Ex-Mitarbeiter als Videograf
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht in der Marketingabteilung wurden Aufgaben und Verantwortung immer wieder hin- und hergeschoben, ohne dass die eigentlich zuständige Person sie übernahm. Das hat für eine dauerhaft unangenehme Stimmung gesorgt.
Image
Nach außen wurde versucht, sich möglichst positiv darzustellen. Im Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden war das aus meiner Sicht respektlos. Feedback und Anliegen wurden zwar aufgenommen, aber nicht umgesetzt.
Work-Life-Balance
Eine Work-Life-Balance gab es für Arbeitnehmer in der Praxis nach meiner Erfahrung nicht, auch wenn nach außen ein anderes Bild vermittelt wurde. Meiner Ansicht nach war die Arbeitsbelastung dauerhaft zu hoch und die Erwartungshaltung an die Verfügbarkeit deutlich zu weitreichend. Nach Drehs hatte ich das Gefühl, direkt in den Schnitt gehen zu müssen, ohne dass darüber gesprochen wurde. Die Deadlines empfand ich als unrealistisch und in der vorgegebenen Zeit nicht schaffbar. Für mein Empfinden blieb dadurch kaum noch Raum für das eigene Leben oder die Familie.
Karriere/Weiterbildung
Sehr schwer mit der Arbeitszeiten
Gehalt/Benefits
Als Videograf und Videoschneider war das Gehalt deutlich unter dem, was für diese Tätigkeit marktüblich ist Insbesondere hat sich die Arbeit für mich oft wie ein Dauerzustand ohne echte Pausen angefühlt. In manchen Phasen blieb aus meiner Sicht kaum Zeit zum Durchatmen, und ich hätte mir deutlich mehr verlässliche Erholungszeiten und Planbarkeit gewünscht
Kollegenzusammenhalt
Mit anderen Videografen hat die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Man hat sich verstanden, Drehs und Schnitt liefen reibungslos. Mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen war der Zusammenhalt dagegen katastrophal, mit Ausnahme derer, die sich in ihrem eigenen Fachgebiet wirklich gut auskannten.
Umgang mit älteren Kollegen
Nur gut mit denen
Vorgesetztenverhalten
Man wurde für Dinge verantwortlich gemacht, wollte man Verantwortung aber sinnvoll abgeben oder teilen, war das nicht erwünscht. Anschließend wurde sich von Seiten der Führung beschwert, dass niemand Verantwortung übernehmen wolle. Übernahm man sie trotzdem, wurde man dabei ausgebremst, übernahm man sie nicht, gab es genervtes Feedback. So oder so konnte man es kaum richtig machen.
Arbeitsbedingungen
Verbesserungen kamen aus meiner Sicht erst nach wiederholter Aufforderung durch die Mitarbeitenden, nicht von sich aus.
Kommunikation
Von der Führungsposition kam nach meiner Erfahrung zu wenig klare Kommunikation. Als Videograf wurde ich häufig für Dinge verantwortlich gemacht, die eigentlich gar nicht in meinen Aufgabenbereich fielen, und musste ständig zwischen verschiedenen Bereichen mittätig sein. Bei Rückfragen kamen Antworten spät, knapp und oft genervt zurück. Die Planung von Drehs war entsprechend stressig, weil man für das Gesamtergebnis geradestehen musste. Kam ein Briefing spät von der Führung, wurde trotzdem erwartet, dass man sofort eine fertige Idee liefert. Fehlte die, gab es prompt unmutige Reaktionen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird nach außen großgeschrieben, in der Praxis aber nicht gelebt. Als Videograf wurde man mit der eigenen Meinung nicht ernst genommen, auch nicht mit entsprechender Erfahrung oder langer Betriebszugehörigkeit. Es fühlte sich eher so an, als sei man kein Mensch, sondern ein jederzeit austauschbares Objekt.
Interessante Aufgaben
Am Anfang waren die Aufgaben abwechslungsreich genug, mit der Zeit wurden sie aber durch den ständigen Deadline-Druck eintönig. Für Weiterentwicklung im eigenen Fachbereich blieb kaum Raum.