Mehr Gegeneinander als Miteinander
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut fand ich die modernen Arbeitsmittel, die regelmäßigen Produktschulungen und den jährlichen Bonus, der fair gestaffelt war. Auch die Möglichkeit für ein Jobbike und das vorhandene Umweltbewusstsein, etwa durch die PV-Anlage, sehe ich positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich fand es schade, dass der Zusammenhalt im Team mit der Zeit stark nachgelassen hat. Auch die Kommunikation hätte für meinen Geschmack offener und direkter sein können. Lohn und Aufgabenverteilung wirkten auf mich oft unausgewogen, was für Unzufriedenheit gesorgt hat.
Verbesserungsvorschläge
Ich fände es gut, wenn die Mitarbeiter stärker in Entscheidungen einbezogen würden und mehr offene Kommunikation stattfinden würde. Auch ein transparenteres und einheitlicheres Lohnsystem könnte zur Fairness im Betrieb beitragen. Außerdem wäre es sinnvoll, den eingeschlagenen Weg bei Umwelt- und Weiterbildungsmaßnahmen konsequenter weiterzuführen.
Arbeitsatmosphäre
Ich persönlich habe die Arbeitsatmosphäre als eher angespannt erlebt. Meiner Erfahrung nach gab es wenig Zusammenhalt im Betrieb, was den Alltag oft unnötig schwierig gemacht hat. Für mich fehlte ein ehrliches Miteinander und gegenseitige Unterstützung.
Image
Bei Kunden hat die Firma einen hervorragenden Ruf, den sie sich über viele Jahre durch Qualität und Verlässlichkeit erarbeitet hat. Ich finde es schade, dass intern die Situation anders wirkt – in den letzten Jahren hatte ich den Eindruck, dass einige sehr gute Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben und die Stimmung dadurch gelitten hat.
Work-Life-Balance
Für mich persönlich war es schwierig, Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren. Die Arbeitsmenge war meist so hoch, dass man selbst in der Freizeit gedanklich oft noch bei der Arbeit war.
Karriere/Weiterbildung
Ich finde es positiv, dass regelmäßig Schulungen angeboten werden, oft direkt über Lieferanten oder Partnerfirmen. Das sorgt dafür, dass man fachlich am Ball bleibt. Bei Karrierechancen ist der Spielraum zwar begrenzt, aber für Weiterbildung wird grundsätzlich schon etwas getan.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt bewegt sich meiner Erfahrung nach sehr nahe an den kollektivvertraglichen Mindestwerten. Eine kleine Überzahlung ist zwar vorhanden, wirkt für Vorarlberg aber eher gering. Positiv finde ich den jährlichen Bonus, der gestaffelt ausgezahlt wird. Insgesamt hatte ich jedoch den Eindruck, dass jüngere oder jammernde Mitarbeiter teils besser entlohnt werden als langjährige schweigende Arbeiter.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Meiner Erfahrung nach wird im Betrieb durchaus auf Umweltaspekte geachtet – es gibt eine PV-Anlage, einige Elektroautos und auch Mülltrennung wird ernst genommen. Trotzdem sehe ich noch großes Potenzial, zum Beispiel beim Fuhrpark, wo bei Neuanschaffungen nach wie vor überwiegend Verbrenner eingesetzt werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war sehr unterschiedlich. Mit einigen verstand ich mich gut, insgesamt hätte ich mir aber mehr Teamgeist und Unterstützung gewünscht.
Umgang mit älteren Kollegen
Mit älteren Kollegen war das Miteinander stets respektvoll und kollegial. Ich persönlich habe diese Zusammenarbeit als besonders angenehm empfunden.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte oft das Gefühl, dass die Meinung der Mitarbeiter kaum zählt. Viele Entscheidungen kamen einfach „von oben“, ohne Erklärung oder Rücksprache. Für mich hat sich das in den letzten Jahren deutlich verschlechtert – ich vermute, dass dies mit der Erweiterung der Firmenführung zusammenhängt. Insgesamt hat das mein Vertrauen in die Führung spürbar geschwächt.
Arbeitsbedingungen
Ich persönlich fand die Arbeitsbedingungen nicht ausgewogen. Zwar war das Werkzeug top modern, doch der Druck und die ungleichen Regelungen – etwa bei Fahrzeugen oder Zusatzleistungen – trübten den Gesamteindruck deutlich.
Kommunikation
Meiner Erfahrung nach wurde selten gefragt, wie man Dinge besser machen könnte. Oft wurde einfach gesagt, was umgesetzt werden soll – ohne echtes Interesse an Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschlägen. Das fand ich schade, weil dadurch viel Potenzial verloren ging.
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung der Mitarbeiter wurde meiner Wahrnehmung nach unterschiedlich gehandhabt. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Transparenz und einheitliche Maßstäbe gewünscht.
Interessante Aufgaben
Ich fand die Aufgaben grundsätzlich interessant, besonders weil vom Einfamilienhaus bis zum Industriebetrieb alles dabei war. Allerdings muss man selbst aktiv sein, um abwechslungsreiche Tätigkeiten zu bekommen.