen und Maßnahmen nicht angemessen. Hier besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialbewusstsein scheinen vor allem im Hinblick auf die Außendarstellung gepflegt zu werden. Ein Beispiel aus dem sozialen Bereich: Kurz vor der Entlassungswelle wurde intern und teilweise in sozialen Medien ein Programm zur Förderung von Diversität und Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland beworben – unter anderem mit einem betroffenen Kollegen der bereits vor längerem über dieses Programm gekommen ist, der kurz darauf ebenfalls entlassen wurde. Dieses Vorgehen wirkt sich negativ auf die Glaubwürdigkeit des Unternehmens in Bezug auf ernst gemeintes Diversitätsengagement aus.
Kollegenzusammenhalt
Extrem abhängig vom Team. Auf Arbeitsebene unter den Kollegen vorwiegend in Ordnung.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten variiert je nach Führungsebene, was auch durch die beiden Kündigungswellen beeinflusst ist: Auf der Ebene der Bereichs- und Abteilungsleitung ist es überwiegend in Ordnung. Sie wird oft als nicht auf Augenhöhe, wenig ehrlich und wenig transparent wahrgenommen.“
Kommunikation
Die Kommunikation ist ausbaufähig und wirkt teilweise unzureichend oder bewusst irreführend. Details siehe nachfolgender Punkt.
Interessante Aufgaben
Aufgrund der vielen unterschiedlichen Baustellen besteht die Arbeit häufig aus kurzfristigem Problemlösen („Feuerlöschen“) sowie aus dem normalen Tagesgeschäft.

