Teilweise bemüht, aber bei weitem nicht ausreichend. Nicht zu empfehlen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Diversität, Offenheit im Team und man kann super viel voneinander lernen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Work-Life-Balance, Wertschätzung gegenüber Mitarbeiter*innen
Verbesserungsvorschläge
Wertschätzung gegenüber Mitarbeiter*innen.
Mehr Springer*innen, um Krankenstände auszugleichen ohne andere zu überlasten!
Work-Life-Balance einführen.
Weniger Personen ohne Ausbildung einstellen.
Arbeitsatmosphäre
Ist extrem abhängig davon, mit wem man Dienst hat und was alles ansteht.
Aufgrund der negativen Stimmung im Team und dem anhaltenden Stress und dem ständigen Einspringen um Krankenstände auszugleichen, war die Atmosphäre eigentlich recht selten angenehm.
Kommunikation
Es gibt definitiv genug Wege über die kommuniziert werden (Mails, Teambesprechungen + Protokolle, in den Diensten, bei Dienstübergaben, manchmal Telefonate, ...), aber trotz allem wussten wir kaum über etwas Bescheid.
Altbewährte Varianten wurden von der Übergangsleitung verweigert.
In den Diensten war aufgrund des Klientels auch kaum Zeit, Dienstübergaben zu machen und Absprachen im Büro (um diese nicht vor den Klient*innen zu machen) waren auch nicht möglich ohne jemandes Bedürfnis zu vernachlässigen.
Kollegenzusammenhalt
Zu Beginn war das Team, in dem ich gearbeitet habe, echt top und wir hattten ein Wir-Gefühl und haben gut zusammengearbeitet. Mit der Zeit wurde dann mehr hinter dem Rücken über andere gesprochen als miteinander und ab da wurde es immer schlechter. Hat sich bis ich gekündigt habe nicht gebessert. Es ist ein laufendes Kommen und Gehen - schwer da einen Kollegenzusammenhalt zu erzeugen.
Work-Life-Balance
Bis zu 5 Freiwünsche im Monat neben Urlaub und Zeitausgleich - super! Aber an freien Tagen, im Urlaub und im Zeitausgleich hört man ständig von der Arbeit und wird gefragt, ob man einspringen kann. Dies nicht in einem angemessenen Ausmaß sondern wirklich häufig!
Zum Schluss wurden auch noch die Freiwünsche in meinem ehemaligen Standort gecancellt.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte versuchen merkbar ihr bestes.
Bei den höheren Positionen (Bereichsleitung, Pädagogische Leitung) hat man manchmal das Gefühl, sie würden einen mit den Problemen in der praktischen Arbeit mit den Klient*innen nicht ernst nehmen.
Wir als Team wurden bei Über-/Belastungen auch nicht ernst genommen. Es wurde unsere Situation mit der damaligen Covid Situation verglichen und gesagt "wir haben 24h Dienste gemacht, 2 Personen abwechselnd die komplette Woche" - damit war das Thema vom Tisch.
Ansonsten sehr lösungsorientiert und bei akuten Problemen auch wochenends erreichbar!
Interessante Aufgaben
Sehr vielfältiges Arbeitsfeld. Man ist immer gefordert und man kann sich gut einbringen.
Gleichberechtigung
Man wird gleich behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es werden ältere Kolleg*innen eingestellt. Vordienstzeiten angerechnet bzw. nebenberufliche Ausbildung ermöglicht.
Arbeitsbedingungen
Alles in allem echt schwierig.
Nicht barrierefreie Wohnung. Bett für den Nachtdienst in einem Zimmer ohne Fenster. Bis September 2024 unbezahlte komplett wache Nachtdienste teilweise - wache Zeit konnte man sich nicht als wach schreiben. Work-Life-Balance sehr belastend (siehe oben). Viel zu selten Supervision (1x im Monat - manchmal nicht stattfindend oder man hat Dienst und kann nicht teilnehmen), Teambesprechungen zwar alle 2 Wochen, aber selbst da sind nie alle Mitarbeiter*innen anwesend, weshalb man nicht gut vernetzt ist.
Ständig Krankenstände, weshalb alle anderen überarbeitet sind. Und und und.
Gehalt/Benefits
Faire Bezahlung und Zulagen.
Mittlerweile auch Flexibonus fürs Einspringen.
Wobei Geld meiner Meinung nach für diese Arbeit und diese Arbeitsverhältnisse teilweise zu wenig Anerkennung sind.
Image
Mitarbeiter*innen meines ehemaligen Standortes reden ganz bestimmt nicht gut über die Caritas.
Karriere/Weiterbildung
Man kann sogar komplett ohne Ausbildung in den Behindertenbereich einsteigen, wenn man die Ausbildung in absehbarer Zeit nachholt. Sogar im Kinder- und Jugendbereich. Grenzt eigentlich fast an Fahrlässigkeit, wenn man mich fragt.
Aber ja - für Quereinsteiger toll und die Caritas finanziert auch Aus- und Weiterbildungen.
