Erste Group als Arbeitgeberin im Wandel zum Fortune 500 Unternehmen
Verbesserungsvorschläge
Die Erste war bekannt für die familiäre Arbeitsatmosphäre und die Personen die diese ausgemacht haben. Die derzeitige "amerikanisierung" und der "Shareholder Value-Gedanke" machen die Erste zwar zu einem hochpreisigen Unternehmen, jedoch keines mehr für das man gerne Morgens aufsteht.
Arbeitsatmosphäre
Aufgrund aktueller Kostenziele und Einsparungsmaßnahmen ist die Arbeitsatmosphäre eher gedrückt.
Kommunikation
Die Kommunikation in der Linienorganisation ist auf höheren Ebenen bedürftig. "Wichtige" News erfahren die Mitarbeiterinnen eher über Zeitung und Medien.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen arbeiten gut zusammen. Abteilungsübergreifende Tasks werden eher versucht abzuwehren um daily tasks zu priorisieren.
Work-Life-Balance
Dank Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit und Homeoffice-Möglichkeit kann man sich die Work-Live-Balance gut einrichten. Der aktuelle Leistungsdruck und Effizienzgedanke zeigt allerdings einen Shift in Richtung Überstunden und "on-time" gehen wird belächelt oder hinterfragt.
Vorgesetztenverhalten
Einige Führungskräfte vor allem auf Abteilungsleiter-Ebene sind bemüht Ziele aus höheren Ebenen in klar verständliche Tasks zu übersetzen. Oftmals fehlt auf operativer Ebene das Verständnis und die klare Kommunikation zu Zielen und Entscheidungen von Bereichsleiterinnen und deren Deputies.
Interessante Aufgaben
Aufgaben welche durch Regulatorische Vorgaben getrieben sind, werden leicht repetitiv. Es gibt jedoch in der gesamten Bank die Möglichkeit für neue Blickwinkel und Tasks in denen man sich freier entfalten kann.
Gleichberechtigung
Gerade im Risiko-Bereich sind Frauen die Mehrzahl, vorf allem in Führungspositionen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeiter:innen und deren Know-how wird geschätzt und genutzt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind aus technischer Sicht in Ordnung . Kolleg:innen mit höheren technischen Anforderungen bekommen das notwendige Gerät. Das open-Space Konzept führt an stark frequentierten Tagen zu einem höheren Lärmpegel. Besprechungszimmer und Think-Tanks müssen immer gebucht werden, was ein konzentriertes Arbeiten manchmal schwieriger gestaltet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der ESG Gedanke wird vorgelebt und betont.
Gehalt/Benefits
Löhne sind gerade für jüngere Kolleg:innen eher durchschnittlich, gute Führungskräfte versuchen das mit jährlichen Bonuszahlungen auszugleichen.
Image
Das Image und der Stolz auf den Arbeitgeber wird ausgelebt. Mitarbeiter:innen sind gegenüber Externen offen und stolz ein Teil der Erste Familie zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Ein Aufstieg scheint derzeit unwahrscheinlich. Mit einer Gehaltserhöhung kann man nur Rechnen, wenn man einige Jahre bei der Konkurrenz verbringt. Der Abbau von Führungskräften und die Nachbesetzung durch Externe lässt die Hoffnung auf Aufstieg verschwinden.

