Viel Potenzial, aber deutliche Defizite im Management und der Mitarbeiterzufriedenheit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Trotz der bestehenden Herausforderungen zeichnet sich das Unternehmen durch eine relativ flache Hierarchie aus, die einen unkomplizierten Austausch ermöglicht.
Kollegenzusammenhalt:
Der Teamgeist ist insgesamt okay, auch wenn er je nach Abteilung variiert.
Arbeitsplatzausstattung & Homeoffice:
Die Ausstattung der Arbeitsplätze ist solide, und das Angebot von Homeoffice-Optionen wird grundsätzlich gut angenommen, auch wenn es in manchen Fällen noch Verbesserungspotenzial gibt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Statt eines Betriebsrats wurde nun ein "Soundingboard" eingeführt. Bei einer Mitarbeiterzahl von 400 sollte jedoch eigentlich ein Betriebsrat existieren, was Fragen zur tatsächlichen Umsetzung der Mitbestimmung aufwirft.
Verbesserungsvorschläge
Es sollte mehr Kommunikation im Unternehmen stattfinden. Statt ständig die Mitarbeiter zu überwachen, wäre es sinnvoller, auch die Führungskräfte einer Kontrolle zu unterziehen. Nur weil jemand lange im Unternehmen ist, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Person auch eine geeignete Führungskraft darstellt.
Arbeitsatmosphäre
An den meisten Standorten herrscht ein durchaus angenehmes Betriebsklima. Der Standort Wien bildet hierbei jedoch eine klare Ausnahme – dort ist das Arbeitsumfeld spürbar negativ geprägt.
Kommunikation
Ein strukturierter Informationsfluss fehlt weitgehend. Nur gelegentlich gibt es Updates seitens des Managements – meist mit negativem Grundton. Eine klare Vision oder langfristige Strategie wird nicht vermittelt. Statt zukunftsorientierter Zielsetzungen dominiert der wiederholte Appell, den Umsatz zu steigern.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen variiert stark je nach Abteilung. In einigen Bereichen herrscht ein positives, unterstützendes Miteinander, während in anderen der Teamgeist eher zu wünschen übrig lässt.
Work-Life-Balance
Überstunden sind die Regel und werden regelmäßig erwartet. Zudem wird von den Mitarbeitern auch in ihrer Freizeit eine gewisse Erreichbarkeit erwartet.
Vorgesetztenverhalten
Man könnte sich die Führungskraft wie einen autoritären Chef vorstellen, der mit einem strengen, fast schon drakonischen Führungsstil agiert – eine Atmosphäre, in der das Vertrauen und der respektvolle Umgang mit den Mitarbeitern deutlich auf der Strecke bleiben.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenvielfalt ist stark von der jeweiligen Abteilung abhängig. Während einige Teams spannende und herausfordernde Projekte bieten, bleibt es in anderen Bereichen eher monoton und wenig abwechslungsreich.
Gleichberechtigung
Gut
Umgang mit älteren Kollegen
Gut
Arbeitsbedingungen
Das Büro in Wien ist in die Jahre gekommen – große Großraumbüros, die nicht besonders gut isoliert sind. Die Klimaanlage funktioniert nicht optimal, was vor allem an heißen Tagen unangenehm ist. Die Anbindung an den Meidlinger Bahnhof lässt zu wünschen übrig und entspricht nicht mehr den modernen Standards.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Hinblick auf Nachhaltigkeit wird wenig bis gar keine Rücksicht auf den Energieverbrauch genommen. Das Licht brennt den gesamten Arbeitstag, und auch die Schreibtische sind konstant mit Strom versorgt, ohne wirkliche Notwendigkeit.
Soziale Angebote:
Es gibt einige Benefits wie das „Edenred“-System und das Jobrad, aber abgesehen davon sind die sozialen Zusatzleistungen eher begrenzt.
Gehalt/Benefits
Das Gefühl, für den neuen Porsche des Vorstands oder die Gewinne der Aktionäre zu arbeiten, ist allgegenwärtig. Das Gehalt selbst ist grundsätzlich in Ordnung, doch es wird deutlich, dass das Wohl der Mitarbeiter hier nicht im Mittelpunkt steht.
Image
Nach außen hin präsentiert sich das Unternehmen in einem positiven Licht, doch intern zeigt sich ein anderes Bild – hier bröckelt es an mehreren Stellen.
