Außen hui, innen Pfui: Führung mit massiven Defiziten
Verbesserungsvorschläge
Führung bedeutet Verantwortung und Verlässlichkeit. Zusagen gegenüber Mitarbeitenden müssen eingehalten werden. Ein moderner Führungsstil sollte auf Unterstützung und Vertrauen basieren, nicht auf Kontrolle und dem Herunterspielen von Leistungen. Der Versuch, Arbeitsverhältnisse ohne Einhaltung von Standards abrupt zu beenden, zeugt von geringer Professionalität. Das Unternehmen hätte Potenzial, leidet jedoch unter deutlichen Problemen auf Führungsebene und in der internen Kommunikation, daran sollte dringend gearbeitet werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist geprägt von hohem Druck und spürbarer Unsicherheit. Es herrscht eine ausgeprägte Fehlerkultur: Mängel werden sofort thematisiert, positives Feedback oder echte Wertschätzung finden hingegen so gut wie nicht statt.
Work-Life-Balance
Die angepriesene Flexibilität ist eine Einbahnstraße. Man soll für das Unternehmen jederzeit bereitstehen, erhält aber im Gegenzug kaum Planungssicherheit bezüglich der tatsächlichen Arbeitszeiten.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden eher als Druckmittel eingesetzt, statt als echte Förderung. Die Eigeninitiative der Mitarbeitenden wird dabei im Nachhinein oft verdreht dargestellt, um Kündigungen oder ausbleibende Perspektiven zu rechtfertigen.
Kollegenzusammenhalt
Im Team selbst meist gut, jedoch durch Führungsverhalten (Lästereien der Teamleitung über andere Mitarbeiter) belastet.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil ist leider sehr widersprüchlich. Getroffene Absprachen zur Arbeitslast oder zur beruflichen Perspektive werden im Nachhinein oft geleugnet oder uminterpretiert. Entscheidungen wirken willkürlich und sind selten sachlich nachvollziehbar. Kritik erfolgt pauschal und ohne konkrete Beispiele, was eine Verbesserung unmöglich macht.
Arbeitsbedingungen
Strukturen wirken chaotisch. Prozesse sind nicht klar definiert, wodurch unnötiger Mehraufwand entsteht. Hohe Fluktuation und Unruhe im Team erschweren ein stabiles Arbeitsumfeld.
Kommunikation
Trotz der Ausrichtung auf Remote-Arbeit ist der interne Austausch mangelhaft. Geplante Teammeetings werden oft über Wochen hinweg abgesagt, wodurch kein Zusammenhalt entsteht. Während von den Mitarbeitenden sofortige Erreichbarkeit erwartet wird, bleiben Nachrichten an die Geschäftsführung oft tagelang unbeantwortet, obwohl sie gelesen wurden.
Gleichberechtigung
Es entsteht der Eindruck, dass nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren weit unter dem Qualifikationsniveau. Man wird unterfordert und gleichzeitig für das daraus resultierende „fehlende Wissen“ in fachfremden Bereichen kritisiert. Das Aufgabenprofil wich deutlich von der ursprünglichen Stellenbeschreibung ab. Statt qualifizierter Tätigkeiten wurden überwiegend repetitive Hilfsarbeiten ohne inhaltliche Erläuterung zugeteilt. Eigeninitiative bei der Prozessverbesserung wurde sogar aktiv unterbunden, damit nicht zu viel interne Zeit verbucht wird – man sollte lieber „Minusstunden“ verbuchen, statt produktiv zu sein.