Könnte besser sein
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Das Unternehmen ist stolz auf seine flachen Hierarchien, was sich aber bei der aktuellen Größe zunehmend als Nachteil erweist. Die Teams sind auf sich allein gestellt und viele Probleme bleiben ungelöst, weil sich niemand verantwortlich fühlt.
- Es gibt einzelne Mitarbeiter, die eigentlich nichts tun, aber sie werden nicht entlassen. Mit denen werden 10 Gespräche geführt und sie bekommen immer wieder eine neue Chance. Das zerstört aber die Motivation der anderen, weil sie dann für zwei arbeiten müssen, aber das gleiche Geld bekommen.
-Durch den obligatorischen Betriebsurlaub über Weihnachten ist oft schon ein Viertel oder ein Drittel des Jahresurlaubs verplant.
Arbeitsatmosphäre
Früher war die Atmosphäre sehr familiär, aber durch das schnelle Wachstum ist viel von der Unternehmenskultur verloren gegangen. Viele alte Kollegen sind gegangen, aber das scheint die Firma nicht zu interessieren.
Kommunikation
Mitarbeiter-Feedback wird sehr oft vernachlässigt.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind größtenteils super – hilfsbereit, offen und freundlich. Zwei Teamevents im Jahr werden von der Firma unterstützt. Es findet jedoch kein Wissensaustausch zwischen verschiedenen Projekten/Teams statt.
Work-Life-Balance
Feste Kernzeiten und zwei fixe, verpflichtende Bürotage schränken die Flexibilität ein. Allerdings wird die Anwesenheit nicht kontrolliert, was einige Kollegen ausnutzen, um im Homeoffice zu bleiben, weil sie auf ihr Kind aufpassen müssen oder eine Lieferung erwarten, obwohl dies gegen die Regeln verstößt.
Interessante Aufgaben
Die Projekte sind fachlich oft anspruchsvoll, aber technisch eher langweilig. Da die Entwicklung auf einem firmeneigenen Produkt basiert, besteht die Arbeit oft nur aus der Anpassung von bestehendem Code, wirklich neue Features vom Null entwickeln gibt es fast nicht. Der Code ist chaotisch, es gibt keine Dokumentation oder Unit Tests, und Clean Coding wird nicht praktiziert. Das macht die Arbeit oft frustrierend und anstrengend.
Gleichberechtigung
Alle Kollegen werden mit Respekt behandelt, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität.
Arbeitsbedingungen
Jeder hat seinen eigenen Arbeitsplatz mit zwei Monitoren und einem höhenverstellbaren Tisch. Nachteilig ist das Großraumbüro, da es sehr laut ist und die Konzentration stört. Die Büroeinrichtung ist zweckmäßig, aber lieblos und ungemütlich eingerichtet. Auch die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Leider sind Hunden im Büro erlaubt, was für manche wegen des Geruchs und des Lärms nicht angenehm sein kann. Die Lage des neuen Büros ist für viele ein Problem. Da es keine Kantine gibt, braucht man viel länger für die Mittagspause und kann nicht gemütlich mit den Kollegen an einem Tisch sitzen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist sehr intransparent, es gibt keine klaren Kriterien für Gehaltsanpassungen. Gehaltserhöhungen müssen aktiv eingefordert werden und werden nur einmal im Jahr vor Juni besprochen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt keine Karrierestufen oder offizielle Titel wie Junior/Senior, alle sind “gleich”. Dadurch fehlt es an einer transparenten Entwicklungsstruktur. Weiterbildungen werden zwar unterstützt, aber es gibt keine strukturierte Planung. Es ist einem selbst überlassen, ob und welche Fortbildungen man besucht. Prozesse wie Projektwechsel sind möglich, ziehen sich aber über Monate hin (6+ Monate sind keine Seltenheit).