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Ceyond
Bewertung

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Am Team lag es nicht

1,7
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Ceyond in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kolleginnen und Kollegen. Hilfsbereit, geduldig und auch unter Druck fair miteinander. Dazu Standort, Anbindung und eine unkomplizierte Homeoffice-Praxis.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die dauerhafte Überlastung, der Umgang mit kritischen Rückfragen und die Art, wie über Abwesende gesprochen wurde – teils vorurteilsbehaftet in Bezug auf Herkunft und Sprache. Auch mir gegenüber habe ich zeitweise eine Behandlung wahrgenommen, für die ich keinen sachlichen Grund erkennen konnte.
Auch die Abwicklung meines Austritts hat den Gesamteindruck geprägt, da es aus meiner Sicht offene Punkte gab, über die keine Einigung zustande kam.
Rückblickend würde ich mich nicht noch einmal dort bewerben.

Arbeitsatmosphäre

Auf Kollegenebene gut, auf Führungsebene angespannt. Mein Eindruck: Lief ein Projekt gut, war es eine Führungsleistung – lief es schlecht, wurde es bei den Mitarbeitenden verortet. Der Grundton war stark davon abhängig, ob man Dinge hinterfragt hat. Fairness und Transparenz wurden oft genannt, haben sich für mich im Alltag aber nicht eingelöst.
Belastend war zusätzlich, dass man zeitweise nicht nach denselben Maßstäben behandelt gefühlt hat wie andere, ohne dass sich ein sachlicher Grund dafür erkennen lassen konnte.

Image

Nach außen wird ein Bild von Transparenz und Fairness vermittelt, das sich für mich intern nicht bestätigt hat.

Work-Life-Balance

Der Arbeitsanfall war in meiner Zeit dauerhaft hoch. Über längere Phasen habe ich regelmäßig mehr als zehn Stunden täglich gearbeitet, Schlaf, Essen und Sport sind dabei zu kurz gekommen. Nach meiner Wahrnehmung waren auch andere im Team durchgehend voll ausgelastet. Neue Aufgaben wurden aus meiner Sicht auch dann verteilt, wenn erkennbar keine Kapazität mehr vorhanden war. Ich habe die Belastung mehrfach angesprochen aber an der Situation hat sich für mich dadurch nichts geändert.

Karriere/Weiterbildung

Mittelmäßig. Weiterbildung war grundsätzlich möglich, ist im Tagesgeschäft aber weitgehend untergegangen. Eine klare Entwicklungsperspektive war für mich nicht erkennbar, was auch damit zusammenhing, dass die Beurteilungskriterien nie transparent waren.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltsniveau entsprach aus meiner Sicht nicht der Verantwortung und der Arbeitsbelastung. Wie sich Gehälter konkret berechnen, war für mich trotz mehrfacher Nachfrage nicht nachvollziehbar – es wurde auf ein Berechnungsschema verwiesen, das ich nicht einsehen konnte. Zu Prämien wurde mir mitgeteilt, dass dafür eine Wochenstundenzahl weit über der Normalarbeitszeit maßgeblich sei. Nennenswerte Benefits habe ich nicht wahrgenommen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team war für mich das Beste am Unternehmen. Hilfsbereitschaft war selbstverständlich, man hat als Neuzugang schnell Anschluss gefunden, und auch in stressigen Phasen ist niemand ungeduldig geworden. Vieles, was organisatorisch nicht rund lief, wurde auf Kollegenebene aufgefangen.

Vorgesetztenverhalten

Für mich der schwerwiegendste Punkt.
Der Umgangston war mir gegenüber wiederholt herablassend und belehrend. Sachliche Einwände wurden nicht inhaltlich aufgenommen, sondern ins Lächerliche gezogen; bei dringenden Themen ging es zuerst darum, auf welchem Weg ich sie angesprochen hatte. Mehrfach zeigte sich später, dass die Sache berechtigt war.
In Projekten hatte ich den Eindruck, dass Verantwortung nach außen bei Mitarbeitenden verortet wurde, obwohl das Vorgehen zuvor abgestimmt war – dieselbe Arbeit wurde intern zugleich kleingeredet.
Vertragliche Zusagen wurden aus meiner Sicht erst nach längerer Diskussion als verbindlich behandelt. Zugleich hatte ich den Eindruck unterschiedlicher Maßstäbe, ohne dass nachvollziehbar war, wonach sich das richtet.
Aufgefallen ist mir auch, wie über Abwesende gesprochen wurde: über ehemalige Kolleginnen und Kollegen, über Kunden nach Gesprächsende, über Partnerunternehmen. Ein Teil dieser Bemerkungen war aus meiner Sicht vorurteilsbehaftet, unter anderem zu Herkunft und Sprache.
Solange man nichts hinterfragt hat, war das Verhältnis gut. Danach hatte ich nicht mehr das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Arbeitsbedingungen

Guter Bürokomplex mit sehr guter Verkehrsanbindung. Homeoffice war grundsätzlich unkompliziert möglich. Die technische Ausstattung war in Ordnung, das nötige Equipment fürs Homeoffice wurde bereitgestellt.

Kommunikation

Transparenz wurde als Wert häufig genannt. Meine Erfahrung war eine andere. Auf Nachfragen nach Richtlinien und Entscheidungsgrundlagen habe ich mehrfach keine nachvollziehbare Auskunft erhalten. Mein Eindruck war, dass Nachfragen weniger als Interesse denn als Problem aufgefasst wurden. Rückmeldungen waren zudem nicht verlässlich: Was in einem Gespräch galt, war im nächsten nicht mehr maßgeblich. Kritikpunkte kamen ohne Vorlauf, frühere positive Rückmeldungen sollten rückblickend keine Rolle mehr spielen.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war für mich nicht gegeben. Ich hatte über längere Zeit den Eindruck, dass unterschiedliche Maßstäbe angelegt wurden, und habe eine Behandlung erlebt, für die mir trotz Nachfrage kein sachlicher Grund genannt wurde.
Hinzu kamen Bemerkungen zu Herkunft und Sprache, die ich als vorurteilsbehaftet empfunden habe. Sie fielen offen und in Anwesenheit mehrerer Personen, ohne dass dem widersprochen wurde. Für ein Unternehmen, dessen Geschäft auf internationaler Zusammenarbeit beruht, hat mich das nachhaltig irritiert.t.

Interessante Aufgaben

Inhaltlich waren die Aufgaben teilweise interessant, mit eigenverantwortlichen Projekten und technisch anspruchsvollen Themen. Die Rahmenbedingungen haben aus meiner Sicht verhindert, dass daraus mehr wurde – bei dieser Auslastung blieb wenig Raum, Dinge sauber zu Ende zu denken.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.